Arkham Insiders

Arkham Insiders Podcast Logo

Info

Hier entsteht das chronologische Archiv des ersten deutschsprachigen Lovecraft-Podcasts Arkham Insiders 13.08.2013 (Trailer) bis 28.09.2025 (Arkham Insiders Folge 223 – August Derleth und H. P. Lovecraft – The Shadow in the Attic). In der Chronologie sind Nummer und Titel der Folge, Veröffentlichungsdatum und Inhaltsangabe vermerkt.

Der Podcast (also die Audiodatei) wird nicht mehr auf unserer Webseite www.arkhaminsiders.com veröffentlicht, sondern ist unter diesem RSS-Feed abrufbar: https://arkhaminsiders.podcaster.de/arkham-insiders.rss

Impressum | Datenschutzerklärung

Chronologie

Der Arkham Insiders Trailer

13.08.2013

Wir haben hier einen kleinen Trailer bereitgestellt, damit ihr schon mal einen ersten Eindruck bekommt.

Arkham Insiders Folge 1

18.08.2013

Arkham Insiders Folge 2

26.08.2013

Arkham Insiders Folge 3

08.09.2013

Arkham Insiders Folge 4 – Poe, gothic novels und dime novels

18.09.2013

In dieser Folge sprechen wir über weitere Lesegewohnheiten Lovecrafts. Edgar Allan Poe übte einen großen Einfluss auf Lovecraft aus, aber auch die millionenfach aufgelegten Dime Novels las er mit großer Begeisterung.

Arkham Insiders Folge 5

06.10.2013

Arkham Insiders Folge 6 – Lovecraft und die Astronomie

18.10.2013

Lovecraft war der Astronomie sehr zugetan. Für ihn war sie mehr als ein Hobby, sie bestimmte seine Weltsicht und begleitete ihn sein Leben lang. Es brummt wieder im Hintergrund. Trotz aller bisherigen Versuche, das zu verbessern, muss ich mal wieder an Eure Geduld und Euer Wohlwollen appellieren. Sobald wir ein Audiofeature finden oder einen Tontechniker, der uns weiterhelfen kann, laden wir die Folgen neu hoch. Vielen Dank für Euer Verständnis.

Arkham Insiders Folge 7 – Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir

31.10.2013

Das Zitat ist natürlich falsch. Nicht nur im Zusammenhang mit Lovecraft, sondern grundsätzlich. Der Spruch stammt vom römischen Stoiker Seneca und wird immer wieder verdreht, damit die Wichtigkeit der Schule aus berufenem Mund unterstrichen wird. Pech gehabt, verehrtes Lehrpersonal, denn das Zitat heißt korrekt: Nicht für das Leben, für die Schule lernen wir.

Arkham Insiders Folge 8 – Die Jahre bis 1908

12.11.2013

In dieser Folge reden wir über Lovecrafts Aktivitäten außerhalb der Schule. Wir lernen ihn als Detektiv kennen und erfahren, was es mit „New Anvik“ auf sich hat. Was ein Zobo ist und vieles mehr.

Arkham Insiders Folge 9 – Lovecrafts unbekannte Jahre

29.11.2013

Über die Jahre von 1908 bis 1914 ist auf den ersten Blick nicht viel bekannt. Lovecraft scheint in diesen Jahren so gut wie nichts gemacht zu haben, aber wir wären nicht die Arkham Insiders wenn wir nicht doch etwas herausgefunden hätten und mit Hilfe der vielen Texte, u. a. Lovecrafts Briefe und der wesentlichen Biografien, konnten wir einiges über diese Zeit herausfinden. Axel und Mirko unterhalten sich hier über die möglichen Wurzeln des Einsiedler-Mythos. Die Zitate stammen aus der Biografie von Lyon Sprague de Camp „H. P. Lovecraft“, übersetzt von Andreas Diesel aus dem Festa Verlag, Almersbach, 1. Auflage 2002. S. 91ff. und 103ff. sowie aus Lyon Sprague de Camp „Der junge Lovecraft“, in: „Das Buch der Toten Namen – Necronomicon“, Edition AHA, Bergen/ Dumme, 1995. S. 165ff.

Arkham Insiders Folge 10 – Special Guest: Mr. Jim Moon

05.12.2013

In this episode we are proud and happy to welcome our special guest host Mr. Jim Moon. He is the voice of our intro and a very active blogger, podcaster and audiobook artist. Check out his websites and find out more about his many projects. Jim, Mirko and Axel talk about Lovecraft in England, Jim Moon’s discovery of Lovecraft and his projects. We had a lot of fun recording this episode and hopefully you will enjoy it.

Folge Nummer 10 ist ein kleines Jubiläum und darum ist dies die erste der drei Überraschungsfolgen vor Weihnachten. Wir freuen uns sehr, einen special guest begrüßen zu dürfen: Mr. Jim Moon, der so freundlich war, unser Intro einzusprechen und mit dem wir uns nicht nur über Lovecraft unterhalten. Wir hatten bei der Aufnahme eine Menge Spaß und hoffen, dass sie Euch gefällt. Mr. Jim Moon ist ein Blogger, Podcaster und Hörbuchsprecher. In Sachen Horror ist er äußerst aktiv, postet eine Menge auf seiner Facebook-Seite und ist seit Jahren ein H. P. Lovecraft und M. R. James-Fan.

Arkham Insiders Folge 11 – Lovecraft und die Munsey Magazines

16.12.2013

Lovecraft war ein großer Leser. In der „blank period“, also den Jahren von 1908 bis 1913, las er nicht nur die Klassiker der Literatur, sondern vor allem die zu dieser Zeit weit verbreiteten verschiedenen Magazine, ganz besonders aber die sogenannten Munsey Magazines. Axel und Mirko unterhalten sich in dieser Folge über Lovecrafts Lesegewohnheiten in diesen Jahren, über die Magazine und über ein Ereignis, das Lovecrafts weiteren Werdegang besonders beeinflusste.

Arkham Insiders Folge 12 – Frohe Weihnachten, Mr. Lovecraft

21.12.2013

Hier ist dann die dritte Weihnachtsüberraschung der Arkham Insiders und auch die letzte Folge für das Jahr 2013. In dieser Folge unterhalten wir uns über Lovecraft und wie er Weihnachten gefeiert hat. Wir beziehen uns unter anderem auf einen Text von 2009: „Merry Christmas Mr. Lovecraft“.

Arkham Insiders Folge 13 – Lovecrafts Familie

11.01.2014

In Lovecrafts Erzählungen finden sich immer wieder umfangreiche Darstellungen von Verwandtschaftsverhältnissen und dunkeln Familiengeschichten. Aber Lovecraft war auch ein Familienforscher in eigener Sache. Er recherchierte viel über die Familien Lovecraft und Phillips. Axel und Mirko unterhalten sich in dieser Episode über Lovecrafts Stammbaum, die Bezüge zu seinen Geschichten und andere Familiengeheimnisse.

Arkham Insiders Folge 14 – Sarah Susan Phillips Lovecraft

22.01.2014

Lovecrafts Mutter, Sarah Susan Phillips Lovecraft (1857 – 1921), ist eine der umstrittensten Personen in seiner Biografie. Immer wieder wurde sie als schwache Person dargestellt, ihr Einfluss auf Lovecraft fast grundsätzlich negativ dargestellt. Axel und Mirko unterhalten sich in dieser Folge über Sarah Susan und ihr Leben, ihren Charakter und erklären, warum die Meinung über sie teilweise revidiert werden muss. Dabei beziehen wir uns wieder auf Briefe und Selbstzeugnisse Lovecrafts sowie auf die Bücher „Der Einsiedler von Providence“ aus dem Suhrkamp Verlag und L.S. de Camps Biografie aus dem Festa Verlag.

Arkham Insiders Folge 15 – Lovecraft und der Amateur Journalismus Teil 1

06.02.2014

Nachdem wir uns in den letzten Folgen eher mit der Familie Lovecrafts beschäftigt haben, kehren wir zurück zu seiner Biografie. Dabei unterhalten wir uns über Lovecraft und den Amateurjournalismus, der eine bedeutende Rolle in seinem Leben spielte.

Arkham Insiders Folge 16 – Special feature: Die Farbe

13.02.2014

Wir machen es kurz! Axel und Mirko unterhalten sich über den großartigen Film „Die Farbe“, eine Adaption von Lovecrafts Story „Die Farbe aus dem All“ aus dem Jahr 2010. Niemand vergisst sie – die Farbe.

Arkham Insiders Folge 17 — Interview mit Huan Vu

20.02.2014

In der letzten Folge haben wir über den Film „Die Farbe“ gesprochen und in dieser Folge haben wir den Regisseur dieses Films als special guest eingeladen. Huan Vu spricht mit uns über seinen Film „Die Farbe“, seine neuen Projekte, insbesondere dem Projekt „The Dreamlands“, wie er zu Lovecraft gekommen ist und über vieles mehr. Das besondere Highlight ist aber unser Gewinnspiel. Hört Euch die Episode an und erfahrt, wie Ihr eine von DREI DVDs des Films „Die Farbe“ gewinnen könnt. Gewonnen haben die ersten drei Mails, die bei uns landen.

Arkham Insiders Folge 18 – Lovecraft und der Amateurjournalismus Teil 2

07.03.2014

Heute unterhalten sich Axel und Mirko weiter über Lovecrafts Engagement im Amateur Journalismus. Nachdem Lovecraft seine ersten Erfahrungen im Amateur Journalismus gemacht hat, beginnt er, sich diesem „Hobby“ intensiv zu widmen. Wir sprechen über Lovecrafts hohes Bildungsideal, den irischen, linken Amateurjournalisten John T. Dunn, Lovecrafts eigene Amateurzeitschrift „The Conservative“, über Lovecrafts verschiedene Ämter, die er inne hatte. Wir diskutieren über die Frage, ob Lovecraft heutzutage ein Blogger gewesen wäre.

Arkham Insiders Folge 19 – Lovecrafts Lyrik

25.03.2014

Ganz am Anfang seiner schriftstellerischen Laufbahn verstand sich Lovecraft eher als Dichter und weniger als Prosaschriftsteller. Er schrieb über 200 Gedichte, von denen viele einfache Gelegenheitsgedichte zu verschiedenen Anlässen sind. Dabei bemühte er sich oft, den Stil des von ihm so geschätzten 18. Jahrhunderts nachzuahmen. Während seiner Zeit als Amateurjournalist hatte er sich auch deutlicher Kritik auszusetzen und er trug manchen kleinen Kampf in den diversen Amateurjournalen aus. In seinen späteren Jahren sah er sich durchaus ironisch selbstkritisch.

Arkham Insiders Folge 20 – Nachträge zu den Jahren 1914 bis 1917

09.04.2014

Lovecraft war ein Bekämpfer des Aberglaubens und der Astrologie und als Ghostwriter für Harry Houdini arbeitete er zusammen mit ihm an einigen Texten gegen diesen Irrglauben. Er liefert sich ein kleines Zeitungsscharmützel mit dem Astrologen Joachim Friedrich Hartmann. Lovecraft und der Erste Weltkrieg: Wir reden über die Musterung Lovecrafts und seinen Versuch, in die Armee einzutreten, sowie Suzie Lovecrafts Eingreifen, um ihren Sohn vor dem Militär zu bewahren. Lovecraft und der Alkohol: Er war ein Gegner des Alkohols und ein Temperenzler. Wir sprechen über Lovecrafts persönlichen Feldzug gegen den Alkohol. Now will you be good?

Arkham Insiders Folge 21 – Lovecraft goes to the movies

25.04.2014

Weiter geht’s in Lovecrafts Biografie. Franklin Chase Clark (1847 – 1915) war der Mann von Tante Lillian und nach dem Tod von Whipple Phillips eine wichtige männliche Bezugsperson für Howard. 1916 stirbt Lovecrafts Cousin Phillips Gamwell an Tuberkulose. Auch über ihn reden wir in dieser Folge. Weniger bekannt ist, dass Lovecraft auch ein großer Kinogänger war. Hier haben wir auch einige interessante Insiderfakten zu bieten.

Arkham Insiders Folge 22 – W. Paul Cook

09.05.2014

Heute eine Folge der „Athol Insiders“, in der wir uns über einen von Lovecrafts besten Freunden unterhalten: „Culinarius“ William Paul Cook (1880 – 1948). Wir unterhalten uns über die Freundschaft der beiden, wie Cook seinen Freund Lovecraft immer wieder dazu angehalten hat, wieder mit dem Schreiben unheimlicher Erzählungen fortzufahren.

Arkham Insiders Folge 23 – Special Guest: Jesse Willis

16.05.2014

Today we talk to Jesse Willis from SFFaudio about his podcast, science fiction, horror, and of course about H.P. Lovecraft. Jesse is a celebrity in the podcast world and has done over 260 episodes of the SFFaudio podcast without a single hiatus in now nearly 6 years! He knows a lot about the audiobook world, SF, fantasy, horror and mystery. Jesse and Scott D. Danielson are podcasters that finally inspired us to make Arkham Insiders.

Arkham Insiders Folge 24 – Lovecrafts politische Ansichten um 1917 bis 1919

28.05.2014

Lovecraft und der Erste Weltkrieg. Wir unterhalten uns in dieser Episode über Lovecrafts Ansichten zum Ersten Weltkrieg, seine patriotischen Gedichte und Aufsätze. Er sprach sich für einen Kriegseintritt der USA aus, lobte die aufopferungsvolle Arbeit der Krankenschwestern und hielt die Leistungen der Kriegsfreiwilligen hoch. Keine besonders hohe Meinung hatte er vom Völkerbund, was wir ebenfalls beleuchten, wie auch Lovecrafts intensive Arbeit für die Amateurjournalismus-Szene und was in seiner Familie los war.

Arkham Insiders Folge 25 – Reinhart Kleiner und Alfred Galpin

12.06.2014

Im Laufe seines Lebens versammelte Lovecraft einen großen Freundeskreis um sich. Wie wir in der Folge über W. Paul Cook schon gehört haben, sind diese Freunde für Lovecraft sehr wichtig. In dieser Folge sprechen wir über Rheinhart Kleiner und Alfred Galpin.

Arkham Insiders Folge 26 – Lovecraft und die Ladies

26.06.2014

1919 wird Lovecrafts Mutter ins Butler Hospital eingeliefert. Wie wurde Lovecraft mit dieser Situation fertig? In gewisser Weise befreit er sich von der Situation, die ihn zuhause mehr festhielt als frei sein ließ. Zwischen Verzweiflung und fast grenzenloser Schaffenswut festigt Lovecraft seine Position in der Welt des Amateurjournalismus. Aber er beginnt auch, die Welt außerhalb seines Papierexils zu entdecken. Er ist sehr produktiv und festigt seine philosophischen Ansichten. Im September 1919 entdeckt er die Werke Lord Dunsanys. In dieser Folge reden wir allerdings über Frauen, Liebe und Sex im Leben des Gentleman.

Arkham Insiders Folge 27 – Interview mit Sebastian Jackel

17.07.2014

In dieser Folge unterhalten wir uns mit Sebastian Jackel über seinen Weg zu Lovecraft und die Kunst des Übersetzens. Lovecraft ist allgegenwärtig und Teil der Popkultur. Hppodcraft ist der Maßstab aller Lovecraft-Podcasts. Sebastian übernimmt die große und lobenswerte Aufgabe, Lovecrafts Texte aus dem englischen Original ins deutsche zu übersetzen und sie lizenzfrei online zu stellen. Internet-Menschen haben Katzen.

Arkham Insiders Folge 28 – Lovecrafts Philosophie Teil 1

27.07.2014

Wir unterhalten uns heute über Lovecrafts Philosophie in den 1920er Jahren. Er hat von sich selbst gesagt, ein Materialist zu sein und diese Einstellung hat sich in den ersten 30 Jahren seines Lebens geformt und findet in dieser Zeit ihre ersten klaren Züge. Er festigt seine lockeren Ansichten und beginnt, klare Formulierungen zu finden; zunächst in Briefen und Essays, später ließ er seine philosophischen Ansichten in seine Erzählungen einfließen.

Arkham Insiders Folge 29 – Lovecrafts Philosophie Teil 2

14.08.2014

In dieser Folge sprechen wir verstärkt über die vielen wichtigen Einflüsse auf Lovecrafts Philosophie. Auch hier war Lovecraft auf der Höhe seiner Zeit und verfolgte die aktuellen philosophischen Diskussionen. Lovecrafts materialistische Philosophie war tief in der Naturwissenschaft verwurzelt.

Arkham Insiders Folge 30 – 1 Jahr Arkham Insiders Xtra-large

20.08.2014

Anläßlich unserer 1. Jubiläumsfolge bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Insidern. Wir werden nicht nur wie gewohnt weiter machen, sondern noch einen drauf setzen! Seid gespannt … In dieser Folge, aufgesplittet in 2 Teile, besprechen wir mit unserem Gast Erik u. a. folgende Themen:

Lovecraft und sein Einfluss auf die Popkultur

Making of Arkham Insiders

Lovecraft, der Nerd

Arkham Insiders Folge 31 – Lovecrafts Philosophie Teil 3

01.09.2014

Wir besprechen die „In Defence Of Dagon“-Essays (geschrieben im Januar, April und September 1921). Die Leser phantastischer Literatur sind in Lovecrafts Philosophie die auserwählten und besonderen Leser.

Arkham Insiders Folge 32 – Lovecraft und Lord Dunsany Teil 1

16.09.20214

Einer der wesentlichen Einflüsse auf Lovecrafts Schreiben, sogar auf sein Denken, war Lord Dunsany. In dieser Episode stellen wir Lord Dunsanys Biografie vor. Aufgrund der Fülle an Material haben wir insgesamt 2 Podcasts aufgenommen, die 2. Episode folgt.

Arkham Insiders Folge 33 – Lovecraft und Lord Dunsany Teil 2

06.10.20214

Das Werk Lord Dunsanys. In dieser Folge sprechen wir über das Werk Lord Dunsanys und dieses ist groß und gewaltig. Wir können nicht auf jede Erzählung genauer eingehen, möchten aber einen Überblick geben. Lord Dunsany hat in seinem Schaffen verschiedenen Phasen und Stile abgearbeitet. Er war nicht nur Erschaffer phantastischer Welten, sondern auch ein sehr erfolgreicher Dramatiker und Essayist. Einige Werke stellen wir etwas genauer vor, besonders, wenn sie für Lovecraft wichtig waren. Kniet nieder und huldigt MANA-YOOD-SUSHAI!

Arkham Insiders Folge 34 – Lovecraft und Lord Dunsany Teil 3

28.10.20214

Der Abschluss unseres 3teiligen Lord Dunsany-Specials. Wie und wann lernte Lovecraft Dunsanys Werk kennen, und welche Auswirkungen hatte dies auf sein eigenes Schaffen? Wir werfen einen Blick auf die entsprechenden Geschichten und ziehen Lovecrafts eigene Äußerungen sowie die seiner Zeitgenossen zu Rate. Nicht zuletzt betrachten wir die Aussagen der Lovecraft-Forschung zum Thema.

Arkham Insiders Folge 35 – Interview mit Mario und Sascha von Yellow King Productions

12.11.2014

Aus den cthulhuoiden Kultorten Sulzbach-Rosenberg und Castrop-Rauxel sind uns diesmal Mario Weiss und Sascha Schiemann von Yellow King Productions zugeschaltet. Die beiden Multitalente erzählen uns von ihrer Arbeit an ihren Hörspielen und verraten uns das Geheimnis, wie die Vorstellung vom Kopf auf die Tonspur kommt. Da dies ein wirklich lustiges Interview war, haben wir nach unserem Gespräch noch eine kleine Überraschung am Ende.

Last but not least, unser Special Feature: Exklusive Premiere bei den Arkham Insiders, das Kurzhörspiel „Der Anruf“ von Georg Britzkow. Vielen Dank an Autor und YKP, dass wir das Werk hier veröffentlichen dürfen.

Arkham Insiders Folge 36 – Das Jahr 1921

01.12.2014

Am 24. Mai 1921 stirbt Lovecrafts Mutter im Butler Hospital nach einer Gallenblasenoperation. Zunächst verfällt Lovecraft in eine depressive Phase, doch diese hält nicht lange an. Bereits im Juni 1921 folgt er einer Einladung der Amateurjournalistin Myrta Alice Little, sie in Hampstead, New Hampshire zu besuchen. Bei diesem Besuch trifft er auch Charles W. „Tryout“ Smith in Haverhill, Massachusetts.

Arkham Insiders Folge 37 – Weihnachtsfolge 2014

22.12.2014

Es herrscht das allgemeine Vorurteil, dass Lovecraft sich nichts aus dem Essen machte und eher eine spartanischen Diät aus Kaffee, Schokolade, Käse und Crackern bevorzugte. Das ist zum Teil richtig, aber da uns Weihnachten wieder bevorsteht, haben wir Lovecrafts Essgewohnheiten mal etwas genauer untersucht. Wir blicken zurück auf das Jahr 2014 und lassen alle Folge nochmal kurz Revue passieren.

Liebe Insiders, wir wünschen euch allen angenehme und lovecraftsche Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2015. Wir hören uns bald wieder. Alles Gute wünschen Axel und Mirko.

Arkham Insiders Folge 38 – 1921 bis 1924 Grabenkämpfe

19.01.2015

Ein nostalgischer Trip – das Great Meadow Country Club House

Am 8. August 1921 unternehmen Lovecraft und sein Jugendfreund Harold Bateman Munroe (1891 – 1966) einen Trip in das benachbarte Massachusetts. Ihr Ziel: das Great Meadow Country Club House in Rehoboth, unmittelbar hinter der Staatsgrenze. Um 1905 hatten Lovecraft und seine Freunde auf dem Great Meadow Hill die verlassenen Hütte eines Holzfällers ausgemacht und zum Clubhaus erkoren. Mit Hilfe eines Nachbarn entstand aus dem Gebäude ein Treffpunkt für ihre Zusammenkünfte. Nun, rund 15 Jahre später finden Lovecraft und Munroe den alten Club zu ihrer Freude fast unverändert vor.

Grabenkämpfe im Amateurjournalismus

Nach dem Tod seiner Mutter am 24. Mai 1921 stürzt sich Lovecraft wieder voll und ganz in den Amateurjournalismus. Wir kommen einmal mehr auf seine schreibenden Kolleginnen zu sprechen: Alice M. Hamlet und Anne Tillery Renshaw (1889 – 1944). Schließlich sind die Grabenkämpfe innerhalb der United Amateur Press Association (UAPA) ein zentrales Thema des Podcasts. Lovecraft und sein Kreis hielten unverändert an ihrem hohen literarischen Ideal fest, das sich ihrer Meinung nach in der Vereinszeitschrift „The Amateur“ niederschlagen sollte. Durch diese Einstellung machten sie sich nicht nur Freunde und es kam zu teilweise offenherzig geführten Kontroversen. Die Auseinandersetzungen sind ein Indiz für die Krise der UAPA und leiten langsam aber sicher Lovecrafts Abschied von der Organisation ein. Dennoch ist er sich bewusst, wie wichtig der Amateurjournalismus für seine persönliche und künstlerische Entwicklung gewesen ist.

Arkham Insiders Folge 39 – SIGMA 2 Foxtrot

10.02.2015

Die Arkham Insiders Folge 39 fällt diesmal aus dem Rahmen. Wir haben uns ausnahmsweise für ein Crossposting mit unserem Science Fiction-Podcast SIGMA 2 Foxtrot entschieden. Zum einen erwähnen wir dort in der letzten Folge (ab Minute 25:15) S. T. Joshis Buch „Lovecraft and a World in Transition“, so dass ein inhaltlicher Bezug gegeben ist. Zum anderen möchten wir S2F an dieser Stelle allen Arkham Insiders vorstellen, die bisher noch nichts von dem Projekt wussten.

Arkham Insiders Folge 41 – Lovecraft erstmals in New York

11.03.2015

Das Jahr 1922 beginnt für Lovecraft arbeitsreich. Briefliche Korrespondenz sowie literarische Werke nehmen ihn in Beschlag. Im Februar kommt George Julian Houtains „Home Brew“-Magazin heraus, für das er sich zu ungeliebter Auftragsarbeit hatte hinreißen lassen. Hier erschienen, verteilt auf mehrere Ausgaben, „Herbert West – Reanimator“ und, 1923, „The Lurking Fear“. Insbesondere die „Herbert West“-Episoden befriedigen Lovecraft nicht. Insgesamt ist er mit der Ausrichtung des Magazins nicht einverstanden, – er bekrittelt das fehlende literarische Niveau.

Lovecraft kommt nach New York

1922 markiert aber auch das Jahr, in dem Lovecraft erstmals die eng gesteckten Grenzen Neuenglands überschreitet. Sonia Greene arrangiert – nicht ohne Geschick – zwischen ihm und Samuel Loveman ein Treffen in New York. Vom 6. bis zum 12. April bleibt Lovecraft in der Stadt am Hudson River und trifft außer Greene und Loveman weitere Freunde: Frank Belknap Long, James F. Morton, Rheinhart Kleiner und den erwähnten Houtain.

Ein überragender Ausblick

Loveman, der bereits seit einigen Jahren von Lovecraft verehrt wurde, trägt ihm zu die Gedichte „The Hermaphrodite“ und „The Sphinx“ vor. Ansonsten durchstreift man gemeinsam Buchläden und macht Sightseeingtouren. Herausragendes Ereignis für Lovecraft: der Ausblick über Manhattan, Brooklyn und Jersey City vom 29 Stockwerke hohen Woolworth Building aus. Natürlich werden auch die Überbleibsel aus Kolonialzeiten aufgesucht. Wenig begeistert ist er hingegen von China Town und der Lower East Side. Alles in allem empfindet Lovecraft die Reise nach New York jedoch als Erfolg.

Arkham Insiders Folge 42 – Lovecraft on the road 1922

01.04.2015

New Hampshire

Zurück aus New York, hält es Lovecraft nicht allzu lange in Providence. Ein anvisierter Trip zu Samuel Loveman und Alfred Galpin nach Cleveland wird vorerst verschoben. Dafür kehrt Howard zurück ins Tal des Merrimack River. Ende Mai besucht er hier seine Freundin Myrta Alice Little in New Hampshire. Als Familie Little in die Sommerfrische aufbricht, wird Lovecraft im Auto bis nach Dover mitgenommen. Eine Fahrt, die den Nostalgiker völlig verzückt. In einem Brief an Frank Belknap Long schreibt er später:

Ein Ausflug, der mich mitten in das alte Herz Neuenglands eintauchen ließ, das ich schon als tot und begraben betrauert hatte.

Wir sehen, wie sich Lovecraft zu einem aufmerksamen und einfühlsamen Schilderer Neuenglands entwickelt. Eine Entwicklung, die Winfield Townley Scott zu dem Urteil veranlasste:

Lovecraft war mehr ein Regionalschriftsteller denn ein Horrorschriftsteller.

Boston

Anfang Juni folgt ein Besuch in Boston, wo Lovecraft einer Lesung David v. Bushs beiwohnt. Bush (1882 – 1959), für den Lovecraft bekanntlich als Ghostwriter arbeitete, tritt als wandernder Lebensberater auf und setzt sich geschickt in Szene. Damit seine Anhänger die vorgetragenen Lektionen gründlich zu Hause nachlesen können, werden entsprechende Pamphlete verkauft. Lovecraft studiert das ausliegende Material – kopfschüttelnd.

Mit Sonia Greene in Providence und Magnolia

Im Juni und Juli besucht Sonia Lovecraft – und seine Tanten – in Providence. Speziell mit Tante Annie versteht sich die künftige Ehefrau gut. Lovecraft begleitet die Freundin, die im Auftrag von Ferle Heller nach Magnolia, Massachusetts reist. Bei einem nächtlichen Spaziergang auf der Promenade von Magnolia wird schließlich der Gedanke für eine gemeinsame unheimliche Erzählung geboren: „The Horror at Martin’s Beach“ (als „The Invisible Monster“ in Weird Tales, November 1923 abgedruckt).

Wieder in Brooklyn

Lovecraft revanchiert sich mit einem Besuch bei Sonia in Brooklyn, New York. Dieser Abstecher dient jedoch nur als Sprungbrett: am 29. Juli tritt er endlich die 16-stündige Bahnfahrt zu den Freunden Loveman und Galpin nach Cleveland an.

Arkham Insiders Folge 43 – Tusche und Tentakel: Lovecraft im Comic

17.04.2015

Anfang März veröffentlichte der Journalist, Blogger, Podcaster und Zeichner Erik Wenk auf tagesspiegel.de einen Beitrag namens Sex and Drugs and Cthulhu. Horrorautor H. P. Lovecraft im Comic. Wir berichteten darüber, s. „Arkham Insiders – H. P. Lovecraft im Comic“ und kündigten gleichzeitig an, Erik extra zu dem Thema befragen zu wollen.

Tusche und Tentakel

Die Arkham Insiders freuen sich, dass Erik seine Comic-Auswahl jetzt noch einmal ausführlicher bei uns im Podcast vorstellt. Wir sprechen über Lovecraft im Comic, – Motto: Zwischen Tusche und Tentakel – ob und wie sein eigenwilliges Werk grafisch umgesetzt werden kann. Das Spannende: zwischen werktreuen Wiedergaben, expliziter Sexualität bis hin zu Funny Strips ist ein breites Spektrum vertreten.

Im Podcast kommen jedoch nicht nur veröffentlichte Werke zu Wort. Hie und da blicken wir in die Zukunft und erwähnen kommende Publikationen. Ganz besonders möchten wir Euch diesmal die Shownotes empfehlen, die von Erik handverlesen zusammengestellt wurden. So lässt sich das Thema weiter vertiefen; denn eins ist klar: wir mussten uns auf eine Auswahl beschränken, Vollständigkeit war nicht unser Anspruch. Denkbar ist jedenfalls ein weiterer Podcast mit Erik, in dem wir uns eine neue Auswahl vorknöpfen.

Habt Ihr Lieblings-Comics zum Werk von H. P. Lovecraft? Wie immer freuen wir uns über Kommentare, Anregungen und Kritik!

Arkham Insiders Folge 44 – Hart Crane und Samuel Loveman

29.05.2015

Um H. P. Lovecraft besser zu verstehen, ist es wichtig, auch die Personen zu kennen, die sich in seinem Umfeld befanden. Man erfährt viel über Lovecraft durch die Einschätzung anderer, aber auch, wie Lovecraft seine Umgebung sah.

In diesem Zusammenhang unterhalten wir uns in dieser Episode über zwei sehr wichtige und sehr unterschiedliche Menschen: Hart Crane (1899 — 1932) und Samuel Loveman (1887 — 1976). Während Hart Crane einen Platz in der amerikanischen Literatur hat, wäre von Samuel Loveman kaum eine Spur geblieben, wäre er nicht mit Lovecraft befreundet gewesen.

Arkham Insiders Folge 45 – Lovecrafts weitere Reisen 1922

15.06.2015

Sommer und Herbst des Jahres 1922 sehen Lovecraft weiter auf Reisen. Von Mitte August bis Mitte Oktober bleibt er, aus Cleveland kommend, durchgängig in New York. Zu Anfang dieser Episode stellen wir uns allerdings die Frage: Wie konnte er sich diese ausgedehnten Trips leisten? Gründe dafür waren seine Anspruchslosigkeit einerseits sowie die Gastfreundschaft seiner New Yorker Freunde andererseits.

Das koloniale New York

Einen Großteil des Podcasts nehmen die kolonialen Attraktionen der Stadt am Hudson ein, die für Lovecraft ein Pflichtprogramm darstellten. Bis auf Queens lernt er alle Stadtbezirke kennen und sucht jeweils historische bedeutsame Orte und Gebäude auf (für eine Liste: siehe Shownotes). Zu Recht rühmt er seine Qualitäten als Stadtführer, und so verwundert es nicht, wenn seine Beschreibungen dieser Ortschaften so gut wie druckreif sind.

Kino und Antiquariate

Aber auch für andere Vergnügungen bleibt Zeit. Wir erwähnen einige Kino-Besuche sowie Visiten der Antiquariate auf der 59th Street (Manhattan), zu der sich Lovecraft überschwänglich äußert:

Die 59th Street ist mit Sicherheit des Zentrum des Universums aller Buchliebhaber.

Ein folgenschwerer Grabraub

Wenn auch die literarische Tätigkeit während dieser 2 Monate gering ist, so begeht Lovecraft doch einen „Grabraub“, der später der Auslöser für seine Erzählung „The Hound“ ist. Das stimmungsvolle Setting dieser Episode stellt der Kirchhof der Holländisch-reformierte Kirche in der Flatbush Avenue in Brooklyn dar. Mit einem Ausblick auf einen ebenfalls entscheidenden Trip an die Küste Massachusetts im Winter des Jahres verabschieden wir uns.

Arkham Insiders Folge 46 – Lovecraft in Marblehead

14.07.2015

In dieser Folge befassen wir uns ausgiebig mit einer ganz großen Liebe Lovecrafts – Marblehead. Wir tragen Wissenswertes rund um den idyllischen Küstenort in Massachusetts zusammen. Wie etwa, wann und unter welchen Umständen Lovecraft nach Marblehead gelangte. Wir unterhalten uns über herausragende Gebäude und darüber, wie er sie erlebte. Doch am Ende bleibt ein Hauch von Mysterium; denn das, was unseren Autor so obsessiv an das Städtchen fesselte, können auch wir lediglich nacherzählen. Ob die Arkham Insiders allerdings selbst schon einmal ähnlich starke Eindrücke von einer Stadt erfahren haben, – das und alles andere hört Ihr in dieser Episode. Viel Spaß dabei!

Arkham Insiders Folge 47 – Titania Medien feiern Jubiläum mit Lovecraft. Ein Interview mit Marc Gruppe

02.08.2015

2015 ist ohne Frage ein Lovecraft-Jahr. Anlässlich des 125. Geburtstages des Autors aus Providence finden viele Aktionen bzw. Würdigungen statt. Das nimmermüde Hörspiel-Label Titania Medien trifft mit der 100. Folge seiner erfolgreichen „Gruselkabinett“-Reihe genau den Nerv der Zeit: „Träume im Hexenhaus“ heißt die im Mai veröffentlichte CD und bietet eine schaurig-schöne Umsetzung der gleichnamigen Erzählung H. P. Lovecrafts.

Die Arkham Insiders haben die Gelegenheit genutzt, um mit Marc Gruppe von Titania Medien ein Gespräch zu führen. Er ist nicht nur gemeinsam mit Stephan Bosenius einer der Köpfe hinter dem Label, sondern zeichnet auch verantwortlich für die gelungenen Inszenierungen der literarischen Vorlagen.

Herausgekommen ist ein Interview, in dem Marc allerhand Wissenswertes über die Anfänge und den Werdegang von Titania Medien berichtet. Wie viel Sorgfalt, Liebe zum Detail – aber auch Anstrengungen – in der Produktion einer CD stecken: das erfahrt Ihr in diesem Podcast. Viel Spaß damit!

Arkham Insiders Folge 48 – Clark Ashton Smith 1/3 Biografie

16.08.2015

Dieser Podcast ist der Auftakt eines insgesamt 3-teiligen Features, in dem wir uns mit Clark Ashton Smith (1893 – 1961) auseinandersetzen. Lovecraft hatte das lyrische Werk des kalifornischen Autors 1922 kennengelernt – und war sofort für ihn und seine Dichtung eingenommen. Mit seiner üppigen, an Symbolismus und Décadence geschulten Sprache hatte Smith exakt den Nerv Lovecrafts getroffen. In der Folge begann eine bis zu Lovecrafts Tod andauernde Korrespondenz, die sich auch fruchtbar auf die Werke beider Schriftsteller auswirkte.

Wir beginnen mit der Biografie Smith’ – die bisweilen bemerkenswerte Ähnlichkeiten zu Lovecrafts Lebenslauf aufweist –, indem wir uns an Allan Gullettes Text „Clark Ashton Smith: The Sorcerer of Auburn“ orientieren. Zusätzlich greifen wir auf weiteres Material zurück. Zu allen Quellennachweisen: s. Shownotes.

Im 2. Teil des Features werfen wir dann einen Blick auf Smith’ Werk, das sich in mehrere Zyklen einteilen lässt. Der 3. und letzte Teil dient uns schließlich dazu, Gemeinsamkeiten zwischen Lovecraft und Smith herauszustellen.

Arkham Insiders Folge 49 – 125 Jahre H. P. Lovecraft

20.08.2015

Zu einem besonderen Geburtstag gehört auch ein besonderer Podcast. Der 20. August 2015 markiert den 125. Geburtstag H. P. Lovecrafts (1890 – 1937) und gleichzeitig den offiziellen Beginn der Arkham Insiders.

Aus diesem Anlass kam nun ein „literarisches Quartett“ zu einer gemeinsamen Feierstunde zusammen. Die Anregung stammte von den Podcastern und Rollenspielern Daniel Neugebauer und Markus Widmer. Daniel und Markus sind durch ihre Formate „System Matters“ bzw. den „Polyeder Podcast“ der RPG-Gemeinde seit langen Jahren ein Begriff. Gemeinsam mit Mirko hatten sie bereits 2010 – zum 120. Geburtstag – ein stimmungsvolles Podcast-Porträt Lovecrafts gezeichnet (seinerzeit veröffentlicht auf cthulhu.de). Als 2. Arkham Insider ist diesmal auch Axel mit von der Partie.

H. P. Lovecraft zum 125. – der Podcast

In diesem jüngsten Podcast nun forscht Mirko Lovecrafts eigener Einstellung zu seinem Geburtstag nach: Wie beging der Autor aus Providence diesen Tag, – und welchen Stellenwert maß er ihm bei? Konnte so ein menschliches Ereignis innerhalb der Gleichgültigkeit des Kosmos’ überhaupt eine Bedeutung haben?

Wie die Nachwelt dazu steht, das zeigt Axel, indem er den NecronomiCON Providence 2015 vorstellt. Das wohl wichtigste und größte Fest zu Ehren Lovecrafts geht diesmal in seine 2. Runde und findet vom 20. bis 23. August in Providence, Rhode Island statt.

Neben literarischer Kritik und Analyse spielt hierbei auch Lovecraft in der Popkultur eine Rolle. Diesem Phänomen widmet sich Markus anhand einer eindrucksvollen Liste von Spielen – allesamt mit Lovecraft-Bezug – und stellt die Frage: Ist Cthulhu überhaupt noch unheimlich? Eine anschließende Diskussion geht dem Gedanken nach, inwieweit der Autor Angst erzeugen wollte – und ob dieselbe mit all den Plüsch- und Spielzeugmonstern erfolgreich gebannt werden konnte.

Moderator Daniel eröffnet den Podcast und führt gekonnt durch das bunte Programm. Viel Spaß damit!

Arkham Insiders Folge 50 – Clark Ashton Smith 2/3 Werk

06.09.2015

Nachdem wir im letzten Podcast Clark Ashton Smith’ Leben kennengelernt haben, widmen wir uns diesmal seinem erzählerischen Werk. Dieses ist vor allem dadurch bekannt, dass es sich in diverse Zyklen aufteilt. Smith hat unterschiedliche Welten, Kontinente bis hin zu Planeten erfunden, auf denen er seine Storys spielen lässt. Daneben gibt es noch eine Fülle „normaler“ Horror-Erzählungen in einer vertrauten Erdatmosphäre.

Während Axel die prähistorische Welt Hyperborea vorstellt, hat Mirko sich auf Zothique und das in einem imaginären Südfrankreich angesiedelte Averoigne geworfen. Der Vollständigkeit halber erwähnen wir auch noch Xiccarph, den Mars und Poseidonis. Wir untersuchen, woher Smith die Ideen zu diesen Weltenschöpfungen bezog und welche Geschichten in ihnen angesiedelt sind. Auch Überschneidungen mit H. P. Lovecrafts „Cthulhu-Mythos“ klingen in diesem Podcast schon an, – werden dann aber im 3. Teil noch ausführlicher dargestellt.

Abgerundet wird diese Episode mit Mirkos Ausführungen zum Verhältnis von Clark Ashton Smith zu Hugo Gernsback. Einmal mehr erfahren wir: für die Pulps zu schreiben bedeutete hartes Brot bei unsicherer Gehaltslage … Viel Spaß beim Hören!

Arkham Insiders Folge 51 – Clark Ashton Smith 3/3 HPL und CAS

20.09.2015

Da wir nun einmal ein Lovecraft Podcast sind – kein Clark Ashton Smith Podcast – kommen wir notgedrungen zum abschließenden Teil unseres 3-teiligen Specials. Erwartungsgemäß widmen wir uns diesmal der Freundschaft zwischen Lovecraft und Smith.

Dass beide sich nie persönlich begegneten, ist bekannt. Ebenso, dass die beidseitige Wertschätzung außerordentlich groß war. Mirko lässt es sich nicht nehmen, einige der Lobeshymnen auf den kalifornischen Kollegen aus Lovecrafts Briefen vorzutragen. Wer schon immer der Meinung war, Lovecraft neige zu einem weitschweifigen Stil, – dem kann hier auch nicht geholfen werden. Diese wahrhaft kosmischen Komplimente können indes ruhig als bare Münze genommen werden. Sie zeigen, dass Lovecraft Smith zu gewissen Zeiten nahezu verehrte.

Axel nimmt uns dann noch einmal mit nach Hyperborea. Es ist die Welt, die als stärkstes Bindeglied zwischen dem Cthulhu-Mythos sowohl auf Smith’ als auch auf Lovecrafts Seite fungiert. Wir erwähnen einige der Erzählungen, die für dieses Phänomen typisch sind.

Abschließend lässt sich feststellen, dass wir mit Clark Ashton Smith ein weiteres faszinierendes Teil im Lovecraft-Puzzle kennengelernt haben. Beide Schriftsteller waren Meister ihr eigenen Klasse und haben das Genre der unheimlichen Phantastik im 20. Jahrhundert jeweils auf unnachahmliche Weise bereichert.

Arkham Insiders Folge 52 – Goodbye Amateurjournalismus

04.10.2015

Tatsächlich fangen wir nun damit an, den Abgesang auf Lovecrafts Engagement als Amateurjournalist zu singen. Es ist das Jahr 1923, in dem große Veränderungen anstehen. Unser „Einsiedler aus Providence“ geht auf weitere Erkundungsreisen entlang der Küste von Massachusetts und vertieft seine Beziehung zum neuenglischen Heimatboden. Für den Amateurjournalismus will er sich in diesem Jahr eigentlich nicht engagieren – doch es kommt anders. Die NAPA (National Amateur Press Association) will ihn zum Präsidenten! Lovecraft zögert, doch wird – einmal mehr – von weiblichen Argumenten niedergerungen. So nimmt er die Wahl zum Präsidenten in einer denkwürdigen Stunde im Kreis der Jury an.

Ein letztes Mal ruft er in seinen insgesamt 5 präsidialen Mitteilungen wortreich dazu auf, für die Belange des Amateurjournalismus einzutreten. Zwist will er vermeiden, das allgemeine Niveau heben. Er selbst geht mit gutem Beispiel voran und legt die letzten beiden Ausgaben seiner eigenen Publikation „The Conservative“ vor.

1923 ist auch das Jahr, in dem Lovecrafts Name erstmals in einem „richtigen“, gebundenen Buch auftaucht. Für seinen Kollegen, den greisen Dichter Jonathan Ethan Hoag (1831 – 1927), besorgt er eine Sammlung von dessen Gedichten und gibt das Werk heraus: „The Poetical works of Jonathan E. Hoag. With portrait and autograph of the author. Biographical and critical preface by Howard P. Lovecraft.“ Zu Ruhm und Geld gelangt er dadurch allerdings nicht. Für das Honorar, das Hoag ihm zahlt, ersteht Lovecraft auf eigene Rechnung 20 Ausgaben des Buchs …

Arkham Insiders Folge 53 – Unterstützt uns auf Patreon

05.10.2015

Wir laden Euch hiermit herzlich ein, den Arkham Insiders Podcast über unsere Patreon Kampagne zu unterstützen. Patreon: das ist eine Art Crowdfunding auf Dauer. Ihr habt die Wahl, ob Ihr uns mit 2, 5 oder 10 Dollar monatlich bezuschusst. Bereits ab einer monatlichen Spende von 5 Dollar revanchieren wir uns mit unserem limitierten und exklusivem Arkham Insiders Postkarten-Set.

Da wir Hintergründe und Prozedur ausführlich auf unserer Patreon Seite darlegen, verweisen wir Euch der Einfachheit halber direkt dorthin: https://www.patreon.com/arkhaminsiders

Und natürlich könnt Ihr Euch unser Anliegen hier als Podcast anhören. Wir bedanken uns schon jetzt für jede Hilfe! – Mirko und Axel

Arkham Insiders Folge 54 – Tourist par excellence

18.10.2015

Mit dieser Folge knüpfen wir noch einmal an Episode 46 (Marblehead) an. Die Entdeckung des malerischen Flecken an der Küsten von Massachusetts Ende 1922 hatte Lovecraft stark begeistert. So ließ er zu Beginn des Jahres 1923 mehrere Ausflüge in die Region folgen.

Wir unterhalten uns ausführlich über einen Besuche in Danvers – weiland Salem Village – im April 1923. Der Ort spielte in den Hexenprozessen von 1692 eine Rolle und auch Lovecraft konnte sich der gegenwärtigen, sicht- und fühlbaren Vergangenheit nicht entziehen. Wieder sind es Bauten aus der Kolonialzeit sowie des 18. Jahrhunderts, die ihn anziehen und beeindrucken.

Überhaupt zeigt er sich bis in den Herbst 1923 reiselustig, besucht erneut das Merrimac Valley und wandelt auf den Spuren des Quäkers, Abolitionisten und Dichters John Greenleaf Whittier (1807 – 1892). Daran schließt sich ein Trip nach Newburyport an.

Und immer wieder Marblehead. Es war Lovecraft ein Bedürfnis, möglichst auch seine Freunde in die Magie des Ortes einzuweihen. Doch nicht alle legten seinen Feuereifer an den Tag und konnten mit seiner Ausdauer und Begeisterung mithalten. Schließlich überschreiten wir die Grenze von Massachusetts nach New Hampshire und begleiten unseren Autor nach Portsmouth, – eine Stadt, die sich Lovecraft noch so zeigte, als sei die Zeit seit 200 Jahren stehengeblieben. Natürlich ist er hin und weg. Das gilt auch für die Abstecher in die Umgebung von Providence, die er im September mit James F. Morton unternimmt. Die Suche nach dem legendären „Dark Swamp“, einem gänzlich überwucherten und dem Tageslicht entzogenen Sumpf, bleibt leider erfolglos. Dafür kommen wir abschließend auf 2 Flecken zu sprechen, Chepachet und Pascoag, die nachher in der Erzählung „The Horror at Red Hook“ ihren Niederschlag finden sollten.

Arkham Insiders Folge 55 – Die Weird Tales Story

01.11.2015

Ob wir ohne die Weird Tales einen „anderen“ Lovecraft lesen würden? Wer kann das sagen? Fest steht, dass dieses bekannte Magazin für Weird Fiction Lovecraft zu dem Schriftsteller machte, den wir heute kennen. Nicht nur bot sich ihm hier ab 1923 eine Plattform für seine Erzählungen. Nach wiederholten Änderungswünschen von Cheflektor Farnsworth Wright begann Lovecraft, seine Geschichten ganz bewusst im Hinblick auf eine Veröffentlichung abzufassen. Auch die von Wright immer wieder geforderten Überarbeitungen formten schließlich das Werk, wie es nachher bekannt wurde. Im Deutschen orientierten sich die ersten Lovecraft-Übersetzungen an den Vorlagen aus den Weird Tales.

Entstehung und Umfeld der Weird Tales

In dieser Episode geben wir einen kurzen Überblick über die Bedingungen, die zu einem Magazin wie Weird Tales führten. Zu Recht trug es den Titel „The Unique Magazine“ – etwas Derartiges war vorher in der Welt der Pulps noch nicht dagewesen. Wir blicken zurück in das Jahr 1923, dem Entstehungsjahr der Weird Tales und schildern, wie Lovecraft seinen Weg in das Heft fand, was er veröffentlichte – und was nicht (aufgrund von Ablehnungen). Erfolgserlebnisse wechselten sich mit frustrierten Erfahrungen ab, so dass er auch nach Veröffentlichungsmöglichkeiten in anderen Magazinen Ausschau hielt.

Die Weird Tales nach Lovecrafts Tod

Mit Lovecrafts Tod im Jahr 1937 sank sein Stern nicht: eher trat das Gegenteil ein. August Derleth brachte immer wieder Stories von ihm im Heft unter bzw. überarbeitete Ideen und Entwürfe Lovecrafts zu eigenen Erzählungen des Cthulhu-Mythos. Eine treue, begeisterte Leserschaft hatte sich der Autor aus Providence eh während seiner aktiven Zeit aufgebaut. Doch begann sich ab den späten 1930ern, frühen 40ern auch der Nachwuchs zu regen. Schriftsteller wie Fritz Leiber oder Robert Bloch – Briefpartner Lovecrafts zu dessen Lebzeiten – ließen nun ebenfalls ihre Abenteuer und Phantasien in Weird Tales drucken.

That is not dead …

Bedingt durch den 2. Weltkrieg und ein verändertes Lese- und Konsumverhalten versanken die Weird Tales, wie viele andere Pulps, in den 1950ern zur Bedeutungslosigkeit. So ganz sind sie allerdings nie verschwunden. Versuche, das Magazin zu reaktivieren und am Leben zu erhalten, gab es über Jahrzehnte immer wieder. Heute namhafte Autoren unheimlicher Phantastik fanden hier ein Forum. Ramsey Campbell, Thomas Ligotti oder Brian Lumley führten von hier aus eine Tradition der Weird Fiction im englischsprachigen Raum fort und haben sich dabei immer wieder auf Lovecraft berufen.

Als Grundlage der Episode dient der Text „H. P. Lovecraft und die Weird Tales“, den Mirko gemeinsam mit Daniel Neugebauer (vom System Matters Podcast) verfasst hat.

Arkham Insiders Folge 56 – Ein Interview mit Jörg Kleudgen und Eric Hantsch

15.11.2015

Er ist einer der langlebigsten und populärsten literarischen Phantastik-Cons Deutschlands – der Buchmesse Convent, kurz BuCon genannt. Am 17.10.2015 fand diese illustre Veranstaltung bereits zum 30. Mal statt. Auch die Arkham Insiders haben es sich nicht nehmen lassen, der Convention in Dreieich bei Frankfurt einen Besuch abzustatten. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei Jörg Kleudgen und Eric Hantsch, beides altgediente Phantasten und rührige Autoren bzw. Herausgeber. Mit diesem Podcast präsentieren wir Euch ein Interview, das wir am 17. mit Jörg und Eric geführt haben.

Jörg Kleudgen, seit den 1990ern Inhaber der Goblin Press, hatte und hat als Herausgeber immer wieder – in der einen oder anderen Form – mit Lovecraft zu tun. Genannt seien etwa die jüngsten von ihm betreuten Reiseführer im Basilisk-Verlag, die sich mit einer Sammlung von Kurzgeschichten jeweils einem Ort des Lovecraft Country widmen. Es soll nicht verschwiegen werden, dass Mirko („Die Legenden des Friedhofs“) und Axel („Der Katzenschädel“) die Ehre hatten, mit je einer Story beim letzten Band „Ulthar – ein Reiseführer“ mitwirken zu dürfen. Mit Jörg Kleudgen selbst, Tobias Bachmann, Michael Dissieux, Michael Knoke, Vincent Voss, Felix Woitkowski und Arthur Gordon Wolf tummeln sich in dem Buch bekannte Namen der hiesigen Phantastik-Szene. Eine Historie sowie die Bibliografie von Jörgs Goblin Press findet Ihr in den Shownotes verlinkt. Freunde düsterer, musikalischer Klänge kennen Jörg natürlich auch als Sänger der Gothic-Band „The House of Usher“.

Eric Hantsch startete im Jahr 2010 mit „Cthulhu Libria“ (CL) ein Online-Fanzine, in dem er seiner Lovecraft-Begeisterung Ausdruck geben wollte. Rasch erweiterten sich inhaltlicher Rahmen und äußere Form. Da das Heft bis heute erscheint – mittlerweile als Print-Ausgabe – dürfen ihm mit Fug und Recht Ausdauer und Beliebtheit auf Seiten der Leserschaft konstatiert werden. CL (ab 2015: CL Neo) ist das journalistische Herzstück der deutschen Kleinverlags-Phantastik – hier finden sich all jene Vorlieben, die die konventionelle Verlagswelt erwartungsgemäß nicht befriedigen kann. Mittlerweile ist Eric auch als Herausgeber seiner eigenen Buchreihe tätig: der Edition CL. Hier präsentiert er vergriffene und besondere Werke deutscher Phantastik in bibliophiler Aufmachung und limitierter Auflage.

Kein Wunder, dass sich Jörgs und Erics Wege früher oder später kreuzen mussten: Die gemeinsamen Interessen führten zu gemeinsamen Projekten. Nähere Einblicke in dieselben gibt Euch der Podcast, – viel Spaß beim Hören.

Arkham Insiders Folge 57 – Lovecraft at midnight: Andrew Leman

06.12.2015

Gleich mit ihren beiden legendären Lovecraft-Verfilmungen war die H. P. Lovecraft Historical Society (HPLHS) beim diesjährigen Braunschweig International Film Festival vertreten: The Call of Cthulhu (2005) und Whisperer in Darkness (2011). Über die Veranstaltung, insbesondere die 5-tägige Lovecraft at Midnight-Reihe haben wir bereits berichtet (Link s. shownotes).

Wir freuen uns sehr, dass wir an dieser Stelle ein Interview mit dem Regisseur, Designer, Schauspieler, Sprecher … Tausendsassa Andrew Leman präsentieren können. Das Gespräch hat Axel in Braunschweig geführt und damit – unbewusst – eine Tradition der Arkham Insiders aufgegriffen. Tatsächlich hatte Mirko bereits 2011 ein schriftliches Interview mit Andrew für cthulhu.de gemacht.

Diesmal machen wir keine großen Worte, – hört Euch am besten selbst an, was Mr. Leman zu seinem Werdegang, seinen Filmen und Plänen zu berichten hat. Viel Vergnügen!

Nachtrag: Autsch! Die von mir erwähnte Story „The Horror of the heights“ stammt von Arthur Conan Doyle und nicht von H. G. Wells :) [Axel]

Arkham Insiders Folge 58 – Merry Christmas, Mr. Lovecraft. Weihnachtsfolge 2015

20.12.2015

H. P. Lovecraft und das Kino – mochte er es oder mochte er es nicht? In dieser Episode erfahren wir, dass seine Einstellung zum Medium Film ambivalent war. Handelte es sich um Adaptionen literarischer Stoffe, war er Abweichungen und Verkürzungen gegenüber sehr ungnädig. Lovecraft hat die Geburt des Horrorfilms hautnah miterlebt und Klassiker wie „Das Phantom der Oper“ (1925), „Dracula“ (1931) und „Frankenstein“ (1931) gesehen. Dass er dennoch kein bedingungsloser Fan des Genres war, zeigen seine kritischen Äußerung zu den letzten beiden Streifen. Ein anderer Film – „Berkeley Square“ (1933), eine Zeitreisen-Romanze – fand sein größtes Gefallen. Daneben ließ er sich auch Genres wie Historien- oder Kriegsfilme („Cleopatra“, 1934; „All Quiet on the Western Front“, 1930) nicht durch die Lappen gehen. Besonders während seiner New Yorker Zeit war Lovecraft ein regelmäßiger Kinogänger, – wenn er auch oftmals von Freunden und Bekannten mehr oder weniger „mitgeschleppt“ wurde.

Mit diesem Podcast beenden wir das Jahr 2015 – und bedanken uns bei allen Freundinnen und Freunden der Arkham Insiders fürs Zuhören, Mitmachen und Unterstützen. Frohe Weihnachten und einen guten Start 2016! Axel und Mirko

Arkham Insiders Folge 59 – Die Arkham Insiders in Bredevoort

17.01.2016

Diesmal präsentieren wir wieder einmal ein Crossposting sowohl als Arkham Insiders als auch als SIGMA 2 Foxtrot. Es ist ein ungewöhnlicher Podcast, weil er vorrangig nichts mit H. P. Lovecraft oder dem SF oder Phantastik-Genre zu tun hat. Gleichwohl geht es um ein Thema, das gewissermaßen unser täglich Brot darstellt: Bücher.

Im September 2015 unternahmen wir einen Trip ins niederländische Bredevoort, unweit der Stadt Bocholt gelegen. Bredevoort hat sich einen Namen als Bücherstadt gemacht, in dem Zusammenhang steht es in einer Reihe mit Orten wie dem walisischen Hay-on-Wye oder dem bergischen Langenberg. Mirko, der zum Zeitpunkt des Besuchs noch selber Buchhändler war, hatte Bredevoort in den 2000er Jahren entdeckt – und schätzen gelernt. So war es nur logisch, dass wir diesen charmanten Flecken einmal gemeinsam aufsuchten.

Was wir erlebt und welche Bücher wir gefunden haben: davon berichtet dieser Podcast. Doch auch die Menschen hinter den Büchern kommen nicht zu kurz. Mit Rainer Heeke vom Bücher Mammut, einem der rührigen Bookinisten Bredevoorts und Ton Vincent vom Horus Huiskamertheatertje haben wir Interviews geführt, die wir Euch hiermit ebenfalls präsentieren. Viel Spaß beim Anhören!

Arkham Insiders Folge 60 – Andreas Hartung und Dunwich Orchestra: Die Farbe aus dem All

07.02.2016

„Die Farbe aus dem All“ ist eine illustrativ-musikalische Adaption der gleichnamigen Lovecraft-Erzählung. Dahinter stecken der Berliner Comiczeichner und Illustrator Andreas Hartung und seine Begleitmusiker „The Dunwich Orchestra“. Die Adaption sieht eine Aufteilung der Geschichte in 5 einzelne Videos (Kapitel) vor, in denen Andreas' Zeichnungen mit dem düsteren Sound der Band unterlegt werden. Zurückhaltende Animationen bringen Bewegung in den Ablauf, der allerdings bewusst langsam und intensiv inszeniert wird. Die Macher selbst sprechen von einer „ Dark Doom Drone Picture Show in Slow“.

Als Appetizer erschien im Herbst 2015 das 1. Video und machte die Runde auf diversen Film-, Comic- und Nerdstuff-Plattformen im Internet, in Berlin gab es eine öffentliche Vorführung. Flankierend startete auf indigogo eine Crowdfunding-Kampagne mittels derer die Arbeit an den restlichen Videos finanziert werden sollte.

Daniel Neugebauer von der deutschen Lovecraft Gesellschaft und Axel haben sich mit Andreas Hartung zu einer Skype-Session getroffen. Wir wollten wissen, wie sich die Kampagne in den Monaten seit ihrem Start entwickelt hat und was Unterstützer und Freunde des Projekts 2016 erwartet. Wie es bei Andreas und seinen Kollegen weitergeht und worauf wir uns freuen dürfen – das hört ihr in diesem Podcast.

Vielen Dank an Daniel (mehr von ihm auf seinem System Matters Podcast) fürs Schneiden der Folge.

Arkham Insiders Folge 61 – Arthur Machen 1/2 Leben und Werk

21.02.2016

1923 – was für ein Jahr! Lovecraft kommt nach Marblehead, beginnt für die Weird Tales zu schreiben und macht eine literarische Entdeckung: Mit dem walisischen Dichter Arthur Machen (1863-1947) tritt ein Einfluss in Lovecrafts Leben, dessen Wirkung nicht überschätzt werden kann. Von Machen wird Lovecraft später die Idee der im Verborgenen agierenden Kulte übernehmen, die durch Zeiten und Räume hinweg miteinander in Verbindung stehen und den Menschen – wenn überhaupt – nur stichprobenartige Einblicke in ihr verderbliches Treiben gewähren.

Machen war durch und durch ein Original und es ist kein Wunder, dass der sensible Träumer und Phantast in Lovecraft eine besondere Seite zum Klingen brachte. Basierend auf Lovecrafts Ruhm kam auch Arthur Machen in den letzten Jahrzehnten verstärkte Aufmerksamkeit zu; in Deutschland etwa kann das Publikum auf eine 6-bändige Werkausgabe des Piper-Verlags zurückgreifen.

Wie es bei den Arkham Insiders schon Tradition ist: Wir beginnen mit dem Menschen Arthur Machen, stellen seine Biografie vor, gefolgt von einem Blick auf sein Schaffen. In einem 2. Podcast widmen wir uns schließlich Machens Einfluss auf Lovecraft und seinem Beitrag zum Cthulhu-Mythos.

Arkham Insiders Folge 62 – Arthur Machen 2/2 Lovecraft und Machen

06.03.2016

Euch sind 25 Minuten Podcast zu wenig? Dann haben wir hier mal wieder eine umfangreichere Folge, und zwar den 2. Teil unseres Arthur Machen Specials. Wie im 1. Teil angekündigt, untersuchen wir diesmal das Verhältnis zwischen Arthur Machen und H. P. Lovecraft.

Zum Einstieg stellt Mirko Machens 1902 erschiene Literaturtheorie Hieroglyphics vor, ein Werk, das den Begriff der Ekstase als Schlüsselbegriff verwendet. Ekstase im Sinn von Zauber, Schönheit, Verehrung, Mysterium sowie der Sehnsucht nach dem Unbekannten, – zweifelsohne typische Merkmale von Machens phantastischer Literatur.

Lovecraft, der Hieroglyphics kannte, stimmte nicht mit allem überein. Zustimmung erhielt jedoch Machens Theorie, dass bedeutende Literatur nicht dem Mainstream angehören könne. Noch spannender sind die unterschiedlichen Herangehensweisen an Themen wie Wissenschaftsgläubigkeit, Skeptizismus und Mystik. Hier prallen Lovecraft der knallharte Materialist und Machen der neo-romantische Mystiker aufeinander. Ein Exkurs über Pseudowissenschaft und Prä-Astronautik (Louis Pauwels und Jacques Bergier) verdeutlicht, wie Arthur Machen posthum in der Hinsicht wahrgenommen wurde.

Die Stärke des walisischen Dichters war es, einen konstanten Zustand der Spannung und ein Gefühl der Beklemmung aufrechtzuerhalten. Wo und in welchen Punkten wir recht exakte Inspirationen für Lovecrafts Stories finden, ist ebenfalls Bestandteil des Podcasts. Hier nennen wir etwa The Call of Cthulhu, The Dunwich Horror und Cool Air. Im Übrigen sind sich beide Autoren in einer Anthologie recht nahe gekommen: Die 1929 veröffentlichte Sammlung Beware after Dark enthielt sowohl Lovecrafts The Call of Cthulhu als auch Machens The Novel of the White Powder. Ob aber Machen von seinem Verehrer aus Providence wusste, das ist nicht bekannt. Dafür finden wir natürlich in dessen Briefen reichlich Material zu Machen, hier hat Mirko einige schöne Zitate zusammengestellt.

Ganz zum Schluss gönnen wir uns einen Schlenker in Richtung – aufgepasst – Franz Kafka. Wir folgen damit den verborgenen Strängen, die Lovecraft mit dem Prager Schriftsteller verbinden, auch wenn diese Stränge nicht aus einer gegenseitigen Bekanntschaft oder offensichtlichen Werknähe resultierten.

Arkham Insiders Folge 63 – Deutsche Lovecraft Hörbücher und Hörspiele 1/2

03.04.2016

H. P. Lovecraft in den deutschen Audiomedien – darunter fallen alle Hörbücher/Lesungen, Hörspiele, Radiobeiträge und Podcasts. Nils Gampert aus Hannover hat zu dem Thema recherchiert und eine Diskografie erstellt, die er im Rahmen der Arkham Insiders in einem 2-teiligen Podcast vorstellt.

Mit Titania Medien steht zu Recht eine der bekanntesten Produktionsfirmen am Anfang des 1. Teils. Sie bedürfen wohl keiner weiteren Vorstellung an dieser Stelle; stattdessen verweisen wir auf das Interview, das wir bereits 2015 mit Marc Gruppe von Titania Medien geführt haben. Es folgen noch einige bekannte Namen, bis Nils sich schließlich zu den tendenziell unbekannten Beiträgen herantastet. Wir sind sicher, dass er sowohl für eingefleischte Lovecraft-Fans als auch für erprobte Hörspiel-Freunde noch manche Überraschung zutage gefördert hat!

Dreht sich in diesem 1. Teil alles um klassische und experimentelle Hörspiele, kommen im 2. Teil Hörbücher, inszenierte Lesungen sowie Radiobeiträge und Podcasts zu Wort. Beide Parts werden von umfangreichen Shownotes begleitet, die Euch die wesentlichen Informationen zu den erwähnten Produktionen an die Hand geben.

Arkham Insiders Folge 64 – Deutsche Lovecraft Hörbücher und Hörspiele 2/2

17.04.2016

H. P. Lovecraft Hörbücher, Radio- und Podcastbeiträge. Darum dreht sich alles im 2. Teil unseres Specials zu Lovecraft in den deutschen Audiomedien.

Die von vielen geschätzten Hörbücher von LPL Records machen den Anfang. Von dort tastet sich unser Experte Nils Gampert weiter in das Dickicht lovecraftscher Klangwelten. Einmal mehr kommt er dabei nicht um Yellow King Productions herum. Ihre stimmungsvolle Dagon-Vertonung präsentieren wir mit einem kurzen Sample. Und mit dem Ruf des Dämon/Orchester der Schatten darf natürlich auch eine weitere hoch gelobte Produktion nicht fehlen.

Auch das Internet bietet Hörenswertes in Sachen Lovecraft. Hier hat Nils einen Querschnitt durch einige kostenlose Angebote zusammengestellt.

Ebenfalls im Netz vorhanden: Radiofeatures und Podcasts. Von den kommerziellen Sendeanstalten bis hin zum Deep Red Radio nimmt Nils euch mit auf einen cthulhoiden Streifzug. Es ist uns gelungen, einen der ältesten Radiobeiträge im deutschen Radio (SWR) aufzutun, in dem der Name H. P. Lovecraft fällt. Also, reist mit uns ins Jahr 1970 – und von dort wieder zurück in die Gegenwart! Kritik, Anregungen, Fragen: Wie immer gerne gesehen in den Kommentaren, bei Twitter oder Facebook.

Arkham Insiders Folge 65 – Muriel E. und C. M. Eddy, jr.

01.05.2016

In unserem Podcast sprechen wir ja immer wieder über Freunde und Wegbegleiter Lovecrafts, die manchmal nicht nur großen Einfluss auf sein Leben und Schreiben hatten, sondern die auch von ihm beeinflusst und gefördert worden sind. Diese Freunde sind für Lovecrafts Biografie sehr wichtig, denn sie zeigen nicht nur, dass der Einsiedler nicht ganz so einsiedlerisch war, wie gelegentlich behauptet wurde, sondern durch diese Freunde stellen wir häufig fest, dass er sie für sein intellektuelles Leben brauchte. Das tat er nicht nur schriftlich, mit seinen zahlreichen Briefen, sondern eben auch oft in Person. Natürlich am liebsten in seiner Heimstadt Providence.

Wir wollen uns heute über das Ehepaar Muriel Elizabeth und Clifford Martin Eddy, jr. aus Providence unterhalten. Der kleine Text, das Gedicht, das wir anfangs gehört haben, stammt von Muriel Eddy und heißt im Original „Gates Close To Sunset“. Wir widmen uns kurz den Biografien der Familie Eddy, wobei C. M. Eddy, jr. die umfangreichere Biografie hat, sprechen über ihre Beziehung zu Lovecraft und am Ende werden wir versuchen, ihre Bedeutung für Lovecraft und sein Leben zu untersuchen.

Herzlichen Dank an Tina von der Deutschen Lovecraft Gesellschaft e. V. für das Einsprechen von Muriel Eddy's Gedicht Tore nahe am Sonnenuntergang (Gates Close To Sunset).

Nachtrag: Wir erwähnen im Podcast Jim Dyer und seinen Verlag Fenham Publishing, der Erinnerungen und Stories der Eddy's herausgibt. Im Vorfeld der Aufnahme hatten wir Mr. Dyer kontaktiert. Konkret ging es um die Frage, ob Lovecraft bereits vor 1923 Kontakt mit den Eddy’s hatte. Die Antwort, die dies bestätigt, kam zu einem Zeitpunkt, zu dem wir die Aufnahme schon im Kasten hatten. Freilich möchten wir sie Euch nicht vorenthalten – hier ist Jim Dyer's Mail vom 9.3.2016:

My name is Jim Dyer and the Eddy's are my Grandparents (my Mom's parents). Lovecraft did have contact with my Grandparents before 1923. They corresponded quite a bit even though they lived a few miles apart before they actually met face to face. One of the correspondences we have is a letter from Lovecraft dated September 21, 1918 to my Grandparents regarding the United Amateur Press Association which he signed as the Director.

Thank you for the kind words regarding my Grandmother's memoirs of Lovecraft. I remember my grandparents reminiscing about Lovecraft and Houdini quite a bit when I was younger.

Thank you once again for contacting me and your interest in my Grandparents.

All the best, Jim Dyer

Arkham Insiders Folge 66 – Lovecraft im Wandel

15.05.2016

Die Hochzeit mit Sonia Greene im März 1924 markiert einen entscheidenden Wendepunkt in Lovecrafts Leben. Dies gilt vor allem für den Umzug von Providence nach New York. Notgedrungen wird er 2 Jahre lang in der Stadt bleiben – um sie dann mit spürbarer Erleichterung wieder verlassen zu können.

Bis es soweit ist, werden noch viele Podcasts der Arkham Insiders vergehen. In dieser Folge werfen wir noch einmal einen Blick auf Lovecrafts literarisches Selbstverständnis zu Beginn der 1920er Jahre. T. S. Eliot, James Joyce oder James Branch Cabell waren Autoren, die den literarischen Zeitgeist repräsentierten. In der Auseinandersetzung mit ihnen musste Lovecraft über seinen Schatten springen und sein geliebtes 18. Jahrhundert überwinden. Dass er durchaus nicht nur rückwärtsgewandt war, zeigt die Beschäftigung mit Sigmund Freud oder Albert Einstein. Wissenschaftler, die auch ein H. P. Lovecraft nicht ignorieren konnte.

„Der Einsiedler aus Providence“ im Spannungsfeld der Moderne. Das von Mirko vorgetragene Zitat zu Beginn des Podcasts zeigt, dass hier Dinge in Bewegung geraten sind. Lovecraft löst sich von bisherigen Verhaltensweisen, öffnet sich neuen Ansichten und kommt bisweilen zu erstaunlichen Synthesen zwischen seinen Idealen und seiner Umgebung. Gleichwohl wird die New Yorker Zeit, mit der wir uns ab Episode 67 beschäftigen werden, zur persönlichen Zerreißprobe für ihn.

Arkham Insiders Folge 67 – Die Lovecraft-Filme des Sascha Alexander Renninger

05.06.2016

Mit einiger Verzögerung präsentieren wir Euch ein Interview mit dem Drehbuchautor, Regisseur und Designer des gefeierten Lovecraft-Films Shadow Of The Unnamable: Sascha Alexander Renninger.

Wir standen zwar schon länger in Kontakt mit Sascha, doch ergab sich erst vor kurzem die Möglichkeit zu diesem Gespräch. Dafür unterhalten wir uns ausführlich über den erwähnten Streifen sowie den kurz vor der Vollendung stehenden nächsten Film Fragment 1890. Natürlich geht es auch allgemein um H. P. Lovecraft und vor allem um Saschas persönlichen Zugang zur literarischen Vorlage.

Wie im Podcast erwähnt, wurde eine limitierte Auflage von DVDs des Films produziert (s. Artikelbild). Wenn Ihr Euch noch eine Kopie sichern möchtet, schreibt Sascha direkt an: den Kontakt findet Ihr auf der in den Shownotes gelisteten Film-Webseite.

Arkham Insiders Folge 68 – A City of Wonder: Lovecraft in New York

19.06.2016

Mit dieser Episode eröffnen wir den immer mal wieder angekündigten New York-Komplex. Das ist durchaus kein zu hochgestochener Begriff. Wenn Lovecraft auch nur rund 2 Jahre in der Stadt bleiben sollte, wirkte sich dieser Aufenthalt doch tiefgreifend auf seine Persönlichkeit und sein Werk aus. Wie sein Freund W. Paul Cook sagte: „Er ging durchs Feuer und kam als pures Gold heraus“.

Wir nehmen Euch noch einmal mit auf eine Reise zurück ins Jahr 1922: Lovecraft kommt erstmals in die rührige Metropole und lässt sich geschlagene anderthalb Monate Zeit, um gemeinsam mit Freunden die kolonialen Sehenswürdigkeiten unter die Lupe zu nehmen. Auch Kino, Theater und Bookshops spielen eine Rolle bei der Freizeitgestaltung. Nicht zu vergessen: die Freundschaft zu Sonia festigt sich und führt schließlich zur Hochzeit – was dann das Thema des Arkham Insiders Podcasts Nr. 69 werden wird.

Das Besondere an der vorliegenden Folge: Wir lassen Lovecraft größtenteils selbst zu Wort kommen und stellen seine Briefe vor, die er während dieses Trips an die Tanten nach Providence schrieb. Mit einem Auszug aus seiner Erzählung „He“ sowie Lord Dunsanys „A City of Wonder“ präsentieren wir Euch eindrucksvolle literarische Annäherungen an den „Big Apple“.

Arkham Insiders Folge 69 – Lovecrafts Hochzeit

03.07.2016

Dank der rührigen Lovecraft-Forschung der letzten Jahrzehnte konnten einige Mythen um den Autor aus Providence entschleiert werden. Eines der größten Rätsel jedoch bleibt bestehen – nämlich das um seine Hochzeit. Sonia und er hatten es verstanden, ihre dahingehenden Pläne über einen Zeitraum von mehreren Monaten (wenn nicht gar Jahren) geheim zu halten. Dementsprechend fielen Freunde und Familie aus allen Wolken, als das frisch verheiratete Paar im Anschluss an die Hochzeit am 3. März 1924 den Schleier lüftete. Eines der interessantesten Dokumente ist Lovecrafts Brief vom 9. März an seine Tante Lilian. In diesem Schreiben eröffnet er ihr – nach einer ganz allgemeinen Einleitung – Stück für Stück, dass er nun dauerhaft in New York wohne und zwar gemeinsam mit seiner Frau Sonia.

In diesem Podcast unterhalten wir uns über die fein eingefädelte Verschwiegenheitstaktik namentlich Lovecrafts Tanten gegenüber. Auch seine Freunde lassen wir zu Wort kommen, – und natürlich Lovecraft selbst sowie Sonia. Zum Schluss erwähnen wir eine hübsche Anekdote um ein verlorengegangenes Manuskript für Weird Tales – und was dieses mit den Flitterwochen der Lovecrafts zu tun hatte …

Arkham Insiders Folge 70 – Lovecraft und Sonia in New York

17.07.2016

Nach ihrer Hochzeit gehen Sonia und Lovecraft daran, sich ihr gemeinsames Heim in der Parkside Avenue einzurichten. Vor allem der Schriftsteller muss sich Gedanken machen, wie er seinen Lebensunterhalt bestreiten will. Ein Angebot für einen verantwortungsvollen Posten von Weird Tales scheint genau zur rechten Zeit zu kommen …

Außerdem berichten wir, was es mit „Lovecrafts Tochter“ auf sich hat. Viele werden von deren Existenz bisher noch nichts gewusst haben. Und natürlich handelt es sich nicht um seine leibliche Tochter – nichtsdestoweniger um eine interessante Frau.

Es tut sich was an allen Ecken und Enden in diesem Jahr 1924, das erwartungsvoll beginnt. Mit fortschreitender Zeit werden wir jedoch sehen, dass die junge Ehe schon bald auf eine Bewährungsprobe gestellt wird. Doch wird dies erst das Thema des folgenden Podcasts sein. Bis dahin, – viel Spaß beim Hören!

Arkham Insiders Folge 70 – Lovecraft und Sonia in New York

17.07.2016

Nach ihrer Hochzeit gehen Sonia und Lovecraft daran, sich ihr gemeinsames Heim in der Parkside Avenue einzurichten. Vor allem der Schriftsteller muss sich Gedanken machen, wie er seinen Lebensunterhalt bestreiten will. Ein Angebot für einen verantwortungsvollen Posten von Weird Tales scheint genau zur rechten Zeit zu kommen …

Außerdem berichten wir, was es mit „Lovecrafts Tochter“ auf sich hat. Viele werden von deren Existenz bisher noch nichts gewusst haben. Und natürlich handelt es sich nicht um seine leibliche Tochter – nichtsdestoweniger um eine interessante Frau.

Es tut sich was an allen Ecken und Enden in diesem Jahr 1924, das erwartungsvoll beginnt. Mit fortschreitender Zeit werden wir jedoch sehen, dass die junge Ehe schon bald auf eine Bewährungsprobe gestellt wird. Doch wird dies erst das Thema des folgenden Podcasts sein. Bis dahin, – viel Spaß beim Hören!

Arkham Insiders Folge 71 – Die Illusionen sind zerstört

31.07.2016

„Die Illusionen sind zerstört“ fasst Mirko am Ende dieses Podcasts die Geschehnisse des Jahres 1924 zusammen. Mit diesem Fazit verraten wir hier keine Überraschung; gleichwohl ist es interessant zu sehen, wie sich das Leben der Lovecrafts nach der Blitz-Hochzeit gestaltete: Sonia zehrte von ihren Ersparnissen und Lovecraft bemühte sich verzweifelt um einen Job. Als seine Gattin erkrankt, scheint das Unglück vollkommen. Doch mit bemerkenswerter Ruhe führt Lovecraft sein Leben fort, trifft sich mit Freunden und unternimmt vor allem ausgedehnte Spaziergänge durch das „alte New York“. Nun gehen wir aber schon ins Detail – das soll jedoch dem Podcast vorbehalten bleiben. Viel Spaß beim Hören!

Arkham Insiders Folge 72 – 90 Jahre Der Ruf des Cthulhu

20.08.2016

Ihr habt vielleicht gemerkt, dass wir einmal mit dem Podcast ausgesetzt haben. Der Grund dafür (neben einer minimalen Sommerpause) ist die heutige Episode, mit der wir Euch etwas ganz Besonderes präsentieren möchten.

Na klar, zum einen steht der 126. Geburtstag H. P. Lovecrafts an, das allein ist schon Grund zum Feiern. Daneben blicken die Arkham Insiders immerhin auch schon auf 3 Jahre kontinuierliches Podcasten im Dienste des „Meisters“ zurück (remember unseren 1. Podcast am 20. August 2013). Doch der Hauptgrund für das diesmalige Special ist der 90-jährige Geburtstag von Lovecrafts populärster Story: The Call of Cthulhu – Der Ruf des Cthulhu. Tatsächlich brachte er die Niederschrift im August/September 1926 zu Papier (auch wenn die Veröffentlichung erst 2 Jahre später erfolgte).

Extra für dieses Ereignis machen wir eine Ausnahme im Ablauf und widmen uns dem Inhalt sowie der Entstehung von „Der Ruf des Cthulhu“. Doch machen wir das nicht allein. Wir freuen uns, Euch mit Ricarda (Video- und andere Spiele) und Nils (Hörbücher/Hörspiele) 2 Gäste und Experten bieten zu können, die die Episode mit ihren jeweiligen Beiträgen bereichern, herzlichen Dank dafür!

Statt weiterer Worte: Start frei für die große Geburtstagsfeier „90 Jahre Der Ruf des Cthulhu“! Viel Spaß beim Hören! Und wenn Ihr mögt: Ihr wisst, dass wir uns immer über Kommentare freuen … ;)

Arkham Insiders Folge 73 – Der Kalem Club

18.09.2016

Treue Hörerinnen und Hörer werden vielleicht wissen, was sich hinter dem KALEM Club verbirgt. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben der Namen der Mitglieder, alle mit K, L und M beginnend (Kirk u. Kleiner, Lovecraft, Leeds, Loveman u. Long, McNeil u. Morton). Unter dieser Bezeichnung existierte der Club von 1924/25 bis etwa 1927 in New York und war das wichtigste Standbein von Lovecrafts sozialem Leben (seine Ehe ausgenommen). Mit seinem Weggang aus der Stadt erlosch das Club-Leben denn auch allmählich.

Die erwähnten Mitglieder könnte man als intellektuelle Bohème bezeichnen, die ihre Zeit mit ausgedehnten Spaziergängen und literarischen Gesprächen verbrachten. Da wir Samuel Loveman und Rheinhart Kleiner schon früher vorgestellt haben, widmen wir uns in dieser Folge Arthur Leeds, Everett McNeil und George Kirk. Letzterer hat über die Zeit ein Tagebuch geführt, aus dem wir auszugsweise Einträge präsentieren.

Im kommenden Podcast bringen wir weitere Aussagen und Selbstzeugnisse der einzelnen KALEM-Mitglieder über die Club-Jahre und natürlich über H. P. Lovecraft. Bekrönt wird dieser New York-Teil mit einem abschließenden Special über Frank Belknap Long.

Arkham Insiders Folge 74 – Der Kalem Club erinnert sich an Lovecraft

09.10.2016

Den New Yorker KALEM Club hatten wir bereits kennengelernt. Jener Zirkel literarischer Bohemiens, dessen Zentrum – jedenfalls aus heutiger Sicht – H. P. Lovecraft bildete. Dank seines Nachruhms blieb auch die Erinnerung an die übrigen Mitglieder gewahrt: Autoren und Büchermenschen, über die wir andernfalls heute nur noch wenig wüssten. Um so interessanter ist es, ihre persönlichen Erinnerungen an den Club und vor allem an Lovecraft zu lesen.

In diesem Podcast präsentieren wir Memoiren von James F. Morton, Rheinhart Kleiner, Samuel Loveman und Wilfred B. Talman. Gewissenhafte Hörerinnen und Hörer werden eine wichtige Person vermissen: Frank Belknap Long. Keine Bange, ihm werden wir uns in einer eigenen Folge ausgiebig widmen. Long zählt in literarischer Hinsicht zu den interessantesten KALEMs. Da auch der Festa Verlag ihn bereits wiederholt auf Deutsch veröffentlicht hat, halten wir eine solche Konzentration für angebracht. Dieser folgende Podcast wird dann auch das Kapitel um den Club beschließen, auch wenn wir sicherlich immer mal wieder auf ihn und seine Vertreter zu sprechen kommen werden. Einstweilen – viel Vergnügen mit dieser Episode.

Arkham Insiders Folge 75 – Lovecraft 1925 in New York

23.10.2016

Anfang des Jahres 1925 treffen wir Lovecraft in der 169 Clinton Street in Brooklyn an. Der gemeinsame Haushalt mit Sonia wurde bereits Ende 1924 schon wieder aufgelöst, nachdem sie einer Anstellung nach Cincinnati gefolgt war.

In den ersten Monaten scheint Lovecraft sein altes Leben weiter zu führen: er trifft sich mit den Kalem Club-Mitgliedern zu Diskussionen und ausgedehnten Spaziergängen. Doch zum Frühling hin stellen wir eine Wandlung fest. Er sehnt sich nach intellektuellen Auszeiten und Stunden, die er alleine verbringen möchte. Im Mai erleidet er eine schweren Schlag: während er in seinem Appartement schläft, wird in den angrenzenden Raum eingebrochen. Der oder die Diebe verschonen Bücher und Andenken aus Providence – allerdings nehmen sie fast seine gesamte Kleidung in Form von Anzügen mit, außerdem einen Koffer von Sonia sowie ein Radio von Samuel Loveman, das dieser Lovecraft zur Aufbewahrung überlassen hatte. Lovecraft, notorisch klamm, kann sich nicht ohne weiteres neue Anzüge kaufen und muss nun streng mit einem dünnen, blauen Sommeranzug und einer Flanell-Hose haushalten. Die meiste Zeit über sitzt er zu Hause im Nachthemd und spart sich die Benutzung der Ausgeh-Garderobe für wichtige Anlässe auf.

Wir erleben nun den Beginn der Phase, in dem New York für ihn zur „Pest-Zone“ werden wird. Seine Niedergeschlagenheit und Frustration nehmen zu, er wird jeglichen Spaß an der Stadt verlieren. Erst die Rückkehr nach Providence im darauf folgenden Jahr wird dieses düstere Kapitel beenden. Bis dahin haben wir aber noch einige Folgen vor uns – viel Vergnügen beim Hören!

Arkham Insiders Folge 76 – Lovecraft im Sommer 1925

13.11.2016

Obwohl sich Lovecraft vornimmt, sozial etwas kürzer zu treten, kommt es im Sommer 1925 zu vielen Aktivitäten in New York. Nicht nur Sonia und die Kalems nehmen ihn in Beschlag, auch ein Besuch von Alfred Galpins Ehefrau hält ihn auf Trab. Dabei möchte er tatsächlich mehr Zeit für sich haben: zum Lesen und Schreiben. Letzteres verfolgt er jedenfalls in geeigneten Momenten. In dieser Episode beispielsweise werden wir Zeuge, wie die Story „He“ („Er“) entsteht und die ersten Pläne zum „Call of Cthulhu“ („Der Ruf des Cthulhu“) geschmiedet werden …

Arkham Insiders Folge 77 – Weihnachtsfolge 2016

24.12.2016

Zu Recht erwarten die Arkham Insiders (Hörer wie Podcaster) im Dezember den traditionellen Weihnachts-Podcast. Nun, hier ist er. Dass es zu diesem Thema nach wie vor viel zu sagen gibt, möge die Episode denn auch verdeutlichen.

Nach unserem (ebenfalls obligaten) Jahresrückblick nehmen wir uns diesmal Weihnachtsgedichte von H. P. Lovecraft vor. Davon gibt es über 100 Stück. Von diesen haben wir uns eine Handvoll herausgegriffen und … nein, keine Bange: nicht selbst vorgetragen! Dafür konnten wir unsere Freunde und Podcaster Scott D. Danielson (A Good Story is Hard to Find, SFFaudio) and Jesse Willis (SFFaudio) gewinnen. Und die beiden haben einen tollen Job gemacht, vielen Dank dafür! Im Anschluss an ihre Vorträge besprechen wir dann die jeweiligen Gedichte. Diese findet Ihr übrigens in den Shownotes verlinkt.

Happy Solstice, Merry X-Mas, frohe Weihnachten – wie es Euch beliebt. Kommt gut ins neue Jahr, wir hören uns 2017! Mirko u. Axel

Arkham Insiders Folge 78 – Frank Belknap Long

15.01.2017

Frank Belknap Long mag nicht ganz das literarische Format eines Clark Ashton Smith oder Robert E. Howard erreicht haben. Vielmehr produzierte er als professioneller Autor fleißig und routiniert Stories für die unterschiedlichen Genres und Zielgruppen. Als einer der langjährigsten und engsten Freunde H. P. Lovecrafts nimmt er jedoch innerhalb des Lovecraft-Kreises eine besondere Stellung ein. Während Lovecrafts Zeit in New York sahen sich die beiden regelmäßig; und auch in den Briefen an seinen jungen Freund Long zeigt Lovecrafts sich von großer Offenheit.

Mit Frank Belknap Long präsentieren wir daher eines der wichtigsten Mitglieder des Kalem Clubs. Zu ihm hielt Lovecraft auch nach seiner Rückkehr nach Providence stetigen Kontakt. Immer wenn er mal wieder in New York weilte, durfte auch ein Treffen mit "Sonny" nicht fehlen. In diesem Podcast werfen wir einen Blick auf Longs Leben und stellen exemplarisch einige seiner Erzählungen vor, vor allem die, die dem Cthulhu-Mythos zuzurechnen sind. Im kommenden Podcast dann hören wir, was Long "in his own words" zu seinem Mentor zu sagen hatte. Dafür werden wir auf einige autobiografische Schriften zurückgreifen, die aufgrund der erwähnten intensiven Freundschaft von großem Wert für die Lovecraft-Forschung sind.

Arkham Insiders Folge 79 – Frank Belknap Long Teil 2

29.01.2017

Im 2. Teil unseres Specials zu Frank Belknap Long greifen wir auf 3 autobiografische Texte zurück:

Howard Phillips Lovecraft: Dreamer on the Nightside ist im Herbst 2016 in deutscher Übersetzung beim Festa Verlag erschienen: Ein Buch, dass wir Euch vorstellen und empfehlen – ohne indes zu viel daraus zu verraten. Die beiden anderen Texte liegen uns im englischen Original vor und sind nicht so leicht zu ergattern bzw. nur noch antiquarisch.

Frank Belknap Longs Lovecraft-Erinnerungen sind deshalb so wichtig, weil beide eine jahrelange Freundschaft verband. Eine Freundschaft, die in vielen Treffen und gemeinsamen Unternehmen ihren Ausdruck fand. Von daher dürfen wir Longs Schilderungen zum größten Teil glauben. Nicht ganz unproblematisch ist freilich, dass sie in den vorliegenden Formen erst Jahrzehnte nach Lovecrafts Tod entstanden. So lässt den Chronisten hin und wieder die Erinnerung im Stich. Dass er von einem subjektiven, sehr wohlwollenden Standpunkt aus berichtet – das ist nachvollziehbar und wirft ein freundliches Licht auf Lovecraft. Allerdings entstehen dabei Widersprüche zu anderen Beschreibungen Lovecrafts, die sich nicht immer eindeutig klären lassen. Wie auch immer: Innerhalb des Lovecraft-Kreises nimmt Frank Belknap Long eine unersetzliche Stelle ein, weshalb wir es auch für gerechtfertigt hielten, ihn in 2 Podcasts zu präsentieren.

Arkham Insiders Folge 80 – Lovecraft im Herbst 1925

12.02.2017

In diesem rund einstündigen Podcast begleiten wir Lovecraft durch Spätsommer und Herbst 1925. Seine finanziell angespannte Lage erfährt nun eine weitere Verschärfung: sinkende Temperaturen. Noch immer fehlt es ihm an einem wintertauglichen Anzug; außerdem pflegt Mrs. Burns, seine Vermieterin, die britische Angewohnheit des „Unterheizens“. So sehen wir denn den armen Poeten in der Clinton Street in Decken eingemummelt hocken, vor Kälte kaum in der Lage, die Feder zu führen.

Abwechslung bringen vermeintlich banale Dinge wie Spazierengehen, Treffen mit den Kalem-Mitgliedern oder der Imbiss beim Lieblingsitaliener. Doch sind es gerade diese Ereignisse und Routinen, die Lovecraft nicht völlig verzweifeln lassen. Als er dann endlich einen Winteranzug für einen unerhört niedrigen Preis ersteht, kennt seine Freude kein Halten mehr. Außerdem:

Viel Spaß bei Podcast Nr. 80 wünschen Euch die Arkham Insiders Mirko und Axel.

Arkham Insiders Folge 81 – Es wird kalt in New York

05.03.2017

Treue Hörer des Arkham Insiders-Podcasts wissen, dass Lovecraft jeden Cent zweimal (oder dreimal) umdrehen musste, bevor er ihn ausgab. Seine chronische Geldknappheit verschärfte sich in New York – fern der Tanten – zusätzlich. So haben wir ihn bereits bei der Suche nach einem neuen Anzug begleitet; ein Kauf, den er in dem dazugehörigen Brief ausführlich schildert.

Auch in der vorliegenden Episode widmen wir uns des Themas. Mirko berichtet von diversen Shopping-Touren Lovecrafts im Herbst und Winter 1925. Noch immer aktuell: seine Unzufriedenheit mit der Wohnung 169 Clinton Street. Stein des Anstoßes ist vor allem die Vermieterin Mrs. Burns, auch als „die Gorgone“ beschimpft. Sauberkeit und Heizung lassen unter ihrem Regime sehr zu wünschen übrig. Dazu ein Nachbar, der Lovecraft nicht ganz geheuer ist.

Bei all dem soll nicht verschwiegen sein, dass es im Schriftsteller Lovecraft bereits kräftig gärt. Immer wieder werden Ideen zu „The Call of Cthulhu“ erwähnt, daneben erblicken andere, heute allseits bekannte Erzählungen in jenen Tagen das Licht der Welt: „The Tomb“ (Weird Tales, Januar 1926) oder „In The Vault“ (Tryout, November 1925).

Wir verbleiben mit dem Ausblick, dass sich die New Yorker Periode dem Ende zuneigt. Dass heißt auch für unseren Podcast, dass wir uns vorerst von der intensiven Arbeit mit den Briefen Lovecrafts verabschieden werden.

Arkham Insiders Folge 82 – Lovecraft in Brooklyn

19.03.2017

Das Maß ist voll! Lovecraft verlässt die Pest Zone, wie er New York getauft hat. Wie angekündigt, beenden wir mit diesem Podcast das (leidige) Kapitel seines Aufenthalts in der großen Stadt.

Immerhin ist nicht alles schlecht: Vor allem die Arbeit an dem Essay Supernatural Horror in Literature empfindet Lovecraft geradezu als Entspannung. Dass er sich im multikulturellen New York nicht mehr wohlfühlt, und dass er auch die Treffen der Kalems teilweise meidet, auf diese Umstände kommen wir hier auch noch einmal zu sprechen.

Irgendwann in der 2. Märzhälfte 1926 dann der Wendepunkt. Vorausgegangen ist offensichtlich ein Brief von Tante Lillian (über den wir nicht verfügen), in dem sie ihn auffordert, nach Providence zurückzukehren. Im Anschluss daran kreisen seine Gedanken natürlich beständig um diese Heimkehr.

Der Titel des Podcasts ist an den gleichnamigen Song der Band The Mountain Goats angelehnt. Die Lyrics dieses Songs schildern die Einsamkeit, Verwirrung und Verzweiflung eines Menschen in New York – Lovecraft in Brooklyn.

Arkham Insiders Folge 83 – Lovecraft und M. R. James

09.04.2017

Während der Arbeit an dem Essay Supernatural Horror in Literature (Das Grauen in der Literatur) entdeckt Lovecraft den britischen Autor M. R. James. Schnell lernt er das Werk des „Meisters der modernen Gespenstergeschichte“ schätzen und widmet ihm in seiner Arbeit einen langen Absatz. Diese literarische Entdeckung aus dem Jahr 1925 stellt einen der Höhepunkte aus Lovecrafts New Yorker Zeit dar.

Wir wollen daher die Ära nicht beenden, ohne uns nicht in einem eigenen Podcast M. R. James gewidmet zu haben. Dabei stellen wir seinen Lebenslauf kurz vor und werfen einen Blick auf seine Stories, die er zu Lebzeiten in 4 Bänden veröffentlicht hat. Natürlich interessieren uns die Gemeinsamkeiten ebenso wie die Unterschiede zwischen Lovecraft und James. Obwohl letzterer ein geschickter Verfasser der Gruselgeschichte war, fehlte ihm das kosmische Element, wie es für Lovecraft so typisch ist. Dessen ungeachtet hat es die Geschichte Count Magnus in Lovecrafts Liste seiner 10 liebsten unheimlichen Erzählungen geschafft.

Arkham Insiders Folge 84 – Lovecraft zurück in Providence

01.05.2017

Schneller als geahnt findet sich für Lovecraft eine Lösung, wie er dem ungeliebten New York entfliehen kann. Wahrscheinlich von Familie Long über die desolate Lage ihres Neffen informiert, macht Tante Lillian Lovecraft das Angebot, zurück nach Providence zu kehren. Schon während der Rückkreise kennt seine Begeisterung keine Grenzen mehr. Zuhause angekommen, bessert sich seine allgemeine Laune und höchst zufrieden beginnt er, sein neues Domizil in der Barnes Street einzurichten.

In der Folgezeit hat Lovecraft einen Kreativitätsschub wie niemals zuvor oder danach. Wir sprechen (kurz) einige der Stories an, die er im Sommer und Herbst des Jahres 1926 verfasst. Daneben erwähnen wir weitere Versuche, die allgemeine finanzielle Lage zu verbessern. Uns steht nun eine Zeit bevor, in der wir der Entstehung seines Hauptwerks beiwohnen werden. Providence wird Lovecraft – von Reisen und Kurztrips abgesehen – bis zu seinem Tod nicht mehr verlassen.

Arkham Insiders Folge 85 – Lovecraft im Schreibrausch 1926/1927

14.05.2017

Nach seiner Rückkehr nach Providence stürzt Lovecraft sich mit Feuereifer in die Arbeit. Zwischen 1926 und 1927 entstehen innerhalb weniger Monate Stories, die heutzutage jedem Lovecrafter-Leser ein Begriff sind: Pickman’s Model (September 1926), The Dream-Quest of Unknown Kadath (Januar 1927), The Colour Ouf of Space (März 1927) – um nur drei zu nennen.

Schließlich nimmt er auch seine Reisetätigkeit wieder auf. Allein oder zusammen mit Freunden besucht er die Bundesstaaten Massachusetts, New Hampshire und Vermont. Zwei wichtige Freunde müssen erwähnt werden: August Derleth und Donald Wandrei, die später in ihrem Verlag Arkham House die ersten, richtigen Bücher Lovecrafts herausbringen werden. Beide hatte Lovecraft noch 1926 kennengelernt und zu beiden entstand eine langjährige Beziehung.

Arkham Insiders Folge 86 – Lovecraft 1928

04.06.2017

Lovecraft findet in Providence nicht nur zu einem produktiven Schreibrythmus zurück. Von hier aus startet er auch einige Exkursionen, die sich ebenfalls inspirierend auf die Schriftstellerei auswirken. Mit wem er 1928 zusammen gearbeitet hat, wo er überall veröffentlicht wurde und wohin er gereist ist – hört Ihr in diesem Podcast.

Arkham Insiders Folge 87 – Lovecrafts Travelogues

02.07.2017

Zugegeben: Lovecrafts Output an Weird Fiction fällt mager aus zwischen den Jahren 1928 und 1930. Er schreibt The Dunwich Horror und The Whisperer in Darkness. Daneben betätigt er sich als Ghostwriter, zum Beispiel für Zealia Brown Reed Bishop (The Mound u. a.).

Doch kann man ihm für den besagen Zeitraum keine Untätigkeit vorwerfen. Denn Lovecraft reist viel – und hält seine Beobachtungen und Erlebnisse in umfangreichen Beschreibungen fest. Diese sogenannten Travelogues schmückt er mit klangvollen, altertümlichen Titeln: An Account of a Trip to the Antient Fairbanks House, in Dedham, and to the Red Horse Tavern in Sudbury, in the Province of the Massachusetts-Bay oder An Account of Charleston, in His MajTY’S Province of South-Carolina.

In diesem Podcast zeichnen wir Lovecrafts Spuren in New York, Virginia, South Carolina, Neuengland bis hinauf nach Kanada nach. Eins wird klar: Mit diesen teils wochenlangen Trips wird einmal mehr die Vorstellung vom „Einsiedler von Providence“ widerlegt. Wie Mirko richtig bemerkt: Das widerlegen nicht wir, sondern das tat Lovecraft selbst. Freilich: Er selbst war auch nicht ganz unschuldig an der Mythenbildung vom „Stubengelehrten“ und „Zimmermenschen“ …

Arkham Insiders Folge 88 – Lovecraft zwischen George Santayana und Robert E. Howard

16.07.2017

In diesem Podcast werfen wir einen Blick auf Lovecrafts intellektuelle Entwicklung zu Beginn der 1930er Jahre. Dabei ergibt sich eine interessante Mischung aus Oswald Spenglers Der Untergang des Abendlandes, Einstein’scher Relativitätstheorie und der Lehre des spanischen Philosphen George Santayana. Mirko weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass nicht immer ganz klar ist, was und wie viel Lovecraft davon tatsächlich gelesen – und verstanden hat.

Im zweiten Teil des Podcasts beschäftigen wir uns mit neuen Bekanntschaften und Brieffreunden aus jener Zeit. Zu den schillerndsten Personen aus dem Lovecraft-Kreis gehört sicherlich Robert E. Howard, der Erfinder von Conan dem Barbaren. Auch wenn wir schon einige Howard-Impressionen zum Besten geben, fehlt uns an dieser Stelle der Raum, um ganz in die Tiefe und Breite zu gehen. Sprich, wir werden wohl irgendwann noch einmal ein Special zu dem muskelbepackten und hochsensiblen Schriftsteller aus Texas machen.

Arkham Insiders Folge 89 – Lovecrafts tropische Reisen

30.07.2017

Lovecrafts Vorliebe für ein wärmeres Klima musste ihn wohl zwangsweise in immer südlichere Gefilde führen. Für manche vielleicht überraschend: Aber tatsächlich bereiste er nicht nur Südstaaten wie Virginia oder Mississippi, sondern sogar das sonnige Florida. Dort spürte er dem Geist der Vergangenheit in einer der ältesten Städte des Landes nach: St. Augustin.

Neben den obligaten Reisen stellen wir aber auch wieder einige von Lovecrafts Geschäftspartnern, Kollegen und Freunden vor. Am interessantesten ist dabei vielleicht der Komponist Harold S. Farnese (1885 – 1945), der 2 Sonette von Lovecraft vertont hat (s. auch Shownotes) und ihn gar für ein Opern-Projekt gewinnen wollte.

Arkham Insiders Folge 90 – Happy Birthday H. P. Lovecraft 2017

20.08.2017

Der 90. Podcast der Arkham Insiders. Mittlerweile sind wir im Jahr 1933 angekommen: Lovecraft bezieht mit Tante Annie ein neues Heim: 66 College Street (heute 65 Prospect). Ein Gebäude ganz nach seinen Vorstellungen, erbaut etwa um 1820. Es wird das letzte Haus sein, das er bewohnt.

Anfang, Mitte der 1930er Jahre ist Lovecraft aber auch zu einer Leitfigur der Weird Fiction geworden und kann schon auf eine kleine aber feine Schar von Anhängern und Kollegen zurückblicken. Vor allem jüngere Schriftsteller trachten danach, in seine Fußstapfen zu treten (prominente Beispiele: Robert Bloch und August Derleth). Von einem seiner jüngsten Freunde ist hier auch die Rede: Robert H. Barlow. Wir berichten von einem legendären Besuch bei Barlow und seiner Familie in Florida im Sommer 1934. Barlow freilich wird uns – als literarischer Nachlassverwalter Lovecrafts – noch einmal gesondert beschäftigen.

Ansonsten bleibt uns noch, wie stets um die Zeit des Jahres, nichts anderes übrig, als einen Geburtstag zu feiern – eine erfreuliche Pflicht, die der Podcast mit sich bringt: Happy Birthday H. P. Lovecraft!

Arkham Insiders Folge 91 – Das Ende naht

03.09.2017

Im letzten Podcast noch Lovecrafts Geburtstag gefeiert … und nun: Das Ende naht. Ja, liebe Insiders, es ist tatsächlich so. Mit der nächsten Episode (92) beschließen wir das Kapitel H. P. Lovecraft. Vielen Dank an alle, die uns bisher begleitet haben. Wir werden weitermachen. Womit, das dürfte treuen Hörerinnen und Hörern des Podcasts klar sein. Allen anderen sei geraten, die Ohren offen zu halten. Bis bald, Eure Arkham Insiders Mirko und Axel

Arkham Insiders Folge 92 – RIP H. P. Lovecraft

31.10.2017

Es ist ja klar, dass alles irgendwann zu einem Ende kommt. Hiermit, mit Folge 92 des Arkham Insiders Podcasts, sind wir am Ende des Lebens von H. P. Lovecraft angekommen. Ein langes Leben ist es bekanntlich nicht gewesen. Dass wir dennoch auf 92 Episoden gekommen sind, liegt natürlich an der Qualität dieses Daseins – das oft mühsam war, das aber auch reich an Begegnungen, Eindrücken und Inspirationen. Dass ein vergleichsweise schmales Werk wie das von Lovecraft so eine posthume Strahlkraft entwickelt hat, das spricht am Ende für diesen Menschen und sein Schriftstellertum.

Noch einmal vielen Dank an alle, die uns bisher in welcher Form auch immer begleitet und uns unterstützt haben. Bleibt dran. Eure Arkham Insiders.

Arkham Insiders Folge 93 – Blick zurück und nach vorn

05.11.2017

An dieser Stelle erlauben wir uns einen Blick zurück, – der natürlich gleichzeitig ein Blick nach vorn ist. Wir sind zwar weit davon entfernt, ein Lebenswerk hinter uns zu haben, aber ein kurzes Luftholen nach 4 Jahren Arkham Insiders sei uns gestattet.

Dass es auch nach Lovecrafts Tod mit den Arkham Insiders weitergehen würde, war ja eh klar. Hier nun also einige Ausblicke, wie wir uns das Ganze für die nächste Zeit denken. Die Episode ist bewusst als zwanglose Plauderei gestaltet und wir behalten uns wie immer kleine Änderungen vor ;).

Also, auf die nächsten 4 Jahre Arkham Insiders!

Arkham Insiders Folge 94 – Merry Christmas, Mr. Lovecraft. Weihnachtsfolge 2017

24.12.2017

Auch wenn sich die Arkham Insiders erst im kommenden Jahr Lovecrafts Erzählungen zuwenden – seine Schriftstellerei sowie alle damit verbundenen Tätigkeiten sind seit jeher Bestandteil unseres Podcasts. Was meinen wir mit den „damit verbundenen Tätigkeiten“? Eben dieser Frage spüren wir in der vorliegenden Episode gezielt nach, die „Lovecraft und das Schreiben“ zum Thema hat.

Welche Umgebung bevorzugte Lovecraft, um sich eine angenehme Schreibatmosphäre zu schaffen? Welches Mobiliar benutzte er und wie sahen seine Arbeitsgeräte – Stift, Papier, Maschine … – aus? Dann interessiert uns natürlich auch der Schreibprozess als solcher. Vielleicht wissen viele Hörer gar nicht, dass Lovecraft sehr genaue Vorstellungen davon hatte – und diese auch mit seinen Brieffreunden und Kunden teilte. Anhand seiner Notizen und variierenden Entwürfe können wir uns teilweise ein gutes Bild davon machen, wie seine Geschichten entstanden.

Mit diesem 5. Weihnachtspodcast beenden wir das Arkham Insiders-Jahr 2017 und sogleich unsere 1. Staffel, in der wir uns (so gut wie) ausschließlich Lovecrafts Biografie gewidmet hatten. Wir bedanken uns bei allen Hörerinnen und Hörern, die uns auf welche Art auch immer unterstützt haben und unterstützten. Frohe Weihnachten und für 2018 alles Gut, Eure Arkham Insiders Mirko und Axel.

Arkham Insiders Folge 95 – Lovecrafts literarischer Nachlass

28.01.2018

Bereits kurz nachdem H. P. Lovecraft verstorben war, begann ein Tauziehen um seinen literarischen Nachlass. In einer Art „letzter Wille“ (genannt „Instructions in Case of Decease“, allerdings kein gültiges Testament) hatte Lovecraft 1936 Robert H. Barlow als seinen literarischen Nachlassverwalter bestimmt. Dieser (nachdem er persönliche Dokumente der Brown-Universität in Providence übergeben hatte) gab den Posten an August Derleth und Donald Wandrei ab, die extra den Verlag Arkham House gründeten, um Lovecrafts Werk in Buchform herauszubringen.

Das erste Ergebnis war 1939 der Sammelband „The Outsider and others“. Fortan betrachteten sich Derleth und Wandrei als diejenigen, die das Copyright auf Lovecrafts literarische Werke besaßen. In welcher Form sie ihre Rechte wahrten und kontrollierten, worauf sich ihre Ansprüche begründeten und noch einiges mehr – all dies erfahrt Ihr in diesem Podcasts, den wir zwischen die Biografie und das Werk geschaltet haben. Ein interessantes, wenn auch verzwicktes Thema, um in das Jahr 2018 zu starten!

Arkham Insiders Folge 96 – Lovecrafts Juvenilia

11.02.2018

Wir haben alle lange auf diesen Zeitpunkt gewartet – nun ist er da: Die Arkham Insiders wenden sich Lovecrafts Erzählungen zu. Schätzungsweise legen wir gleich mit einer Überraschung los, denn seine Jugendwerke aus der Zeit zwischen 1898 und 1902 sind sehr unbekannt. Ob sie von großem literarischen Wert oder Einfluss sind, dass lassen wir dahingestellt. Aber natürlich ist es interessant zu sehen, wie der spätere Meister des Kosmischen Horrors seine Laufbahn begonnen hat … Die Stories, die wir hier unter die Lupe nehmen sind:

  1. The Little Glass Bottle (Die kleine Glasflasche)
  2. The Mystery of the Grave-Yard; or, "A Dead Man's Revenge": A Detective Story (Das Rätsel des Friedhofs oder Die Rache des Toten)
  3. The Secret Cave, or John Lees Adventure (Die geheime Höhle oder John Lees Abenteuer)
  4. The Mysterious Ship (Das geheimnisvolle Schiff)

Arkham Insiders Folge 97 – The Beast in the Cave und The Alchemist

25.02.2018

Wir glauben ja, dass wir mit dem letzten Podcast – Lovecrafts juvenile Schreibversuche – einige Leute überrascht haben. Ganz einfach deswegen, weil diese Sachen doch sehr unbekannt sind. Auch wenn die beiden Geschichten, die wir diesmal besprechen, chronologisch folgerichtig sind – wer hat sie schon auf dem Schirm? Die Rede ist von „The Beast in the Cave“ (1905) sowie „The Alchemist“ (1908). Beide Stories können ebenfalls als Frühwerke angesehen werden, vor allem jedoch die erste. Dennoch: Wir finden hier schon unverkennbar lovecraftsche Züge; Inhalte und Stilmittel, die der Schriftsteller während seines ganzen literarischen Schaffens beibehält bzw. weiterentwickelt. Eben diese Erkenntnis macht die beiden Erzählungen auch heute noch so lesenswert.

Arkham Insiders Folge 98 – The Tomb

11.03.2018

9 Jahre – so viel Zeit liegt zwischen „The Alchemist und „The Tomb“, der Erzählung, der sich die Arkham Insiders diesmal zuwenden. Mit „The Tomb“ („Das Grab“) nahm Lovecraft 1917 das Schreiben unheimlicher Phantastik wieder auf, nachdem er sich einige Zeit als Lyriker und Amateurjournalist versucht hatte. Wie wir sehen, ist die Story durchaus mehr als nur ein Achtungserfolg. „The Tomb“ stellt gleich mehrere Weichen, die fortan in Lovecrafts Schaffen bedeutungsvoll sein werden. Trotz ihres Alters von gut 100 Jahren ist „The Tomb“ eine (man verzeihe den Ausdruck) herzerwärmende Erzählung!

Arkham Insiders Folge 99 – Dagon

25.03.2018

Dagon wird gerne als Prototyp o. ä. sowohl zu The Call of Cthulhu als auch zu The Shadow over Innsmouth angesehen. Tatsächlich skizziert Lovecraft hier erstmals eindrücklich, was ihm als Konzept des sogenannten kosmischen Horrors vorschwebt. Der beschworene Schrecken, der sich so unvermittelt aus dem Meeresboden erhebt, ist schon ganz anderer Natur als noch in der kurz zuvor geschriebenen Erzählung The Tomb.

Gleichwohl liegt die Betonung bei Dagon auf dem Wort Skizze, denn Storyline und Plot sind freilich äußerst dünn. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass das kurze Garn auf einem Traum Lovecrafts basiert: Ganz klar steht die Schilderung eines bestimmten Eindrucks im Vordergrund und weniger eine gut ausgetüftelte, unterhaltsame Erzählung. Was der Faszination, die Dagon ausstrahlt, natürlich keinen Abbruch tut.

Arkham Insiders Folge 100 – A Reminiscence of Dr. Samuel Johnson und Sweet Ermengarde

08.04.2018

100. Folge der Arkham Insiders! Statt einer Feier gibt es business as usual. Na ja, fast. Denn es trifft sich doch gut, dass wir uns ausgerechnet in diesem Podcast zwei der ungewöhnlichsten Stories vornehmen, die H. P. Lovecraft je geschrieben hat. Sie gehören wohl auch deswegen zu seinen unbekanntesten, stehen sie doch außerhalb der Weird Fiction-Tradition- oder Klassifizierung (und das, nachdem er schon The Tomb und Dagon zu Papier gebracht hatte).

A Reminiscence of Dr. Samuel Johnson huldigt in einer kleinen, scherzhaften Plauderei einem von Lovecrafts Vorbildern des 18. Jahrhunderts. Dabei tischt er einige Anekdoten auf, die der offiziellen Literaturgeschichte unbekannt sein dürften … Einen ganz anderen Stoff packt Lovecraft in Sweet Ermengarde an. Hier versucht er sich tatsächlich an einer verzwickten Romanze um eine (mehr oder weniger) unschuldige Farmerstochter aus Vermont. Da wir beide Texte ausführlich im Podcast beleuchten, können wir uns hier weitere Worte sparen. Wir sagen nur noch so viel: Lovecraft hatte es faustdick hinter den Ohren!

Arkham Insiders Folge 101 – Polaris

22.04.2018

Polaris, 1918 verfasst, lässt erstmals eine Ahnung davon aufkommen, was Lovecraft mit dem kosmischen Horror vorschwebte: Ein Himmelskörper nimmt Einfluss auf das menschliche Schicksal und entscheidet über Sieg oder Niederlage. Der etwas poetische Stil sowie die an Lord Dunsany erinnernde Atmosphäre der Story lassen an den Einfluss des Letzteren denken. Doch ist es eine bekannte Tatsache, dass Lovecraft erst, nachdem er Polaris zu Papier gebracht hatte, den irischen Schriftsteller „entdeckte“. Ebenso wahr ist es jedoch auch, dass er eben aufgrund von Polaris auf Dunsany hingewiesen wurde. Am Ende kann man bei Beiden jedenfalls Edgar Allan Poe als gemeinsamen Nenner feststellen.

Worüber wir uns sonst noch Gedanken gemacht haben, erfahrt ihr in diesem 101. Podcast der Arkham Insiders. Viel Spaß damit!

Arkham Insiders Folge 102 – Beyond the Wall of Sleep

13.05.2018

Mit Beyond the Wall of Sleep (dt. Jenseits der Mauer des Schlafs) aus dem Jahr 1919 wandelt Lovecraft weiter auf Traumpfaden. Ein Weg, den er schon mit „The Tomb“, stärker noch mit „Polaris“ eingeschlagen hatte. Auch der ambitionierte Astronom Lovecraft kommt hier noch einmal zu Wort. So erscheint die kurze Geschichte wie eine esoterische Mischung aus Traumfantasie und Sternenkunde. Im Mittelpunkt steht ein primitiver Hinterwäldler, der in einer Traumexistenz über einen ungleich höher gestellten und veredelten Geist verfügt. Was es damit auf sich hat, – und warum wir meinen, dass die enthaltenen guten Ideen nicht immer einwandfrei zünden – erfahrt Ihr im Arkham Insiders Podcast Nr. 102.

Arkham Insiders Folge 103 – The Transition of Juan Romero

03.06.2018

The Transition of Juan Romero (Der Übergang/Das Verschwinden des Juan Romero) aus dem Jahr 1919 ist eine von Lovecrafts schwächeren Erzählungen. Mit diesem Urteil betreiben die Arkham Insiders keine Blasphemie, im Gegenteil: Wir wissen einige Elemente der Story sehr zu schätzen und sehen hier (wie schon so häufig) viel von dem angelegt, was Lovecrafts später perfektionieren wird. Etwa ein Kontinente übergreifendes System von Geheimlehren, das Auftreten längst vergangener Zivilisationen und natürlich die obligatorischen Schrecken aus den Tiefen der Erde.

Dennoch wirkt The Transition of Juan Romero unausgegoren oder auch nicht richtig zu Ende erzählt. So wirft die Handlung einige Fragen auf – über die wir uns in diesem Podcast (wohl vergeblich) den Kopf zerbrechen. Interessant ist, dass Lovecraft, selbstkritisch wie er war, die Geschichte lange Jahre unter Verschluss hielt. Letztendlich aber haben wir es hier nur mit einer kleinen Abweichung auf dem Weg hin zu einem größeren Werk zu tun …

Arkham Insiders Folge 104 – The White Ship

17.06.2018

Das Meer, der Vogel, die Blume … alles Begriffe mit einem unverkennbaren Symbolgehalt. Doch ist es natürlich nicht irgendein Meer, irgendein Vogel oder irgendeine Blume, mit denen sich die Arkham Insiders beschäftigen. Auf der heutigen Agenda steht H. P. Lovecrafts Das weiße Schiff (The White Ship). Diese kurze Erzählung aus dem Jahr 1919 verrät einen deutlichen Einfluss von Lord Dunsany, speziell seiner fantasievollen Flußfahrt Im Land des Yann (Idle Days on the Yann). Allerdings hat Lovecraft das Grundthema der Schiffsreise (hin zu einem unbekannten Ziel) im Sinne einer Allegorie gestaltet. So erscheint denn auch kein Ort, keine Figur und kein Phänomen in Das weiße Schiff zufällig oder willkürlich. Die Aussage, zu der der Schriftsteller am Ende der Reise kommt, fällt erwartungsgemäß düster aus.

Doch zuvor gibt es noch einen kleinen, durchaus humoristischen Nachtrag: Lovecrafts weitestgehend unbekannte Kurzgeschichte Old Bugs, – eine gut gemeinte, templerenzerische Warnung an seinen Freund Alfred Galpin …

Arkham Insiders Folge 105 – The Street

01.07.2018

Anfang September 1919 trat die Bostoner Polizei in einen Streik, es ging um die Anerkennung ihrer Gewerkschaft sowie die Verbesserung von Löhnen und Arbeitsbedingungen. Teile der Öffentlichkeit und der Presse sahen darin einen bolschewistischen Vorstoß, die streikenden Polizisten als Deserteure und Agenten im Auftrag Lenins. Auch Lovecraft schloss sich der allgemeinen Missbilligung an. Seine darauf hin entstanden kurze Erzählung The Street nimmt unverhohlen Bezug auf die Ereignisse dieses Streiks. Eine im Prinzip interessante Idee – die Entwicklung einer einzelnen Straße im Lauf der Jahrhunderte – geriet dem Autor jedoch zu einer platten Parabel über die vermeintlichen Bedrohungen von Einwanderern, die Gefahr des Bolschewismus sowie das befürchtete Übel des Fortschritts. So finden denn auch die Arkham Insiders wenig Positives in der Geschichte, die im Gesamtwerk Lovecrafts wohl zu den unbrauchbarsten gehören dürfte – gerade hinsichtlich seiner Entwicklung als Schriftsteller.

Arkham Insiders Folge 106 – The Doom that came to Sarnath

29.07.2018

Das Verderben, das über Sarnath kam (The Doom that came to Sarnath) ist die Geschichte über Aufstieg und Fall einer prähistorischen Zivilisation. Stilistisch und motivisch orientiert sich Lovecraft in der 1919 verfassen Story an Lord Dunsany. So ist man geneigt, sie dem Traumlande-Zyklus, zumindest am Rande, einzuordnen; jedenfalls ist es eine von Lovecrafts Fantasy-Stories mit einigen wenigen Horror-Elementen, die wir im vorliegenden Podcast hoffentlich anschaulich herausgearbeitet haben …

Arkham Insiders Folge 107 – The Statement of Randolph Carter

12.08.2018

Die Aussage des Randolph Carter (The Statement of Randolph Carter) ist ein verdienter Klassiker im Œuvre Lovecrafts. Zugegeben, das trifft auf sehr viele Geschichten zu. Aber diese Story ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Vor allem deshalb, weil Lovecraft hier eine interessante Art der Kommunikation gewählt hat, mittels derer er den Inhalt transportiert. Zum anderen speist sich die sogenannte Aussage aus mehreren realen Quellen und Personen … doch bevor wir zu viel ausplaudern, wünschen wir einfach viel Kurzweil mit diesem Arkham-Insiders-Podcast.

Arkham Insiders Folge 108 – The Terrible Old Man

26.08.2018

Warum meiden die Bewohner von Kingsport den alten Mann, der inmitten von seltsamen, exotischen Mitbringseln sein einsames Dasein fristet? Ist es, weil er mit jahrhundertealten Goldmünzen bezahlt? Oder weil er Flaschen mit Bleipendeln im Inneren hortet und diese Flaschen namentlich anredet? Wie auch immer – von all diesen Geschichten scheinen die drei Ganoven nichts zu wissen, die sich eines Nachts aufmachen, um den Alten um seinen (vermeintlichen) Schatz zu bringen …

Der schreckliche alte Mann (The Terrible Old Man) ist eine kurze Story, in der Lovecraft einmal mehr seinem Vorbild Dunsany nacheifert. Wie und wo er das tut – und wo er seinen eigenen Anteil mit hineinbringt, darüber unterhalten wir uns in diesem Podcast.

Arkham Insiders Folge 109 – The Tree

09.09.2018

Ihr glaubt, Richard Upton Pickman sei Lovecrafts einzige Künstlergestalt? Dann kennt ihr vielleicht noch nicht die kurze Erzählung The Tree (Der Baum) aus dem Jahr 1920. Hier präsentiert uns der Schriftsteller nämlich gleich zwei begnadete Künstler – Kalos und Musides. Die beiden haben manches gemeinsam, vor allem großes Talent und eine innige Freundschaft. Zumindest scheint es so zu sein, bis ihnen der Tyrann von Syrakus einen verhängnisvollen Auftrag gibt …

Neben der interessanten Storyline ist es vor allem der Schauplatz im antiken Griechenland, der The Tree so bemerkenswert macht. Ein Schauplatz, dessen historische Datierung und Lokalisierung wir sogar ziemlich gut eingrenzen können. Doch mehr dazu im Podcast!

Arkham Insiders Folge 110 – The Cats of Ulthar

23.09.2018

Die beiden vorherigen Podcasts behandelten sogenannte Rache-Geschichten – und dieser tut es ebenso. Wie schon in „The Tree“ greift die Natur in das menschliche Handeln ein, um quasi Schicksal zu spielen. Doch spielt in dem Fall weniger die Flora als vielmehr die Faune die Hauptrolle (der Titel sagt es bereits).

Dass Lovecraft ein glühender Liebhaber von Katzen war, ist bekannt. Und bei aller Kritik, die er später an seinem Frühwerk übte: The Cats of Ulthar hielt er auch im reifen Alter noch für gelungen.

Arkham Insiders Folge 111 – The Temple

07.10.2018

Mit der 1920 verfassten Story The Temple (Der Tempel) wirft H. P. Lovecraft einen Blick zurück auf den Seeschauplatz des Ersten Weltkriegs. Als Ort der Handlung hat er sich ein U-Boot inmitten des Atlantischen Ozeans ausgedacht. Allein dadurch erzeugt er eine beklemmende Atmosphäre; als schließlich ein toter Matrose eines zuvor torpedierten Frachters an Bord entdeckt wird, nimmt das Unheil seinen Lauf … Für ein deutschsprachiges Publikum ist es natürlich von besonderem Interesse, dass Lovecraft sich ausgerechnet die Besatzung eines U-Bootes der Kaiserlichen Marine ausgesucht hat, um sein Garn zu stricken. Mit der Figur des Oberbefehlshabers, Karl-Heinrich Graf von Altberg-Ehrenstein, hat er einen markanten und kontroversen Handlungsträger geschaffen – der uns jedenfalls im vorliegenden Podcast viel zu denken gegeben hat!

Arkham Insiders Folge 112 – Facts Concerning the Late Arthur Jermyn and His Family

21.10.2018

Gab es im Kongo jemals eine geheimnisvolle weiße prähistorische Zivilisation, die zudem eine sagenhafte Stadt mitten im Dschungel errichtet hat? Das ist die Prämisse, von der Arthur Jermyn (im englischen Original: Facts Concerning the Late Arthur Jermyn and His Family) ausgeht. Lovecraft bedient sich in der kurzen Story des Lost-Race-Mythos, ein beliebtes Subgenre, das unter anderem so populäre Autoren wie Edgar Rice Burroughs (Tarzan) oder Henry Rider Haggard (Allan Quatermain) behandelten. Freilich erhält die Idee bei unserem Schriftsteller aus Providence einen eigenen Twist. Ob ihm seine Intention – etwas Ungeheuerliches zu präsentieren – in der Geschichte geglückt ist? Darüber zerbrechen wir uns in diesem Podcast die Köpfe …

Arkham Insiders Folge 113 – Nyarlathotep

04.11.2018

Mit diesem Podcast kratzen wir erstmals an dem allgegenwärtigen Cthulhu-Mythos. Damit ist das posthume Phänomen gemeint, das Lovecrafts Werk – vor allem im Rollenspiel – erleben sollte. Inmitten des Pantheons dieses sogenannten Mythos ist Nyarlathotep freilich eine der bekanntesten Gestalten (oder Götter). Tatsächlich tritt er uns jedoch in dem gleichnamigen Prosagedicht von 1920 als ein Wanderprediger entgegen, der mittels kinematografischer und elektrischer Tricks sein Publikum unheimlich beeinflusst.

Nyarlathotep ist einem Traum Lovecrafts entsprungen, und so wie wir den Text kennen, so hat er ihn (bis auf geringfügige Änderungen) auch zu Papier gebracht: eine atmosphärisch starke, suggestive Vignette, die auch einen Einblick in den Seelenzustand ihres Autors offenbart; darüber hinaus ein programmatisches Statement zum Konzept des Kosmischen Horrors.

Korrektur: Axel sagt, der Verlag Chaosium habe 1969 eine Anthologie namens The Nyarlathotep Cycle veröffentlicht. Klassischer Zahlendreher: Das korrekte Jahr ist natürlich 1996.

Arkham Insiders Folge 114 – Celephaïs

18.11.2018

Mit Celephaïs nehmen wir uns wieder eine Story vor, die in der Tradition von Lord Dunsany steht bzw. eine Story, die zum Traumland-Kreis gehört. Doch ist die Geschichte auch ein gutes Beispiel dafür, wie Lovecraft mehr und mehr auf Themen und Motive setzt, die später zu seinen ganz eigenen Merkmalen zählen werden. So reisen wir in Celephaïs in den entferntesten Weltraum, wo es keine Formen, sondern nur Gase gibt – und wo der Mensch für eben diese Gase einen absoluter Fremdkörper darstellt. Auch stoßen wir auf vormenschliche Bauwerke, die zu entsetzlich sind, um sie beschreiben zu können … und schließlich reist Kuranes, der Held unserer Geschichte, mitsamt einer mittelalterlich anmutenden Reiterschar zurück in die Zeit.

Arkham Insiders Folge 115 – From Beyond

02.12.2018

From Beyond, geschrieben im November 1920, verdeutlicht exemplarisch, wie Lovecraft seine wissenschaftliche Lektüre als Basis für seine Erzählungen ausnutzte. In Zentrum der Auseinandersetzung steht das Buch Modern science and materialism des englischen Autors Hugh S. R. Elliot (1881 – 1930) von 1919. Doch werden wir uns in diesem Podcast auch mit René Descartes und seiner Erforschung der Zirbeldrüse beschäftigen. Wer sich noch einmal mit Lovecrafts Philosophie vertraut machen möchte, kann das in unseren Podcasts Nr. 28, 29 und 30.

Arkham Insiders Folge 116 – Merry Christmas, Mr. Lovecraft. Weihnachtsfolge 2018

23.12.2018

Wir haben ihn schon häufig erwähnt, sind selbst große Fans seiner Lesungen – und haben ihn nun im Podcast: johliest. Unter diesem Namen betreibt Johannes, so sein richtiger Name, seit 2013 einen YouTube-Kanal. Dort hat er sich vor allem mit atmosphärischen, teils dezent inszenierten, Lovecraft-Lesungen bzw. Lovecraft-Hörbüchern einen Namen gemacht. Nicht nur diese legen wir allen Arkham Insiders ans Herz. Auch seine eigenen Geschichten, häufig mit Bezug zu seiner niedersächsischen Heimat, wissen durch die Bank weg zu gefallen. Und als ob das nicht reichte, glänzt Johannes auch noch mit gelungenen Interpretationen deutscher Rockbands bzw. Singer/Songwriter.

Mit dieser, mittlerweile schon 6 Weihnachtsfolge verabschieden sich Mirko und Axel für das Jahr 2018: Herzlichen Dank an alle, die uns zuhören, die Treue halten, uns finanziell unterstützen und uns Lob + Kritik spenden. Euch allen ein frohes Fest, – wir hören uns 2019!

Arkham Insiders Folge 117 – Wie Lovecraft Weihnachten feierte

23.12.2018

Eine Weihnachtsfolge 2018 war uns nicht genug. Für dieses Jahr haben wir uns daher etwas Besonderes einfallen lassen. Wir haben Johannes (mit dem wir im Gespräch den offiziellen Weihnachtspodcast, Folge 116, bestreiten) gebeten, einen Text von Mirko einzulesen: Wie Howard Phillips Lovecraft Weihnachten feierte. So hat dieser Essay, der interessante Einblicke in Lovecrafts Privatleben gewährt, eine würdige Umsetzung gefunden! Dafür ein herzliches Dankeschön an Johannes/johliest. Frohe Weihnachten allen Arkham Insiders!

Arkham Insiders Folge 118 – The Picture in the House

20.01.2019

Mit der im Winter 1920 verfassten Story The Picture in the House (Das Bild im Haus) entwirft Lovecraft erstmals seine eigene, neuenglische Geografie, – auch bekannt als Lovecraft Country. Hier hören wir zuerst vom Tal des Miskatonic und der Stadt Arkham. Ja man kann sagen, er versucht hier erstmals, eine dezidiert nordamerikanische Horrorgeschichte zu Papier zu bringen. Ein zentrales Element ist nämlich der Bezug zu den Puritanern, die die britischen Kolonien in Nordamerika im frühen 17. Jahrhundert zu besiedeln begannen. Von großem Interesse ist auch die Reisebeschreibung des Kongos (Regnum Congo) von Filippo Pigafetta, ein Buch, das verantwortlich für den grausigen Twist in der Story ist.

Es ist kein Geheimnis, dass Lovecraft sich in der Beschreibung und Zuordnung des Regnum Congo in einigen Fällen geirrt hat (da er das Werk nicht im Original konsultieren konnte). Auch für uns lagen diesmal einige Fallstricke aus … was ihr im Podcast nachverfolgen könnt. Eine Berichtigung noch an dieser Stelle: In der Zusammenfassung sagt Axel, das Regnum Congo sei 1558 in Frankfurt gedruckt worden; richtig heißt es in der Story: 1598. In Wahrheit jedoch ist der Titel 1591 erstmals in Rom erschienen.

Arkham Insiders Folge 119 – Ex Oblivione

03.02.2019

Das Ende 1920/Anfang 1921 verfasste Prosagedicht Ex Oblivione gehört sicherlich zu den unbekanntesten Texten aus Lovecrafts Feder. Es ist zum einen außerordentlich kurz, zum anderen sehr interpretationsfreudig und nicht zuletzt gibt es so gut wie keine Sekundärliteratur dazu. Also blieb uns nichts anderes übrig, als uns selbst die Köpfe zu zerbrechen. Am Ende ist doch ein 40-minütiger Podcast dabei herausgekommen, mit einigen Antworten … aber auch vielen offenen Fragen.

Arkham Insiders Folge 120 – The Nameless City

17.02.2019

„Meine Ängste bezogen sich in Wirklichkeit mehr auf die Vergangenheit, denn auf die Zukunft.“ (Übersetzung: Charlotte Gräfin von Klinckowstroem) – Dieser Satz, den Lovecraft seinem Protagonisten in Die namenlose Stadt (The nameless City) in den Mund legt, bringt das abseitige Grauen der Story auf den Punkt. In bisher unerreichter Weise konzentriert sich der Autor hier erstmals auf eine unvorstellbar lange zurückliegende Vergangenheit und deckt eine Menschheitsgeschichte auf, die allen wissenschaftlich verbrieften Erkenntnissen trotzt: Inmitten der arabischen Wüste hat sich eine reptiloide Rasse erhalten, die bereits über eine hochentwickelte Kultur verfügte, als die Kontinente noch eine zusammenhängende Landmasse bildeten. Kein Wunder, dass der Erzähler an dieser Erkenntnis schier verzweifelt.

Zu Recht feiern die Arkham Insiders diese Geschichte, die unter den bisher besprochenen Werken deutlich herausragt und die schließlich schon überzeugende Ideen für Lovecrafts späteres Meisterwerk At the Mountains of Madness enthält.

Arkham Insiders Folge 121 – Abdul Alhazred und das Necronomicon

10.03.2019

Die vorliegende Sonderfolge ist wieder einmal ein klein wenig länger ausgefallen als üblich. Das ist allerdings kein Wunder, denn wir widmen uns diesmal einem zentralen Bestandteil des „Cthulhu-Mythos“: Dem verrückten Araber Abdul Alhazred und seinem verderblichen Buch, dem Necronomicon bzw. auf Arabisch „Al Azif“. Über Entstehung und Vorkommen dieses wichtigsten aller magischen Bücher sei u. a. auf die Necronomicon Wikipedia verwiesen (doch Vorsicht, hier werden die Quellen bunt gemischt im Sinne eines einheitlichen Artikels, d. h. Lovecrafts eigene Aussagen sind nicht klar getrennt von denen anderer und nachkommender Autoren).

Da wir den Podcast nicht zu ausufernd machen wollten und ebenso wenig in die unergründlichen Tiefen des posthumen Cthulhu-Mythos hineinsteuern wollten, haben wir uns tatsächlich auf „Lovecraft in his own words“ konzentriert. Wie Lovecraft das Buch selbst ausschmückte, ist nachzulesen in seinem Text „History of the Necronomicon“ (1927). Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Lovecraft, nachdem er das Buch bereits wiederholt eingesetzt hatte, den Wunsch hegte, ihm mit einer Entstehungsgeschichte mehr Konsistenz und Plausibilität zu verleihen.

Ausgerechnet mit dem lediglich angedeuteten Buch hat Lovecraft einen Wissensdurst angestachelt, der ihn noch lange überleben sollte. Dieses Phänomen des nicht-existenten aber händeringend gesuchten Necronomicons hat viel zum Ruhm des Autors beigetragen. Auch darüber unterhalten wir uns in diesem Podcast.

Arkham Insiders Folge 122 – The Quest of Iranon

24.03.2019

Nachdem wir in den letzten Folgen durchaus schon am typisch lovecraftschen Horror gekratzt haben, geht es diesmal wieder beschaulicher zu. Mit The Quest of Iranon (Iranons Suche) schlägt Lovecraft ruhigere Töne an und erzählt uns eine traurige Künstlergeschichte von mangelnder Anerkennung und grenzenloser Sehnsucht. Motive, Setting und der Ton der Story stehen in der Tradition Lord Dunsanys. Im Bezug auf einige seiner eigenen Fantasien und Schauplätze reiht Lovecraft The Quest of Iranon in den Traumlande-Zyklus ein.

Arkham Insiders Folge 123 – The Moon-Bog

07.04.2019

Ein schauriges Moor, eine steinalte Ruine, ein verfallenes Schloss … die 1921 verfasste Story The Moon-Bog (Das Mondmoor) strotzt nicht gerade vor einfallsreichen Schauplätzen. Noch dazu sind diese gotischen Requisiten in Irland verortet; ein Land, zu dem Lovecraft keinen Bezug hatte und dessen souveräne Tendenzen er – der treue Untertan des britischen Königshauses – wohl auch nicht gutheißen konnte.

Trotz alledem wollen wir nicht zu hart ins Gericht gehen mit dieser Geschichte. Denn das, worauf es letztendlich ankommt, hat Lovecraft gewieft angepackt: Er vermischt Elemente der antiken Sagen- und Mythenwelt mit einem fremdartigen, von akustischen Signalen begleiteten Horror, der bereits das andeutet, was er später perfektionieren sollte.

Der Autor hat seine Gruselgeschichte, wie im Podcast erwähnt, selbst vorgetragen. Nämlich anlässlich einer kleinen Feier zu Ehren des irischen Nationalheiligen St. Patrick am 10. März 1921 (auch wenn der offizielle St.-Patricks-Day am 17. März begangen wird). Ort der Veranstaltung war der Hub Club in Boston, ein Treffpunkt von Amateurjournalisten. (Quelle: Brief an Reinhart Kleiner, 23.4.1921).

Arkham Insiders Folge 124 – The Outsider

05.05.2019

Der Außenseiter (The Outsider) – immer wieder haben Fans und Forscher Lovecraft selbst mit dem vielsagenden Titel einer seiner bekanntesten Kurzgeschichten in Verbindung gebracht. Dies führte nicht selten dazu, dass der Text quasi autobiografisch gelesen wurde. Und richtig hat Lovecraft sich bisweilen auch als Außenseiter stilisiert (entsprechende Zitate bringen wir in diesem Podcast).

Allerdings weist die Geschichte eine Fülle von motivischen und stofflichen Details auf, die sie in eine gewisse literarische Tradition stellen: nämlich die der Selbsterkenntnis des ausgestoßenen und verdammten Geschöpfs. Es fallen Namen wie Mary Shelley, Edgar Allan Poe, Oscar Wilde und Nathaniel Hawthorne, die – wenn auch nicht als unmittelbare Vorlagen – so doch als Gedankenanstöße für Lovecraft gedient haben können.

Auch die Arkham Insiders springen in diesem Podcast auf den Zug der Deutungen auf (was bleibt uns auch anderes übrig …) und schildern, welche Gedanken die Lektüre bei uns ausgelöst hat. Herausgekommen ist eine Folge zwischen Tag und Nacht, Wachwelt und Traumwelt, Orient und Okzident.

Arkham Insiders Folge 125 – Lovecraft-Lesereihe im LWL-Museum für Archäologie in Herne

26.05.2019

An 4 Abenden, von Januar bis April 2019, fand im LWL-Museum für Archäologie in Herne eine Lesereihe mit Geschichten des Großmeisters des kosmischen Horrors – Howard Phillips Lovecraft – statt. Von Anfang an hatte die Deutsche Lovecraft Gesellschaft (dLG) das Event mit großem Interesse verfolgt und bereits im Vorfeld Kontakt zu den Verantwortlichen aufgenommen. So kam es schließlich auch, dass sich die dLG mit einem Infostand an der Phantastischen Museumsnacht in Herne (22.3.2019) beteiligen konnte.

Mit dem vorliegenden Podcast präsentieren wir stellvertretend für die dLG ein Gespräch zwischen dLG-Mitglied Steffen Waschul und Dr. Alexander Berner vom Museum. Letzter war es, der mit sicherem Blick die Zusammenhänge zwischen Lovecraft und der Archäologie erkannt und als Grundlage für die Lesereihe genommen hat. Wie die Lesungen angenommen wurden und welche Pläne Dr. Berner und sein Team noch haben – das verrät das Interview. Viel Spaß dabei

Hinweis: Auch bei der ExtraSchicht, der langen Nacht der Industriekultur im Ruhrgebiet am 29. Juni 2019, wird das LWL-Museum für Archäologie spektakulär vertreten sein. Ein Datum, das sich besonders Lovecraft-Fans nicht entgehen lassen sollten … und, wie könnte es anders sein, auch die dLG wird wieder vor Ort mit dabei sein.

Arkham Insiders Folge 126 – The Other Gods

09.06.2019

Barzai der Weise verfolgt einen ehrgeizigen Plan: Gemeinsam mit seinem Schüler Atal will er den Gipfel des Hatheg-Kla – des höchsten Berges – ersteigen, um die Götter der Erde tanzen zu sehen. Doch nicht umsonst haben die Bewohner der umliegenden Ortschaften die beiden Gipfelstürmer vor dem Aufstieg gewarnt. Denn auf dem Hatheg-Kla tummeln sich nicht nur die irdischen, – sondern auch die Anderen Götter.

Mit dieser Story beschließt Lovecraft im Sommer 1921 vorerst die Reihe der Erzählungen, die noch deutlich unter dem Einfluss seines großen Vorbildes Lord Dunsany stehen. Die Anderen Götter ist eine letzte Hommage an den irischen Dichter und eine Parabel um menschliche Hybris und Größenwahn.

Arkham Insiders Folge 127 – The Music of Erich Zann

01.07.2019

Erstaunlicherweise gehört The Music of Erich Zann (Die Musik des Erich Zann) zu den wenigen Geschichten, für die ihr Autor stets etwas übrig hatte. Und wir wissen, wie selbstkritisch H. P. Lovecraft im Allgemeinen war. Die Story weiß freilich auch durch die Bank hinweg zu gefallen: Wir haben ein interessantes Setting, eine spannende Figurenkonstellation und mit der kosmisch-unheimlichen Musik ein stark die Phantasie anregendes Element – über das Lovecraft wohlweislich den Schleier des Verborgenen hält. Ähnlich unfassbar und nebulös bleibt auch die Figur des Erich Zann, jenes genialen, aber irgendwie besessenen Komponisten, den es in das merkwürdige Haus in der Rue d'Auseil verschlagen hat.

Da wir uns – angesichts der an Paris erinnernden Stadt, in der die Erzählung spielt – Exkursionen nach Krefeld und Wuppertal nicht verkneifen konnten, kommen wir diesmal auf einen (für unsere Verhältnisse) recht langen Podcast von rund 50 Minuten. Wir hoffen, ihr habt so viel Spaß beim Hören, wie wir bei der Aufnahme gehabt haben!

Arkham Insiders Folge 128 – Azathoth

14.07.2019

Jeder mit dem Cthulhu-Mythos Vertraute kennt den Namen Azathoth: Azathoth, der Dämonen-Sultan, das nukleare Chaos, der blinde, idiotische Gott usw. Vergleichsweise unbekannt geblieben ist dagegen das gleichnamige Fragment, das Lovecraft im Sommer 1922 verfasst hat – und das über die ersten 480 Wörter nie hinausgekommen ist. Zu diesem Zeitpunkt konnte von einem Mythos natürlich noch keine Rede sein. Viel mehr hat Lovecraft hier versucht, eine Story im Stil des 18. Jahrhunderts auf die Beine zustellen, gleichzeitig eine Reverenz an William Beckfords Vathek sowie die frühen Geschichten von Lord Dunsany. Was hätte nicht alles aus diesem verheißungsvollen Anfang werden können … darüber (und über manch anderes) reden wir im vorliegenden Arkham-Insiders-Podcast.

Arkham Insiders Folge 129 – Interview: Blante und die drei Tintenkleckse

18.08.2019

Nach der Arkham-Insiders-Sommerpause wird es mal wieder Zeit für … ein Interview! Diesmal haben wir Blante in unser virtuelles Studio eingeladen: Blante betreibt einen YouTube-Kanal, auf dem er hauptsächlich die Animationsserie Die drei Tintenkleckse veröffentlicht. Die Kleckse bestehen aus Edgar Allan Poe, Stephen King und natürlich H. P. Lovecraft. Zusammen bilden die Autoren eine unheilige Wohngemeinschaft, die an einem seltsamen Ort ein altes Haus bezogen hat …

Die drei Tintenkleckse ist eine Sitcom der besonderen Art, in der sich neben den Schriftstellern vor allem ihre bekannten (und auch weniger bekannten) Kreaturen tummeln. Dass es hier regelmäßig zu einem herzhaften Schlagabtausch zwischen Schöpfungen und Schöpfern kommt, versteht sich von selbst! Falls ihr die Serie noch nicht kennt: unbedingt anschauen!

Arkham Insiders Folge 130 – Herbert West Reanimator

01.09.2019

An dieser Geschichte scheiden sich die Geister: Die einen halten Herbert West – Reanimator für eine krass überzeichnete Horror-Story, ja sogar von einer Parodie ist die Rede. Die anderen (so wie wir) halten ziemlich viel von den bizarren Episoden des Herbert West und seines Assistenten. Nicht zu übersehen ist die philosophische Grundüberlegung der Erzählung, die auch Lovecrafts eigener Anschauung entspricht. Das Besondere an diesem Podcast ist, dass Mirko Gelegenheit hat, ein bisschen aus seiner beruflichen Praxis zu plaudern. Also, unbedingt anhören!

Arkham Insiders Folge 131 – Hypnos

22.09.2019

In Hypnos bedient Lovecraft sich wieder einmal der antiken griechischen Mythologie. Hypnos ist das griechische Wort für Schlaf bzw. der Ausdruck steht für den personifizierten Schlaf und reiht diese Person in den göttlichen Pantheon ein. Lovecraft nun spielt mit der Idee, einen gottgleichen, mysteriösen jungen Mann im England des 19. oder 20. Jahrhunderts auftreten zu lassen, um dort Verwirrung zu stiften. Dabei spielt der Schlaf, hervorgerufen durch die Einnahme von Drogen, eine entscheidende Rolle …

Alles in allem ist Hypnos eine etwas verworrene Erzählung, deren Fäden wir in diesem Podcast auch nicht vollständig entwirren konnten. Nichtsdestotrotz ist die Story „typisch Lovecraft“ und beinhaltet einige seiner unverkennbaren Merkmale sowohl der dekadenten als auch schon der kosmischen Phase.

Arkham Insiders Folge 132 – What the moon brings

20.10.2019

Ob es sich bei What the moon brings um einen der unbekanntesten Lovecraf-Texte überhaupt handelt, ist natürlich nur eine Vermutung. Was wir indes sagen können: Es gibt sehr wenig Sekundärliteratur zu diesem sogenannten Prosagedicht aus dem Jahr 1922. Und im Fandom scheint die Story beliebter zu sein als in der Forschung. Wie auch immer, uns hat Lovecrafts Vision eines ungeheuerlichen Spaziergangs im Mondschein lange beschäftigt und obwohl der Text sehr kurz ist, haben wir (hoffentlich) einige interessante Dinge heraufbefördern können.

Anmerkung: Leichte Mikro-Aussetzer bei Axel am Anfang bitten wir zu entschuldigen … die Technik. :/ Herausgefallen ist, dass sich Axel auf zwei Geschichten von Lord Dunsany bezieht: Im Land des Yann (Idle Days on the Yann) und Am Rande der Gezeiten (Where the Tides ebb and flow).

Arkham Insiders Folge 133 – The Hound

03.11.2019

Zu dick aufgetragen, eine Parodie oder voller Klischees: Über Lovecrafts The Hound (Der Hund) gibt es so manche merkwürdige Vorstellungen und Meinungen. Bei den Arkham Insiders hingegen herrscht einhellige Begeisterung für die 1922 verfasste Story, in der Lovecraft einen Rundumschlag in Richtung seiner Vorbilder und Einflüsse probiert. So finden wir handfeste Hinweise auf Edgar Allan Poe, Arthur Conan Doyle und den Hund der Baskervilles (Sherlock Holmes) sowie ein Namedropping verschiedener künstlerisch-literarischer Strömungen der Jahrhundertwende. Das alles garniert mit einigen unappetitlichen Details um Leichenraub und Menschenfraß … na dann, wohl bekomms!

Arkham Insiders Folge 134 – The Lurking Fear

25.11.2019

Hand aufs Herz: Wer kennt Lovecrafts Story The Lurking Fear (Die lauernde Furcht) aus dem Jahr 1922? Viele werden mit dem Kopf nicken, aber bei genauerem Nachfragen wissen tatsächlich relativ wenige Lovecraft-Leser etwas mit der Geschichte anzufangen. Das liegt vielleicht daran, dass der (wieder einmal) namenlose Erzähler deutlich hinter den Ereignissen zurückbleibt und das Geschehen selbst schwer auf den Punkt zu bringen ist. Gezielt spielt Lovecraft mit einer Art namenlosen Grauens und legt erst einmal einige falsche Fährten … bevor er seine Leserschaft mit dem wahren Wesen der lauernden Furcht konfrontiert!

Arkham Insiders Folge 135 – Merry Christmas, Mr. Lovecraft. Weihnachtsfolge 2019/1

22.12.2019

Eine Weihnachtsfolge war uns mal wieder nicht genug. Also haben wir zum Ausklang des Jahres 2019 zwei Podcasts in Angriff genommen. Im vorliegenden unterhalten wir uns mit Dennis — Künstlername: Der Maler in Gelb –, der den Arkham Insiders bereits vor einigen Jahren ein treffendes Porträt widmete. Seitdem lotet er mit seinem ureigenen Stil die Möglichkeiten phantastischer, von Lovecraft inspirierter Traumwelten aus. Dabei bedient er sich der traditionellen Ölmalerei wie auch digitaler Techniken.

Herausgekommen ist ein Gespräch über künstlerische Herangehensweisen, die Geschichten hinter den Bildern sowie über die Reproduzierbarkeit und die Beständigkeit von Kunstwerken im Computerzeitalter.

Zum Schluss beantwortet Mirko ausführlich eine Frage, die uns Hörer Marius zum Podcast „The Lurking Fear“ gestellt hatte: Macht es eigentlich einen zeitlichen Unterschied, ob man ein neues/frisches oder ein bestehendes Grab aushebt?

Arkham Insiders Folge 136 – Merry Christmas, Mr. Lovecraft. Weihnachtsfolge 2019/2

22.12.2019

In unserem 2. Weihnachts-Podcast haben wir Daniel Decker zu Gast. Daniel bloggt seit 2009 unter dem Namen Kotzendes Einhorn – „das Blog für Liebe, Kultur und Revolution“. Und genau diese Mixtur (mit wechselnden Schwerpunkten) ist regelmäßig daselbst vertreten. Im Mittelpunkt unserer Unterhaltung steht jedoch Daniels jüngst veröffentlichtes Buch: Dør, ein Episodenroman mit spannenden Anleihen (aber wirklich nur Anleihen) bei H. P. Lovecraft und Edgar Allan Poe, der zudem in einem (halb) fiktionalen Black-Metal-Milieu verortet ist. Daniel berichtet über seine Herangehensweise an die Geschichte und welche Aspekte H. P. Lovecrafts ihn dabei besonders gereizt haben. Aber keine Bange, gespoilert wird nicht!

Damit verabschieden sich die Arkham Insiders in die Festtage. Wir bedanken uns bei allen ZuhörerInnen, UnterstützerInnen und Gästen, die wir dieses Jahr begrüßen durften, on- und offline. Wir hören uns 2020!