Arkham Insiders

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Info

Hier entsteht das chronologische Archiv des ersten deutschsprachigen Lovecraft-Podcasts Arkham Insiders 13.08.2013 (Trailer) bis 28.09.2025 (Arkham Insiders Folge 223 – August Derleth und H. P. Lovecraft – The Shadow in the Attic). In der Chronologie sind Nummer und Titel der Folge, Veröffentlichungsdatum und Inhaltsangabe vermerkt.

Der Podcast (also die Audiodatei) wird künftig nicht mehr auf unserer Webseite www.arkhaminsiders.com veröffentlicht werden, sondern auf einer externen Plattform und mit einem neuen RSS-Feed. Weitere Infos folgen! Impressum | Datenschutzerklärung

Chronologie

Der Arkham Insiders Trailer

13.08.2013

Wir haben hier einen kleinen Trailer bereitgestellt, damit ihr schon mal einen ersten Eindruck bekommt.

Arkham Insiders Folge 1

18.08.2013

Arkham Insiders Folge 2

26.08.2013

Arkham Insiders Folge 3

08.09.2013

Arkham Insiders Folge 4 – Poe, gothic novels und dime novels

18.09.2013

In dieser Folge sprechen wir über weitere Lesegewohnheiten Lovecrafts. Edgar Allan Poe übte einen großen Einfluss auf Lovecraft aus, aber auch die millionenfach aufgelegten Dime Novels las er mit großer Begeisterung.

Arkham Insiders Folge 5

06.10.2013

Arkham Insiders Folge 6 – Lovecraft und die Astronomie

18.10.2013

Lovecraft war der Astronomie sehr zugetan. Für ihn war sie mehr als ein Hobby, sie bestimmte seine Weltsicht und begleitete ihn sein Leben lang. Es brummt wieder im Hintergrund. Trotz aller bisherigen Versuche, das zu verbessern, muss ich mal wieder an Eure Geduld und Euer Wohlwollen appellieren. Sobald wir ein Audiofeature finden oder einen Tontechniker, der uns weiterhelfen kann, laden wir die Folgen neu hoch. Vielen Dank für Euer Verständnis.

Arkham Insiders Folge 7 – Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir

31.10.2013

Das Zitat ist natürlich falsch. Nicht nur im Zusammenhang mit Lovecraft, sondern grundsätzlich. Der Spruch stammt vom römischen Stoiker Seneca und wird immer wieder verdreht, damit die Wichtigkeit der Schule aus berufenem Mund unterstrichen wird. Pech gehabt, verehrtes Lehrpersonal, denn das Zitat heißt korrekt: Nicht für das Leben, für die Schule lernen wir.

Arkham Insiders Folge 8 – Die Jahre bis 1908

12.11.2013

In dieser Folge reden wir über Lovecrafts Aktivitäten außerhalb der Schule. Wir lernen ihn als Detektiv kennen und erfahren, was es mit „New Anvik“ auf sich hat. Was ein Zobo ist und vieles mehr.

Arkham Insiders Folge 9 – Lovecrafts unbekannte Jahre

29.11.2013

Über die Jahre von 1908 bis 1914 ist auf den ersten Blick nicht viel bekannt. Lovecraft scheint in diesen Jahren so gut wie nichts gemacht zu haben, aber wir wären nicht die Arkham Insiders wenn wir nicht doch etwas herausgefunden hätten und mit Hilfe der vielen Texte, u. a. Lovecrafts Briefe und der wesentlichen Biografien, konnten wir einiges über diese Zeit herausfinden. Axel und Mirko unterhalten sich hier über die möglichen Wurzeln des Einsiedler-Mythos. Die Zitate stammen aus der Biografie von Lyon Sprague de Camp „H. P. Lovecraft“, übersetzt von Andreas Diesel aus dem Festa Verlag, Almersbach, 1. Auflage 2002. S. 91ff. und 103ff. sowie aus Lyon Sprague de Camp „Der junge Lovecraft“, in: „Das Buch der Toten Namen – Necronomicon“, Edition AHA, Bergen/ Dumme, 1995. S. 165ff.

Arkham Insiders Folge 10 – Special Guest: Mr. Jim Moon

05.12.2013

In this episode we are proud and happy to welcome our special guest host Mr. Jim Moon. He is the voice of our intro and a very active blogger, podcaster and audiobook artist. Check out his websites and find out more about his many projects. Jim, Mirko and Axel talk about Lovecraft in England, Jim Moon’s discovery of Lovecraft and his projects. We had a lot of fun recording this episode and hopefully you will enjoy it.

Folge Nummer 10 ist ein kleines Jubiläum und darum ist dies die erste der drei Überraschungsfolgen vor Weihnachten. Wir freuen uns sehr, einen special guest begrüßen zu dürfen: Mr. Jim Moon, der so freundlich war, unser Intro einzusprechen und mit dem wir uns nicht nur über Lovecraft unterhalten. Wir hatten bei der Aufnahme eine Menge Spaß und hoffen, dass sie Euch gefällt. Mr. Jim Moon ist ein Blogger, Podcaster und Hörbuchsprecher. In Sachen Horror ist er äußerst aktiv, postet eine Menge auf seiner Facebook-Seite und ist seit Jahren ein H. P. Lovecraft und M. R. James-Fan.

Arkham Insiders Folge 11 – Lovecraft und die Munsey Magazines

16.12.2013

Lovecraft war ein großer Leser. In der „blank period“, also den Jahren von 1908 bis 1913, las er nicht nur die Klassiker der Literatur, sondern vor allem die zu dieser Zeit weit verbreiteten verschiedenen Magazine, ganz besonders aber die sogenannten Munsey Magazines. Axel und Mirko unterhalten sich in dieser Folge über Lovecrafts Lesegewohnheiten in diesen Jahren, über die Magazine und über ein Ereignis, das Lovecrafts weiteren Werdegang besonders beeinflusste.

Arkham Insiders Folge 12 – Frohe Weihnachten, Mr. Lovecraft

21.12.2013

Hier ist dann die dritte Weihnachtsüberraschung der Arkham Insiders und auch die letzte Folge für das Jahr 2013. In dieser Folge unterhalten wir uns über Lovecraft und wie er Weihnachten gefeiert hat. Wir beziehen uns unter anderem auf einen Text von 2009: „Merry Christmas Mr. Lovecraft“.

Arkham Insiders Folge 13 – Lovecrafts Familie

11.01.2014

In Lovecrafts Erzählungen finden sich immer wieder umfangreiche Darstellungen von Verwandtschaftsverhältnissen und dunkeln Familiengeschichten. Aber Lovecraft war auch ein Familienforscher in eigener Sache. Er recherchierte viel über die Familien Lovecraft und Phillips. Axel und Mirko unterhalten sich in dieser Episode über Lovecrafts Stammbaum, die Bezüge zu seinen Geschichten und andere Familiengeheimnisse.

Arkham Insiders Folge 14 – Sarah Susan Phillips Lovecraft

22.01.2014

Lovecrafts Mutter, Sarah Susan Phillips Lovecraft (1857 – 1921), ist eine der umstrittensten Personen in seiner Biografie. Immer wieder wurde sie als schwache Person dargestellt, ihr Einfluss auf Lovecraft fast grundsätzlich negativ dargestellt. Axel und Mirko unterhalten sich in dieser Folge über Sarah Susan und ihr Leben, ihren Charakter und erklären, warum die Meinung über sie teilweise revidiert werden muss. Dabei beziehen wir uns wieder auf Briefe und Selbstzeugnisse Lovecrafts sowie auf die Bücher „Der Einsiedler von Providence“ aus dem Suhrkamp Verlag und L.S. de Camps Biografie aus dem Festa Verlag.

Arkham Insiders Folge 15 – Lovecraft und der Amateur Journalismus Teil 1

06.02.2014

Nachdem wir uns in den letzten Folgen eher mit der Familie Lovecrafts beschäftigt haben, kehren wir zurück zu seiner Biografie. Dabei unterhalten wir uns über Lovecraft und den Amateurjournalismus, der eine bedeutende Rolle in seinem Leben spielte.

Arkham Insiders Folge 16 – Special feature: Die Farbe

13.02.2014

Wir machen es kurz! Axel und Mirko unterhalten sich über den großartigen Film „Die Farbe“, eine Adaption von Lovecrafts Story „Die Farbe aus dem All“ aus dem Jahr 2010. Niemand vergisst sie – die Farbe.

Arkham Insiders Folge 17 — Interview mit Huan Vu

20.02.2014

In der letzten Folge haben wir über den Film „Die Farbe“ gesprochen und in dieser Folge haben wir den Regisseur dieses Films als special guest eingeladen. Huan Vu spricht mit uns über seinen Film „Die Farbe“, seine neuen Projekte, insbesondere dem Projekt „The Dreamlands“, wie er zu Lovecraft gekommen ist und über vieles mehr. Das besondere Highlight ist aber unser Gewinnspiel. Hört Euch die Episode an und erfahrt, wie Ihr eine von DREI DVDs des Films „Die Farbe“ gewinnen könnt. Gewonnen haben die ersten drei Mails, die bei uns landen.

Arkham Insiders Folge 18 – Lovecraft und der Amateurjournalismus Teil 2

07.03.2014

Heute unterhalten sich Axel und Mirko weiter über Lovecrafts Engagement im Amateur Journalismus. Nachdem Lovecraft seine ersten Erfahrungen im Amateur Journalismus gemacht hat, beginnt er, sich diesem „Hobby“ intensiv zu widmen. Wir sprechen über Lovecrafts hohes Bildungsideal, den irischen, linken Amateurjournalisten John T. Dunn, Lovecrafts eigene Amateurzeitschrift „The Conservative“, über Lovecrafts verschiedene Ämter, die er inne hatte. Wir diskutieren über die Frage, ob Lovecraft heutzutage ein Blogger gewesen wäre.

Arkham Insiders Folge 19 – Lovecrafts Lyrik

25.03.2014

Ganz am Anfang seiner schriftstellerischen Laufbahn verstand sich Lovecraft eher als Dichter und weniger als Prosaschriftsteller. Er schrieb über 200 Gedichte, von denen viele einfache Gelegenheitsgedichte zu verschiedenen Anlässen sind. Dabei bemühte er sich oft, den Stil des von ihm so geschätzten 18. Jahrhunderts nachzuahmen. Während seiner Zeit als Amateurjournalist hatte er sich auch deutlicher Kritik auszusetzen und er trug manchen kleinen Kampf in den diversen Amateurjournalen aus. In seinen späteren Jahren sah er sich durchaus ironisch selbstkritisch.

Arkham Insiders Folge 20 – Nachträge zu den Jahren 1914 bis 1917

09.04.2014

Lovecraft war ein Bekämpfer des Aberglaubens und der Astrologie und als Ghostwriter für Harry Houdini arbeitete er zusammen mit ihm an einigen Texten gegen diesen Irrglauben. Er liefert sich ein kleines Zeitungsscharmützel mit dem Astrologen Joachim Friedrich Hartmann. Lovecraft und der Erste Weltkrieg: Wir reden über die Musterung Lovecrafts und seinen Versuch, in die Armee einzutreten, sowie Suzie Lovecrafts Eingreifen, um ihren Sohn vor dem Militär zu bewahren. Lovecraft und der Alkohol: Er war ein Gegner des Alkohols und ein Temperenzler. Wir sprechen über Lovecrafts persönlichen Feldzug gegen den Alkohol. Now will you be good?

Arkham Insiders Folge 21 – Lovecraft goes to the movies

25.04.2014

Weiter geht’s in Lovecrafts Biografie. Franklin Chase Clark (1847 – 1915) war der Mann von Tante Lillian und nach dem Tod von Whipple Phillips eine wichtige männliche Bezugsperson für Howard. 1916 stirbt Lovecrafts Cousin Phillips Gamwell an Tuberkulose. Auch über ihn reden wir in dieser Folge. Weniger bekannt ist, dass Lovecraft auch ein großer Kinogänger war. Hier haben wir auch einige interessante Insiderfakten zu bieten.

Arkham Insiders Folge 22 – W. Paul Cook

09.05.2014

Heute eine Folge der „Athol Insiders“, in der wir uns über einen von Lovecrafts besten Freunden unterhalten: „Culinarius“ William Paul Cook (1880 – 1948). Wir unterhalten uns über die Freundschaft der beiden, wie Cook seinen Freund Lovecraft immer wieder dazu angehalten hat, wieder mit dem Schreiben unheimlicher Erzählungen fortzufahren.

Arkham Insiders Folge 23 – Special Guest: Jesse Willis

16.05.2014

Today we talk to Jesse Willis from SFFaudio about his podcast, science fiction, horror, and of course about H.P. Lovecraft. Jesse is a celebrity in the podcast world and has done over 260 episodes of the SFFaudio podcast without a single hiatus in now nearly 6 years! He knows a lot about the audiobook world, SF, fantasy, horror and mystery. Jesse and Scott D. Danielson are podcasters that finally inspired us to make Arkham Insiders.

Arkham Insiders Folge 24 – Lovecrafts politische Ansichten um 1917 bis 1919

28.05.2014

Lovecraft und der Erste Weltkrieg. Wir unterhalten uns in dieser Episode über Lovecrafts Ansichten zum Ersten Weltkrieg, seine patriotischen Gedichte und Aufsätze. Er sprach sich für einen Kriegseintritt der USA aus, lobte die aufopferungsvolle Arbeit der Krankenschwestern und hielt die Leistungen der Kriegsfreiwilligen hoch. Keine besonders hohe Meinung hatte er vom Völkerbund, was wir ebenfalls beleuchten, wie auch Lovecrafts intensive Arbeit für die Amateurjournalismus-Szene und was in seiner Familie los war.

Arkham Insiders Folge 25 – Reinhart Kleiner und Alfred Galpin

12.06.2014

Im Laufe seines Lebens versammelte Lovecraft einen großen Freundeskreis um sich. Wie wir in der Folge über W. Paul Cook schon gehört haben, sind diese Freunde für Lovecraft sehr wichtig. In dieser Folge sprechen wir über Rheinhart Kleiner und Alfred Galpin.

Arkham Insiders Folge 26 – Lovecraft und die Ladies

26.06.2014

1919 wird Lovecrafts Mutter ins Butler Hospital eingeliefert. Wie wurde Lovecraft mit dieser Situation fertig? In gewisser Weise befreit er sich von der Situation, die ihn zuhause mehr festhielt als frei sein ließ. Zwischen Verzweiflung und fast grenzenloser Schaffenswut festigt Lovecraft seine Position in der Welt des Amateurjournalismus. Aber er beginnt auch, die Welt außerhalb seines Papierexils zu entdecken. Er ist sehr produktiv und festigt seine philosophischen Ansichten. Im September 1919 entdeckt er die Werke Lord Dunsanys. In dieser Folge reden wir allerdings über Frauen, Liebe und Sex im Leben des Gentleman.

Arkham Insiders Folge 27 – Interview mit Sebastian Jackel

17.07.2014

In dieser Folge unterhalten wir uns mit Sebastian Jackel über seinen Weg zu Lovecraft und die Kunst des Übersetzens. Lovecraft ist allgegenwärtig und Teil der Popkultur. Hppodcraft ist der Maßstab aller Lovecraft-Podcasts. Sebastian übernimmt die große und lobenswerte Aufgabe, Lovecrafts Texte aus dem englischen Original ins deutsche zu übersetzen und sie lizenzfrei online zu stellen. Internet-Menschen haben Katzen.

Arkham Insiders Folge 28 – Lovecrafts Philosophie Teil 1

27.07.2014

Wir unterhalten uns heute über Lovecrafts Philosophie in den 1920er Jahren. Er hat von sich selbst gesagt, ein Materialist zu sein und diese Einstellung hat sich in den ersten 30 Jahren seines Lebens geformt und findet in dieser Zeit ihre ersten klaren Züge. Er festigt seine lockeren Ansichten und beginnt, klare Formulierungen zu finden; zunächst in Briefen und Essays, später ließ er seine philosophischen Ansichten in seine Erzählungen einfließen.

Arkham Insiders Folge 29 – Lovecrafts Philosophie Teil 2

14.08.2014

In dieser Folge sprechen wir verstärkt über die vielen wichtigen Einflüsse auf Lovecrafts Philosophie. Auch hier war Lovecraft auf der Höhe seiner Zeit und verfolgte die aktuellen philosophischen Diskussionen. Lovecrafts materialistische Philosophie war tief in der Naturwissenschaft verwurzelt.

Arkham Insiders Folge 30 – 1 Jahr Arkham Insiders Xtra-large

20.08.2014

Anläßlich unserer 1. Jubiläumsfolge bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Insidern. Wir werden nicht nur wie gewohnt weiter machen, sondern noch einen drauf setzen! Seid gespannt … In dieser Folge, aufgesplittet in 2 Teile, besprechen wir mit unserem Gast Erik u. a. folgende Themen:

Lovecraft und sein Einfluss auf die Popkultur

Making of Arkham Insiders

Lovecraft, der Nerd

Arkham Insiders Folge 31 – Lovecrafts Philosophie Teil 3

01.09.2014

Wir besprechen die „In Defence Of Dagon“-Essays (geschrieben im Januar, April und September 1921). Die Leser phantastischer Literatur sind in Lovecrafts Philosophie die auserwählten und besonderen Leser.

Arkham Insiders Folge 32 – Lovecraft und Lord Dunsany Teil 1

16.09.20214

Einer der wesentlichen Einflüsse auf Lovecrafts Schreiben, sogar auf sein Denken, war Lord Dunsany. In dieser Episode stellen wir Lord Dunsanys Biografie vor. Aufgrund der Fülle an Material haben wir insgesamt 2 Podcasts aufgenommen, die 2. Episode folgt.

Arkham Insiders Folge 33 – Lovecraft und Lord Dunsany Teil 2

06.10.20214

Das Werk Lord Dunsanys. In dieser Folge sprechen wir über das Werk Lord Dunsanys und dieses ist groß und gewaltig. Wir können nicht auf jede Erzählung genauer eingehen, möchten aber einen Überblick geben. Lord Dunsany hat in seinem Schaffen verschiedenen Phasen und Stile abgearbeitet. Er war nicht nur Erschaffer phantastischer Welten, sondern auch ein sehr erfolgreicher Dramatiker und Essayist. Einige Werke stellen wir etwas genauer vor, besonders, wenn sie für Lovecraft wichtig waren. Kniet nieder und huldigt MANA-YOOD-SUSHAI!

Arkham Insiders Folge 34 – Lovecraft und Lord Dunsany Teil 3

28.10.20214

Der Abschluss unseres 3teiligen Lord Dunsany-Specials. Wie und wann lernte Lovecraft Dunsanys Werk kennen, und welche Auswirkungen hatte dies auf sein eigenes Schaffen? Wir werfen einen Blick auf die entsprechenden Geschichten und ziehen Lovecrafts eigene Äußerungen sowie die seiner Zeitgenossen zu Rate. Nicht zuletzt betrachten wir die Aussagen der Lovecraft-Forschung zum Thema.

Arkham Insiders Folge 35 – Interview mit Mario und Sascha von Yellow King Productions

12.11.2014

Aus den cthulhuoiden Kultorten Sulzbach-Rosenberg und Castrop-Rauxel sind uns diesmal Mario Weiss und Sascha Schiemann von Yellow King Productions zugeschaltet. Die beiden Multitalente erzählen uns von ihrer Arbeit an ihren Hörspielen und verraten uns das Geheimnis, wie die Vorstellung vom Kopf auf die Tonspur kommt. Da dies ein wirklich lustiges Interview war, haben wir nach unserem Gespräch noch eine kleine Überraschung am Ende.

Last but not least, unser Special Feature: Exklusive Premiere bei den Arkham Insiders, das Kurzhörspiel „Der Anruf“ von Georg Britzkow. Vielen Dank an Autor und YKP, dass wir das Werk hier veröffentlichen dürfen.

Arkham Insiders Folge 36 – Das Jahr 1921

01.12.2014

Am 24. Mai 1921 stirbt Lovecrafts Mutter im Butler Hospital nach einer Gallenblasenoperation. Zunächst verfällt Lovecraft in eine depressive Phase, doch diese hält nicht lange an. Bereits im Juni 1921 folgt er einer Einladung der Amateurjournalistin Myrta Alice Little, sie in Hampstead, New Hampshire zu besuchen. Bei diesem Besuch trifft er auch Charles W. „Tryout“ Smith in Haverhill, Massachusetts.

Arkham Insiders Folge 37 – Weihnachtsfolge 2014

22.12.2014

Es herrscht das allgemeine Vorurteil, dass Lovecraft sich nichts aus dem Essen machte und eher eine spartanischen Diät aus Kaffee, Schokolade, Käse und Crackern bevorzugte. Das ist zum Teil richtig, aber da uns Weihnachten wieder bevorsteht, haben wir Lovecrafts Essgewohnheiten mal etwas genauer untersucht. Wir blicken zurück auf das Jahr 2014 und lassen alle Folge nochmal kurz Revue passieren.

Liebe Insiders, wir wünschen euch allen angenehme und lovecraftsche Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2015. Wir hören uns bald wieder. Alles Gute wünschen Axel und Mirko.

Arkham Insiders Folge 38 – 1921 bis 1924 Grabenkämpfe

19.01.2015

Ein nostalgischer Trip – das Great Meadow Country Club House

Am 8. August 1921 unternehmen Lovecraft und sein Jugendfreund Harold Bateman Munroe (1891 – 1966) einen Trip in das benachbarte Massachusetts. Ihr Ziel: das Great Meadow Country Club House in Rehoboth, unmittelbar hinter der Staatsgrenze. Um 1905 hatten Lovecraft und seine Freunde auf dem Great Meadow Hill die verlassenen Hütte eines Holzfällers ausgemacht und zum Clubhaus erkoren. Mit Hilfe eines Nachbarn entstand aus dem Gebäude ein Treffpunkt für ihre Zusammenkünfte. Nun, rund 15 Jahre später finden Lovecraft und Munroe den alten Club zu ihrer Freude fast unverändert vor.

Grabenkämpfe im Amateurjournalismus

Nach dem Tod seiner Mutter am 24. Mai 1921 stürzt sich Lovecraft wieder voll und ganz in den Amateurjournalismus. Wir kommen einmal mehr auf seine schreibenden Kolleginnen zu sprechen: Alice M. Hamlet und Anne Tillery Renshaw (1889 – 1944). Schließlich sind die Grabenkämpfe innerhalb der United Amateur Press Association (UAPA) ein zentrales Thema des Podcasts. Lovecraft und sein Kreis hielten unverändert an ihrem hohen literarischen Ideal fest, das sich ihrer Meinung nach in der Vereinszeitschrift „The Amateur“ niederschlagen sollte. Durch diese Einstellung machten sie sich nicht nur Freunde und es kam zu teilweise offenherzig geführten Kontroversen. Die Auseinandersetzungen sind ein Indiz für die Krise der UAPA und leiten langsam aber sicher Lovecrafts Abschied von der Organisation ein. Dennoch ist er sich bewusst, wie wichtig der Amateurjournalismus für seine persönliche und künstlerische Entwicklung gewesen ist.

Arkham Insiders Folge 39 – SIGMA 2 Foxtrot

10.02.2015

Die Arkham Insiders Folge 39 fällt diesmal aus dem Rahmen. Wir haben uns ausnahmsweise für ein Crossposting mit unserem Science Fiction-Podcast SIGMA 2 Foxtrot entschieden. Zum einen erwähnen wir dort in der letzten Folge (ab Minute 25:15) S. T. Joshis Buch „Lovecraft and a World in Transition“, so dass ein inhaltlicher Bezug gegeben ist. Zum anderen möchten wir S2F an dieser Stelle allen Arkham Insiders vorstellen, die bisher noch nichts von dem Projekt wussten.

Arkham Insiders Folge 41 – Lovecraft erstmals in New York

11.03.2015

Das Jahr 1922 beginnt für Lovecraft arbeitsreich. Briefliche Korrespondenz sowie literarische Werke nehmen ihn in Beschlag. Im Februar kommt George Julian Houtains „Home Brew“-Magazin heraus, für das er sich zu ungeliebter Auftragsarbeit hatte hinreißen lassen. Hier erschienen, verteilt auf mehrere Ausgaben, „Herbert West – Reanimator“ und, 1923, „The Lurking Fear“. Insbesondere die „Herbert West“-Episoden befriedigen Lovecraft nicht. Insgesamt ist er mit der Ausrichtung des Magazins nicht einverstanden, – er bekrittelt das fehlende literarische Niveau.

Lovecraft kommt nach New York

1922 markiert aber auch das Jahr, in dem Lovecraft erstmals die eng gesteckten Grenzen Neuenglands überschreitet. Sonia Greene arrangiert – nicht ohne Geschick – zwischen ihm und Samuel Loveman ein Treffen in New York. Vom 6. bis zum 12. April bleibt Lovecraft in der Stadt am Hudson River und trifft außer Greene und Loveman weitere Freunde: Frank Belknap Long, James F. Morton, Rheinhart Kleiner und den erwähnten Houtain.

Ein überragender Ausblick

Loveman, der bereits seit einigen Jahren von Lovecraft verehrt wurde, trägt ihm zu die Gedichte „The Hermaphrodite“ und „The Sphinx“ vor. Ansonsten durchstreift man gemeinsam Buchläden und macht Sightseeingtouren. Herausragendes Ereignis für Lovecraft: der Ausblick über Manhattan, Brooklyn und Jersey City vom 29 Stockwerke hohen Woolworth Building aus. Natürlich werden auch die Überbleibsel aus Kolonialzeiten aufgesucht. Wenig begeistert ist er hingegen von China Town und der Lower East Side. Alles in allem empfindet Lovecraft die Reise nach New York jedoch als Erfolg.

Arkham Insiders Folge 42 – Lovecraft on the road 1922

01.04.2015

New Hampshire

Zurück aus New York, hält es Lovecraft nicht allzu lange in Providence. Ein anvisierter Trip zu Samuel Loveman und Alfred Galpin nach Cleveland wird vorerst verschoben. Dafür kehrt Howard zurück ins Tal des Merrimack River. Ende Mai besucht er hier seine Freundin Myrta Alice Little in New Hampshire. Als Familie Little in die Sommerfrische aufbricht, wird Lovecraft im Auto bis nach Dover mitgenommen. Eine Fahrt, die den Nostalgiker völlig verzückt. In einem Brief an Frank Belknap Long schreibt er später:

Ein Ausflug, der mich mitten in das alte Herz Neuenglands eintauchen ließ, das ich schon als tot und begraben betrauert hatte.

Wir sehen, wie sich Lovecraft zu einem aufmerksamen und einfühlsamen Schilderer Neuenglands entwickelt. Eine Entwicklung, die Winfield Townley Scott zu dem Urteil veranlasste:

Lovecraft war mehr ein Regionalschriftsteller denn ein Horrorschriftsteller.

Boston

Anfang Juni folgt ein Besuch in Boston, wo Lovecraft einer Lesung David v. Bushs beiwohnt. Bush (1882 – 1959), für den Lovecraft bekanntlich als Ghostwriter arbeitete, tritt als wandernder Lebensberater auf und setzt sich geschickt in Szene. Damit seine Anhänger die vorgetragenen Lektionen gründlich zu Hause nachlesen können, werden entsprechende Pamphlete verkauft. Lovecraft studiert das ausliegende Material – kopfschüttelnd.

Mit Sonia Greene in Providence und Magnolia

Im Juni und Juli besucht Sonia Lovecraft – und seine Tanten – in Providence. Speziell mit Tante Annie versteht sich die künftige Ehefrau gut. Lovecraft begleitet die Freundin, die im Auftrag von Ferle Heller nach Magnolia, Massachusetts reist. Bei einem nächtlichen Spaziergang auf der Promenade von Magnolia wird schließlich der Gedanke für eine gemeinsame unheimliche Erzählung geboren: „The Horror at Martin’s Beach“ (als „The Invisible Monster“ in Weird Tales, November 1923 abgedruckt).

Wieder in Brooklyn

Lovecraft revanchiert sich mit einem Besuch bei Sonia in Brooklyn, New York. Dieser Abstecher dient jedoch nur als Sprungbrett: am 29. Juli tritt er endlich die 16-stündige Bahnfahrt zu den Freunden Loveman und Galpin nach Cleveland an.

Arkham Insiders Folge 43 – Tusche und Tentakel: Lovecraft im Comic

17.04.2015

Anfang März veröffentlichte der Journalist, Blogger, Podcaster und Zeichner Erik Wenk auf tagesspiegel.de einen Beitrag namens Sex and Drugs and Cthulhu. Horrorautor H. P. Lovecraft im Comic. Wir berichteten darüber, s. „Arkham Insiders – H. P. Lovecraft im Comic“ und kündigten gleichzeitig an, Erik extra zu dem Thema befragen zu wollen.

Tusche und Tentakel

Die Arkham Insiders freuen sich, dass Erik seine Comic-Auswahl jetzt noch einmal ausführlicher bei uns im Podcast vorstellt. Wir sprechen über Lovecraft im Comic, – Motto: Zwischen Tusche und Tentakel – ob und wie sein eigenwilliges Werk grafisch umgesetzt werden kann. Das Spannende: zwischen werktreuen Wiedergaben, expliziter Sexualität bis hin zu Funny Strips ist ein breites Spektrum vertreten.

Im Podcast kommen jedoch nicht nur veröffentlichte Werke zu Wort. Hie und da blicken wir in die Zukunft und erwähnen kommende Publikationen. Ganz besonders möchten wir Euch diesmal die Shownotes empfehlen, die von Erik handverlesen zusammengestellt wurden. So lässt sich das Thema weiter vertiefen; denn eins ist klar: wir mussten uns auf eine Auswahl beschränken, Vollständigkeit war nicht unser Anspruch. Denkbar ist jedenfalls ein weiterer Podcast mit Erik, in dem wir uns eine neue Auswahl vorknöpfen.

Habt Ihr Lieblings-Comics zum Werk von H. P. Lovecraft? Wie immer freuen wir uns über Kommentare, Anregungen und Kritik!

Arkham Insiders Folge 44 – Hart Crane und Samuel Loveman

29.05.2015

Um H. P. Lovecraft besser zu verstehen, ist es wichtig, auch die Personen zu kennen, die sich in seinem Umfeld befanden. Man erfährt viel über Lovecraft durch die Einschätzung anderer, aber auch, wie Lovecraft seine Umgebung sah.

In diesem Zusammenhang unterhalten wir uns in dieser Episode über zwei sehr wichtige und sehr unterschiedliche Menschen: Hart Crane (1899 — 1932) und Samuel Loveman (1887 — 1976). Während Hart Crane einen Platz in der amerikanischen Literatur hat, wäre von Samuel Loveman kaum eine Spur geblieben, wäre er nicht mit Lovecraft befreundet gewesen.

Arkham Insiders Folge 45 – Lovecrafts weitere Reisen 1922

15.06.2015

Sommer und Herbst des Jahres 1922 sehen Lovecraft weiter auf Reisen. Von Mitte August bis Mitte Oktober bleibt er, aus Cleveland kommend, durchgängig in New York. Zu Anfang dieser Episode stellen wir uns allerdings die Frage: Wie konnte er sich diese ausgedehnten Trips leisten? Gründe dafür waren seine Anspruchslosigkeit einerseits sowie die Gastfreundschaft seiner New Yorker Freunde andererseits.

Das koloniale New York

Einen Großteil des Podcasts nehmen die kolonialen Attraktionen der Stadt am Hudson ein, die für Lovecraft ein Pflichtprogramm darstellten. Bis auf Queens lernt er alle Stadtbezirke kennen und sucht jeweils historische bedeutsame Orte und Gebäude auf (für eine Liste: siehe Shownotes). Zu Recht rühmt er seine Qualitäten als Stadtführer, und so verwundert es nicht, wenn seine Beschreibungen dieser Ortschaften so gut wie druckreif sind.

Kino und Antiquariate

Aber auch für andere Vergnügungen bleibt Zeit. Wir erwähnen einige Kino-Besuche sowie Visiten der Antiquariate auf der 59th Street (Manhattan), zu der sich Lovecraft überschwänglich äußert:

Die 59th Street ist mit Sicherheit des Zentrum des Universums aller Buchliebhaber.

Ein folgenschwerer Grabraub

Wenn auch die literarische Tätigkeit während dieser 2 Monate gering ist, so begeht Lovecraft doch einen „Grabraub“, der später der Auslöser für seine Erzählung „The Hound“ ist. Das stimmungsvolle Setting dieser Episode stellt der Kirchhof der Holländisch-reformierte Kirche in der Flatbush Avenue in Brooklyn dar. Mit einem Ausblick auf einen ebenfalls entscheidenden Trip an die Küste Massachusetts im Winter des Jahres verabschieden wir uns.

Arkham Insiders Folge 46 – Lovecraft in Marblehead

14.07.2015

In dieser Folge befassen wir uns ausgiebig mit einer ganz großen Liebe Lovecrafts – Marblehead. Wir tragen Wissenswertes rund um den idyllischen Küstenort in Massachusetts zusammen. Wie etwa, wann und unter welchen Umständen Lovecraft nach Marblehead gelangte. Wir unterhalten uns über herausragende Gebäude und darüber, wie er sie erlebte. Doch am Ende bleibt ein Hauch von Mysterium; denn das, was unseren Autor so obsessiv an das Städtchen fesselte, können auch wir lediglich nacherzählen. Ob die Arkham Insiders allerdings selbst schon einmal ähnlich starke Eindrücke von einer Stadt erfahren haben, – das und alles andere hört Ihr in dieser Episode. Viel Spaß dabei!

Arkham Insiders Folge 47 – Titania Medien feiern Jubiläum mit Lovecraft. Ein Interview mit Marc Gruppe

02.08.2015

2015 ist ohne Frage ein Lovecraft-Jahr. Anlässlich des 125. Geburtstages des Autors aus Providence finden viele Aktionen bzw. Würdigungen statt. Das nimmermüde Hörspiel-Label Titania Medien trifft mit der 100. Folge seiner erfolgreichen „Gruselkabinett“-Reihe genau den Nerv der Zeit: „Träume im Hexenhaus“ heißt die im Mai veröffentlichte CD und bietet eine schaurig-schöne Umsetzung der gleichnamigen Erzählung H. P. Lovecrafts.

Die Arkham Insiders haben die Gelegenheit genutzt, um mit Marc Gruppe von Titania Medien ein Gespräch zu führen. Er ist nicht nur gemeinsam mit Stephan Bosenius einer der Köpfe hinter dem Label, sondern zeichnet auch verantwortlich für die gelungenen Inszenierungen der literarischen Vorlagen.

Herausgekommen ist ein Interview, in dem Marc allerhand Wissenswertes über die Anfänge und den Werdegang von Titania Medien berichtet. Wie viel Sorgfalt, Liebe zum Detail – aber auch Anstrengungen – in der Produktion einer CD stecken: das erfahrt Ihr in diesem Podcast. Viel Spaß damit!

Arkham Insiders Folge 48 – Clark Ashton Smith 1/3 Biografie

16.08.2015

Dieser Podcast ist der Auftakt eines insgesamt 3-teiligen Features, in dem wir uns mit Clark Ashton Smith (1893 – 1961) auseinandersetzen. Lovecraft hatte das lyrische Werk des kalifornischen Autors 1922 kennengelernt – und war sofort für ihn und seine Dichtung eingenommen. Mit seiner üppigen, an Symbolismus und Décadence geschulten Sprache hatte Smith exakt den Nerv Lovecrafts getroffen. In der Folge begann eine bis zu Lovecrafts Tod andauernde Korrespondenz, die sich auch fruchtbar auf die Werke beider Schriftsteller auswirkte.

Wir beginnen mit der Biografie Smith’ – die bisweilen bemerkenswerte Ähnlichkeiten zu Lovecrafts Lebenslauf aufweist –, indem wir uns an Allan Gullettes Text „Clark Ashton Smith: The Sorcerer of Auburn“ orientieren. Zusätzlich greifen wir auf weiteres Material zurück. Zu allen Quellennachweisen: s. Shownotes.

Im 2. Teil des Features werfen wir dann einen Blick auf Smith’ Werk, das sich in mehrere Zyklen einteilen lässt. Der 3. und letzte Teil dient uns schließlich dazu, Gemeinsamkeiten zwischen Lovecraft und Smith herauszustellen.

Arkham Insiders Folge 49 – 125 Jahre H. P. Lovecraft

20.08.2015

Zu einem besonderen Geburtstag gehört auch ein besonderer Podcast. Der 20. August 2015 markiert den 125. Geburtstag H. P. Lovecrafts (1890 – 1937) und gleichzeitig den offiziellen Beginn der Arkham Insiders.

Aus diesem Anlass kam nun ein „literarisches Quartett“ zu einer gemeinsamen Feierstunde zusammen. Die Anregung stammte von den Podcastern und Rollenspielern Daniel Neugebauer und Markus Widmer. Daniel und Markus sind durch ihre Formate „System Matters“ bzw. den „Polyeder Podcast“ der RPG-Gemeinde seit langen Jahren ein Begriff. Gemeinsam mit Mirko hatten sie bereits 2010 – zum 120. Geburtstag – ein stimmungsvolles Podcast-Porträt Lovecrafts gezeichnet (seinerzeit veröffentlicht auf cthulhu.de). Als 2. Arkham Insider ist diesmal auch Axel mit von der Partie.

H. P. Lovecraft zum 125. – der Podcast

In diesem jüngsten Podcast nun forscht Mirko Lovecrafts eigener Einstellung zu seinem Geburtstag nach: Wie beging der Autor aus Providence diesen Tag, – und welchen Stellenwert maß er ihm bei? Konnte so ein menschliches Ereignis innerhalb der Gleichgültigkeit des Kosmos’ überhaupt eine Bedeutung haben?

Wie die Nachwelt dazu steht, das zeigt Axel, indem er den NecronomiCON Providence 2015 vorstellt. Das wohl wichtigste und größte Fest zu Ehren Lovecrafts geht diesmal in seine 2. Runde und findet vom 20. bis 23. August in Providence, Rhode Island statt.

Neben literarischer Kritik und Analyse spielt hierbei auch Lovecraft in der Popkultur eine Rolle. Diesem Phänomen widmet sich Markus anhand einer eindrucksvollen Liste von Spielen – allesamt mit Lovecraft-Bezug – und stellt die Frage: Ist Cthulhu überhaupt noch unheimlich? Eine anschließende Diskussion geht dem Gedanken nach, inwieweit der Autor Angst erzeugen wollte – und ob dieselbe mit all den Plüsch- und Spielzeugmonstern erfolgreich gebannt werden konnte.

Moderator Daniel eröffnet den Podcast und führt gekonnt durch das bunte Programm. Viel Spaß damit!

Arkham Insiders Folge 50 – Clark Ashton Smith 2/3 Werk

06.09.2015

Nachdem wir im letzten Podcast Clark Ashton Smith’ Leben kennengelernt haben, widmen wir uns diesmal seinem erzählerischen Werk. Dieses ist vor allem dadurch bekannt, dass es sich in diverse Zyklen aufteilt. Smith hat unterschiedliche Welten, Kontinente bis hin zu Planeten erfunden, auf denen er seine Storys spielen lässt. Daneben gibt es noch eine Fülle „normaler“ Horror-Erzählungen in einer vertrauten Erdatmosphäre.

Während Axel die prähistorische Welt Hyperborea vorstellt, hat Mirko sich auf Zothique und das in einem imaginären Südfrankreich angesiedelte Averoigne geworfen. Der Vollständigkeit halber erwähnen wir auch noch Xiccarph, den Mars und Poseidonis. Wir untersuchen, woher Smith die Ideen zu diesen Weltenschöpfungen bezog und welche Geschichten in ihnen angesiedelt sind. Auch Überschneidungen mit H. P. Lovecrafts „Cthulhu-Mythos“ klingen in diesem Podcast schon an, – werden dann aber im 3. Teil noch ausführlicher dargestellt.

Abgerundet wird diese Episode mit Mirkos Ausführungen zum Verhältnis von Clark Ashton Smith zu Hugo Gernsback. Einmal mehr erfahren wir: für die Pulps zu schreiben bedeutete hartes Brot bei unsicherer Gehaltslage … Viel Spaß beim Hören!

Arkham Insiders Folge 51 – Clark Ashton Smith 3/3 HPL und CAS

20.09.2015

Da wir nun einmal ein Lovecraft Podcast sind – kein Clark Ashton Smith Podcast – kommen wir notgedrungen zum abschließenden Teil unseres 3-teiligen Specials. Erwartungsgemäß widmen wir uns diesmal der Freundschaft zwischen Lovecraft und Smith.

Dass beide sich nie persönlich begegneten, ist bekannt. Ebenso, dass die beidseitige Wertschätzung außerordentlich groß war. Mirko lässt es sich nicht nehmen, einige der Lobeshymnen auf den kalifornischen Kollegen aus Lovecrafts Briefen vorzutragen. Wer schon immer der Meinung war, Lovecraft neige zu einem weitschweifigen Stil, – dem kann hier auch nicht geholfen werden. Diese wahrhaft kosmischen Komplimente können indes ruhig als bare Münze genommen werden. Sie zeigen, dass Lovecraft Smith zu gewissen Zeiten nahezu verehrte.

Axel nimmt uns dann noch einmal mit nach Hyperborea. Es ist die Welt, die als stärkstes Bindeglied zwischen dem Cthulhu-Mythos sowohl auf Smith’ als auch auf Lovecrafts Seite fungiert. Wir erwähnen einige der Erzählungen, die für dieses Phänomen typisch sind.

Abschließend lässt sich feststellen, dass wir mit Clark Ashton Smith ein weiteres faszinierendes Teil im Lovecraft-Puzzle kennengelernt haben. Beide Schriftsteller waren Meister ihr eigenen Klasse und haben das Genre der unheimlichen Phantastik im 20. Jahrhundert jeweils auf unnachahmliche Weise bereichert.

Arkham Insiders Folge 52 – Goodbye Amateurjournalismus

04.10.2015

Tatsächlich fangen wir nun damit an, den Abgesang auf Lovecrafts Engagement als Amateurjournalist zu singen. Es ist das Jahr 1923, in dem große Veränderungen anstehen. Unser „Einsiedler aus Providence“ geht auf weitere Erkundungsreisen entlang der Küste von Massachusetts und vertieft seine Beziehung zum neuenglischen Heimatboden. Für den Amateurjournalismus will er sich in diesem Jahr eigentlich nicht engagieren – doch es kommt anders. Die NAPA (National Amateur Press Association) will ihn zum Präsidenten! Lovecraft zögert, doch wird – einmal mehr – von weiblichen Argumenten niedergerungen. So nimmt er die Wahl zum Präsidenten in einer denkwürdigen Stunde im Kreis der Jury an.

Ein letztes Mal ruft er in seinen insgesamt 5 präsidialen Mitteilungen wortreich dazu auf, für die Belange des Amateurjournalismus einzutreten. Zwist will er vermeiden, das allgemeine Niveau heben. Er selbst geht mit gutem Beispiel voran und legt die letzten beiden Ausgaben seiner eigenen Publikation „The Conservative“ vor.

1923 ist auch das Jahr, in dem Lovecrafts Name erstmals in einem „richtigen“, gebundenen Buch auftaucht. Für seinen Kollegen, den greisen Dichter Jonathan Ethan Hoag (1831 – 1927), besorgt er eine Sammlung von dessen Gedichten und gibt das Werk heraus: „The Poetical works of Jonathan E. Hoag. With portrait and autograph of the author. Biographical and critical preface by Howard P. Lovecraft.“ Zu Ruhm und Geld gelangt er dadurch allerdings nicht. Für das Honorar, das Hoag ihm zahlt, ersteht Lovecraft auf eigene Rechnung 20 Ausgaben des Buchs …

Arkham Insiders Folge 53 – Unterstützt uns auf Patreon

05.10.2015

Wir laden Euch hiermit herzlich ein, den Arkham Insiders Podcast über unsere Patreon Kampagne zu unterstützen. Patreon: das ist eine Art Crowdfunding auf Dauer. Ihr habt die Wahl, ob Ihr uns mit 2, 5 oder 10 Dollar monatlich bezuschusst. Bereits ab einer monatlichen Spende von 5 Dollar revanchieren wir uns mit unserem limitierten und exklusivem Arkham Insiders Postkarten-Set.

Da wir Hintergründe und Prozedur ausführlich auf unserer Patreon Seite darlegen, verweisen wir Euch der Einfachheit halber direkt dorthin: https://www.patreon.com/arkhaminsiders

Und natürlich könnt Ihr Euch unser Anliegen hier als Podcast anhören. Wir bedanken uns schon jetzt für jede Hilfe! – Mirko und Axel

Arkham Insiders Folge 54 – Tourist par excellence

18.10.2015

Mit dieser Folge knüpfen wir noch einmal an Episode 46 (Marblehead) an. Die Entdeckung des malerischen Flecken an der Küsten von Massachusetts Ende 1922 hatte Lovecraft stark begeistert. So ließ er zu Beginn des Jahres 1923 mehrere Ausflüge in die Region folgen.

Wir unterhalten uns ausführlich über einen Besuche in Danvers – weiland Salem Village – im April 1923. Der Ort spielte in den Hexenprozessen von 1692 eine Rolle und auch Lovecraft konnte sich der gegenwärtigen, sicht- und fühlbaren Vergangenheit nicht entziehen. Wieder sind es Bauten aus der Kolonialzeit sowie des 18. Jahrhunderts, die ihn anziehen und beeindrucken.

Überhaupt zeigt er sich bis in den Herbst 1923 reiselustig, besucht erneut das Merrimac Valley und wandelt auf den Spuren des Quäkers, Abolitionisten und Dichters John Greenleaf Whittier (1807 – 1892). Daran schließt sich ein Trip nach Newburyport an.

Und immer wieder Marblehead. Es war Lovecraft ein Bedürfnis, möglichst auch seine Freunde in die Magie des Ortes einzuweihen. Doch nicht alle legten seinen Feuereifer an den Tag und konnten mit seiner Ausdauer und Begeisterung mithalten. Schließlich überschreiten wir die Grenze von Massachusetts nach New Hampshire und begleiten unseren Autor nach Portsmouth, – eine Stadt, die sich Lovecraft noch so zeigte, als sei die Zeit seit 200 Jahren stehengeblieben. Natürlich ist er hin und weg. Das gilt auch für die Abstecher in die Umgebung von Providence, die er im September mit James F. Morton unternimmt. Die Suche nach dem legendären „Dark Swamp“, einem gänzlich überwucherten und dem Tageslicht entzogenen Sumpf, bleibt leider erfolglos. Dafür kommen wir abschließend auf 2 Flecken zu sprechen, Chepachet und Pascoag, die nachher in der Erzählung „The Horror at Red Hook“ ihren Niederschlag finden sollten.

Arkham Insiders Folge 55 – Die Weird Tales Story

01.11.2015

Ob wir ohne die Weird Tales einen „anderen“ Lovecraft lesen würden? Wer kann das sagen? Fest steht, dass dieses bekannte Magazin für Weird Fiction Lovecraft zu dem Schriftsteller machte, den wir heute kennen. Nicht nur bot sich ihm hier ab 1923 eine Plattform für seine Erzählungen. Nach wiederholten Änderungswünschen von Cheflektor Farnsworth Wright begann Lovecraft, seine Geschichten ganz bewusst im Hinblick auf eine Veröffentlichung abzufassen. Auch die von Wright immer wieder geforderten Überarbeitungen formten schließlich das Werk, wie es nachher bekannt wurde. Im Deutschen orientierten sich die ersten Lovecraft-Übersetzungen an den Vorlagen aus den Weird Tales.

Entstehung und Umfeld der Weird Tales

In dieser Episode geben wir einen kurzen Überblick über die Bedingungen, die zu einem Magazin wie Weird Tales führten. Zu Recht trug es den Titel „The Unique Magazine“ – etwas Derartiges war vorher in der Welt der Pulps noch nicht dagewesen. Wir blicken zurück in das Jahr 1923, dem Entstehungsjahr der Weird Tales und schildern, wie Lovecraft seinen Weg in das Heft fand, was er veröffentlichte – und was nicht (aufgrund von Ablehnungen). Erfolgserlebnisse wechselten sich mit frustrierten Erfahrungen ab, so dass er auch nach Veröffentlichungsmöglichkeiten in anderen Magazinen Ausschau hielt.

Die Weird Tales nach Lovecrafts Tod

Mit Lovecrafts Tod im Jahr 1937 sank sein Stern nicht: eher trat das Gegenteil ein. August Derleth brachte immer wieder Stories von ihm im Heft unter bzw. überarbeitete Ideen und Entwürfe Lovecrafts zu eigenen Erzählungen des Cthulhu-Mythos. Eine treue, begeisterte Leserschaft hatte sich der Autor aus Providence eh während seiner aktiven Zeit aufgebaut. Doch begann sich ab den späten 1930ern, frühen 40ern auch der Nachwuchs zu regen. Schriftsteller wie Fritz Leiber oder Robert Bloch – Briefpartner Lovecrafts zu dessen Lebzeiten – ließen nun ebenfalls ihre Abenteuer und Phantasien in Weird Tales drucken.

That is not dead …

Bedingt durch den 2. Weltkrieg und ein verändertes Lese- und Konsumverhalten versanken die Weird Tales, wie viele andere Pulps, in den 1950ern zur Bedeutungslosigkeit. So ganz sind sie allerdings nie verschwunden. Versuche, das Magazin zu reaktivieren und am Leben zu erhalten, gab es über Jahrzehnte immer wieder. Heute namhafte Autoren unheimlicher Phantastik fanden hier ein Forum. Ramsey Campbell, Thomas Ligotti oder Brian Lumley führten von hier aus eine Tradition der Weird Fiction im englischsprachigen Raum fort und haben sich dabei immer wieder auf Lovecraft berufen.

Als Grundlage der Episode dient der Text „H. P. Lovecraft und die Weird Tales“, den Mirko gemeinsam mit Daniel Neugebauer (vom System Matters Podcast) verfasst hat.

Arkham Insiders Folge 56 – Ein Interview mit Jörg Kleudgen und Eric Hantsch

15.11.2015

Er ist einer der langlebigsten und populärsten literarischen Phantastik-Cons Deutschlands – der Buchmesse Convent, kurz BuCon genannt. Am 17.10.2015 fand diese illustre Veranstaltung bereits zum 30. Mal statt. Auch die Arkham Insiders haben es sich nicht nehmen lassen, der Convention in Dreieich bei Frankfurt einen Besuch abzustatten. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei Jörg Kleudgen und Eric Hantsch, beides altgediente Phantasten und rührige Autoren bzw. Herausgeber. Mit diesem Podcast präsentieren wir Euch ein Interview, das wir am 17. mit Jörg und Eric geführt haben.

Jörg Kleudgen, seit den 1990ern Inhaber der Goblin Press, hatte und hat als Herausgeber immer wieder – in der einen oder anderen Form – mit Lovecraft zu tun. Genannt seien etwa die jüngsten von ihm betreuten Reiseführer im Basilisk-Verlag, die sich mit einer Sammlung von Kurzgeschichten jeweils einem Ort des Lovecraft Country widmen. Es soll nicht verschwiegen werden, dass Mirko („Die Legenden des Friedhofs“) und Axel („Der Katzenschädel“) die Ehre hatten, mit je einer Story beim letzten Band „Ulthar – ein Reiseführer“ mitwirken zu dürfen. Mit Jörg Kleudgen selbst, Tobias Bachmann, Michael Dissieux, Michael Knoke, Vincent Voss, Felix Woitkowski und Arthur Gordon Wolf tummeln sich in dem Buch bekannte Namen der hiesigen Phantastik-Szene. Eine Historie sowie die Bibliografie von Jörgs Goblin Press findet Ihr in den Shownotes verlinkt. Freunde düsterer, musikalischer Klänge kennen Jörg natürlich auch als Sänger der Gothic-Band „The House of Usher“.

Eric Hantsch startete im Jahr 2010 mit „Cthulhu Libria“ (CL) ein Online-Fanzine, in dem er seiner Lovecraft-Begeisterung Ausdruck geben wollte. Rasch erweiterten sich inhaltlicher Rahmen und äußere Form. Da das Heft bis heute erscheint – mittlerweile als Print-Ausgabe – dürfen ihm mit Fug und Recht Ausdauer und Beliebtheit auf Seiten der Leserschaft konstatiert werden. CL (ab 2015: CL Neo) ist das journalistische Herzstück der deutschen Kleinverlags-Phantastik – hier finden sich all jene Vorlieben, die die konventionelle Verlagswelt erwartungsgemäß nicht befriedigen kann. Mittlerweile ist Eric auch als Herausgeber seiner eigenen Buchreihe tätig: der Edition CL. Hier präsentiert er vergriffene und besondere Werke deutscher Phantastik in bibliophiler Aufmachung und limitierter Auflage.

Kein Wunder, dass sich Jörgs und Erics Wege früher oder später kreuzen mussten: Die gemeinsamen Interessen führten zu gemeinsamen Projekten. Nähere Einblicke in dieselben gibt Euch der Podcast, – viel Spaß beim Hören.

Arkham Insiders Folge 57 – Lovecraft at midnight: Andrew Leman

06.12.2015

Gleich mit ihren beiden legendären Lovecraft-Verfilmungen war die H. P. Lovecraft Historical Society (HPLHS) beim diesjährigen Braunschweig International Film Festival vertreten: The Call of Cthulhu (2005) und Whisperer in Darkness (2011). Über die Veranstaltung, insbesondere die 5-tägige Lovecraft at Midnight-Reihe haben wir bereits berichtet (Link s. shownotes).

Wir freuen uns sehr, dass wir an dieser Stelle ein Interview mit dem Regisseur, Designer, Schauspieler, Sprecher … Tausendsassa Andrew Leman präsentieren können. Das Gespräch hat Axel in Braunschweig geführt und damit – unbewusst – eine Tradition der Arkham Insiders aufgegriffen. Tatsächlich hatte Mirko bereits 2011 ein schriftliches Interview mit Andrew für cthulhu.de gemacht.

Diesmal machen wir keine großen Worte, – hört Euch am besten selbst an, was Mr. Leman zu seinem Werdegang, seinen Filmen und Plänen zu berichten hat. Viel Vergnügen!

Nachtrag: Autsch! Die von mir erwähnte Story „The Horror of the heights“ stammt von Arthur Conan Doyle und nicht von H. G. Wells :) [Axel]

Arkham Insiders Folge 58 – Merry Christmas, Mr. Lovecraft. Weihnachtsfolge 2015

20.12.2015

H. P. Lovecraft und das Kino – mochte er es oder mochte er es nicht? In dieser Episode erfahren wir, dass seine Einstellung zum Medium Film ambivalent war. Handelte es sich um Adaptionen literarischer Stoffe, war er Abweichungen und Verkürzungen gegenüber sehr ungnädig. Lovecraft hat die Geburt des Horrorfilms hautnah miterlebt und Klassiker wie „Das Phantom der Oper“ (1925), „Dracula“ (1931) und „Frankenstein“ (1931) gesehen. Dass er dennoch kein bedingungsloser Fan des Genres war, zeigen seine kritischen Äußerung zu den letzten beiden Streifen. Ein anderer Film – „Berkeley Square“ (1933), eine Zeitreisen-Romanze – fand sein größtes Gefallen. Daneben ließ er sich auch Genres wie Historien- oder Kriegsfilme („Cleopatra“, 1934; „All Quiet on the Western Front“, 1930) nicht durch die Lappen gehen. Besonders während seiner New Yorker Zeit war Lovecraft ein regelmäßiger Kinogänger, – wenn er auch oftmals von Freunden und Bekannten mehr oder weniger „mitgeschleppt“ wurde.

Mit diesem Podcast beenden wir das Jahr 2015 – und bedanken uns bei allen Freundinnen und Freunden der Arkham Insiders fürs Zuhören, Mitmachen und Unterstützen. Frohe Weihnachten und einen guten Start 2016! Axel und Mirko

Arkham Insiders Folge 59 – Die Arkham Insiders in Bredevoort

17.01.2016

Diesmal präsentieren wir wieder einmal ein Crossposting sowohl als Arkham Insiders als auch als SIGMA 2 Foxtrot. Es ist ein ungewöhnlicher Podcast, weil er vorrangig nichts mit H. P. Lovecraft oder dem SF oder Phantastik-Genre zu tun hat. Gleichwohl geht es um ein Thema, das gewissermaßen unser täglich Brot darstellt: Bücher.

Im September 2015 unternahmen wir einen Trip ins niederländische Bredevoort, unweit der Stadt Bocholt gelegen. Bredevoort hat sich einen Namen als Bücherstadt gemacht, in dem Zusammenhang steht es in einer Reihe mit Orten wie dem walisischen Hay-on-Wye oder dem bergischen Langenberg. Mirko, der zum Zeitpunkt des Besuchs noch selber Buchhändler war, hatte Bredevoort in den 2000er Jahren entdeckt – und schätzen gelernt. So war es nur logisch, dass wir diesen charmanten Flecken einmal gemeinsam aufsuchten.

Was wir erlebt und welche Bücher wir gefunden haben: davon berichtet dieser Podcast. Doch auch die Menschen hinter den Büchern kommen nicht zu kurz. Mit Rainer Heeke vom Bücher Mammut, einem der rührigen Bookinisten Bredevoorts und Ton Vincent vom Horus Huiskamertheatertje haben wir Interviews geführt, die wir Euch hiermit ebenfalls präsentieren. Viel Spaß beim Anhören!

Arkham Insiders Folge 60 – Andreas Hartung und Dunwich Orchestra: Die Farbe aus dem All

07.02.2016

„Die Farbe aus dem All“ ist eine illustrativ-musikalische Adaption der gleichnamigen Lovecraft-Erzählung. Dahinter stecken der Berliner Comiczeichner und Illustrator Andreas Hartung und seine Begleitmusiker „The Dunwich Orchestra“. Die Adaption sieht eine Aufteilung der Geschichte in 5 einzelne Videos (Kapitel) vor, in denen Andreas' Zeichnungen mit dem düsteren Sound der Band unterlegt werden. Zurückhaltende Animationen bringen Bewegung in den Ablauf, der allerdings bewusst langsam und intensiv inszeniert wird. Die Macher selbst sprechen von einer „ Dark Doom Drone Picture Show in Slow“.

Als Appetizer erschien im Herbst 2015 das 1. Video und machte die Runde auf diversen Film-, Comic- und Nerdstuff-Plattformen im Internet, in Berlin gab es eine öffentliche Vorführung. Flankierend startete auf indigogo eine Crowdfunding-Kampagne mittels derer die Arbeit an den restlichen Videos finanziert werden sollte.

Daniel Neugebauer von der deutschen Lovecraft Gesellschaft und Axel haben sich mit Andreas Hartung zu einer Skype-Session getroffen. Wir wollten wissen, wie sich die Kampagne in den Monaten seit ihrem Start entwickelt hat und was Unterstützer und Freunde des Projekts 2016 erwartet. Wie es bei Andreas und seinen Kollegen weitergeht und worauf wir uns freuen dürfen – das hört ihr in diesem Podcast.

Vielen Dank an Daniel (mehr von ihm auf seinem System Matters Podcast) fürs Schneiden der Folge.

Arkham Insiders Folge 61 – Arthur Machen 1/2 Leben und Werk

21.02.2016

1923 – was für ein Jahr! Lovecraft kommt nach Marblehead, beginnt für die Weird Tales zu schreiben und macht eine literarische Entdeckung: Mit dem walisischen Dichter Arthur Machen (1863-1947) tritt ein Einfluss in Lovecrafts Leben, dessen Wirkung nicht überschätzt werden kann. Von Machen wird Lovecraft später die Idee der im Verborgenen agierenden Kulte übernehmen, die durch Zeiten und Räume hinweg miteinander in Verbindung stehen und den Menschen – wenn überhaupt – nur stichprobenartige Einblicke in ihr verderbliches Treiben gewähren.

Machen war durch und durch ein Original und es ist kein Wunder, dass der sensible Träumer und Phantast in Lovecraft eine besondere Seite zum Klingen brachte. Basierend auf Lovecrafts Ruhm kam auch Arthur Machen in den letzten Jahrzehnten verstärkte Aufmerksamkeit zu; in Deutschland etwa kann das Publikum auf eine 6-bändige Werkausgabe des Piper-Verlags zurückgreifen.

Wie es bei den Arkham Insiders schon Tradition ist: Wir beginnen mit dem Menschen Arthur Machen, stellen seine Biografie vor, gefolgt von einem Blick auf sein Schaffen. In einem 2. Podcast widmen wir uns schließlich Machens Einfluss auf Lovecraft und seinem Beitrag zum Cthulhu-Mythos.

Arkham Insiders Folge 62 – Arthur Machen 2/2 Lovecraft und Machen

06.03.2016

Euch sind 25 Minuten Podcast zu wenig? Dann haben wir hier mal wieder eine umfangreichere Folge, und zwar den 2. Teil unseres Arthur Machen Specials. Wie im 1. Teil angekündigt, untersuchen wir diesmal das Verhältnis zwischen Arthur Machen und H. P. Lovecraft.

Zum Einstieg stellt Mirko Machens 1902 erschiene Literaturtheorie Hieroglyphics vor, ein Werk, das den Begriff der Ekstase als Schlüsselbegriff verwendet. Ekstase im Sinn von Zauber, Schönheit, Verehrung, Mysterium sowie der Sehnsucht nach dem Unbekannten, – zweifelsohne typische Merkmale von Machens phantastischer Literatur.

Lovecraft, der Hieroglyphics kannte, stimmte nicht mit allem überein. Zustimmung erhielt jedoch Machens Theorie, dass bedeutende Literatur nicht dem Mainstream angehören könne. Noch spannender sind die unterschiedlichen Herangehensweisen an Themen wie Wissenschaftsgläubigkeit, Skeptizismus und Mystik. Hier prallen Lovecraft der knallharte Materialist und Machen der neo-romantische Mystiker aufeinander. Ein Exkurs über Pseudowissenschaft und Prä-Astronautik (Louis Pauwels und Jacques Bergier) verdeutlicht, wie Arthur Machen posthum in der Hinsicht wahrgenommen wurde.

Die Stärke des walisischen Dichters war es, einen konstanten Zustand der Spannung und ein Gefühl der Beklemmung aufrechtzuerhalten. Wo und in welchen Punkten wir recht exakte Inspirationen für Lovecrafts Stories finden, ist ebenfalls Bestandteil des Podcasts. Hier nennen wir etwa The Call of Cthulhu, The Dunwich Horror und Cool Air. Im Übrigen sind sich beide Autoren in einer Anthologie recht nahe gekommen: Die 1929 veröffentlichte Sammlung Beware after Dark enthielt sowohl Lovecrafts The Call of Cthulhu als auch Machens The Novel of the White Powder. Ob aber Machen von seinem Verehrer aus Providence wusste, das ist nicht bekannt. Dafür finden wir natürlich in dessen Briefen reichlich Material zu Machen, hier hat Mirko einige schöne Zitate zusammengestellt.

Ganz zum Schluss gönnen wir uns einen Schlenker in Richtung – aufgepasst – Franz Kafka. Wir folgen damit den verborgenen Strängen, die Lovecraft mit dem Prager Schriftsteller verbinden, auch wenn diese Stränge nicht aus einer gegenseitigen Bekanntschaft oder offensichtlichen Werknähe resultierten.

Arkham Insiders Folge 63 – Deutsche Lovecraft Hörbücher und Hörspiele 1/2

03.04.2016

H. P. Lovecraft in den deutschen Audiomedien – darunter fallen alle Hörbücher/Lesungen, Hörspiele, Radiobeiträge und Podcasts. Nils Gampert aus Hannover hat zu dem Thema recherchiert und eine Diskografie erstellt, die er im Rahmen der Arkham Insiders in einem 2-teiligen Podcast vorstellt.

Mit Titania Medien steht zu Recht eine der bekanntesten Produktionsfirmen am Anfang des 1. Teils. Sie bedürfen wohl keiner weiteren Vorstellung an dieser Stelle; stattdessen verweisen wir auf das Interview, das wir bereits 2015 mit Marc Gruppe von Titania Medien geführt haben. Es folgen noch einige bekannte Namen, bis Nils sich schließlich zu den tendenziell unbekannten Beiträgen herantastet. Wir sind sicher, dass er sowohl für eingefleischte Lovecraft-Fans als auch für erprobte Hörspiel-Freunde noch manche Überraschung zutage gefördert hat!

Dreht sich in diesem 1. Teil alles um klassische und experimentelle Hörspiele, kommen im 2. Teil Hörbücher, inszenierte Lesungen sowie Radiobeiträge und Podcasts zu Wort. Beide Parts werden von umfangreichen Shownotes begleitet, die Euch die wesentlichen Informationen zu den erwähnten Produktionen an die Hand geben.

Arkham Insiders Folge 64 – Deutsche Lovecraft Hörbücher und Hörspiele 2/2

17.04.2016

H. P. Lovecraft Hörbücher, Radio- und Podcastbeiträge. Darum dreht sich alles im 2. Teil unseres Specials zu Lovecraft in den deutschen Audiomedien.

Die von vielen geschätzten Hörbücher von LPL Records machen den Anfang. Von dort tastet sich unser Experte Nils Gampert weiter in das Dickicht lovecraftscher Klangwelten. Einmal mehr kommt er dabei nicht um Yellow King Productions herum. Ihre stimmungsvolle Dagon-Vertonung präsentieren wir mit einem kurzen Sample. Und mit dem Ruf des Dämon/Orchester der Schatten darf natürlich auch eine weitere hoch gelobte Produktion nicht fehlen.

Auch das Internet bietet Hörenswertes in Sachen Lovecraft. Hier hat Nils einen Querschnitt durch einige kostenlose Angebote zusammengestellt.

Ebenfalls im Netz vorhanden: Radiofeatures und Podcasts. Von den kommerziellen Sendeanstalten bis hin zum Deep Red Radio nimmt Nils euch mit auf einen cthulhoiden Streifzug. Es ist uns gelungen, einen der ältesten Radiobeiträge im deutschen Radio (SWR) aufzutun, in dem der Name H. P. Lovecraft fällt. Also, reist mit uns ins Jahr 1970 – und von dort wieder zurück in die Gegenwart! Kritik, Anregungen, Fragen: Wie immer gerne gesehen in den Kommentaren, bei Twitter oder Facebook.

Arkham Insiders Folge 65 – Muriel E. und C. M. Eddy, jr.

01.05.2016

In unserem Podcast sprechen wir ja immer wieder über Freunde und Wegbegleiter Lovecrafts, die manchmal nicht nur großen Einfluss auf sein Leben und Schreiben hatten, sondern die auch von ihm beeinflusst und gefördert worden sind. Diese Freunde sind für Lovecrafts Biografie sehr wichtig, denn sie zeigen nicht nur, dass der Einsiedler nicht ganz so einsiedlerisch war, wie gelegentlich behauptet wurde, sondern durch diese Freunde stellen wir häufig fest, dass er sie für sein intellektuelles Leben brauchte. Das tat er nicht nur schriftlich, mit seinen zahlreichen Briefen, sondern eben auch oft in Person. Natürlich am liebsten in seiner Heimstadt Providence.

Wir wollen uns heute über das Ehepaar Muriel Elizabeth und Clifford Martin Eddy, jr. aus Providence unterhalten. Der kleine Text, das Gedicht, das wir anfangs gehört haben, stammt von Muriel Eddy und heißt im Original „Gates Close To Sunset“. Wir widmen uns kurz den Biografien der Familie Eddy, wobei C. M. Eddy, jr. die umfangreichere Biografie hat, sprechen über ihre Beziehung zu Lovecraft und am Ende werden wir versuchen, ihre Bedeutung für Lovecraft und sein Leben zu untersuchen.

Herzlichen Dank an Tina von der Deutschen Lovecraft Gesellschaft e. V. für das Einsprechen von Muriel Eddy's Gedicht Tore nahe am Sonnenuntergang (Gates Close To Sunset).

Nachtrag: Wir erwähnen im Podcast Jim Dyer und seinen Verlag Fenham Publishing, der Erinnerungen und Stories der Eddy's herausgibt. Im Vorfeld der Aufnahme hatten wir Mr. Dyer kontaktiert. Konkret ging es um die Frage, ob Lovecraft bereits vor 1923 Kontakt mit den Eddy’s hatte. Die Antwort, die dies bestätigt, kam zu einem Zeitpunkt, zu dem wir die Aufnahme schon im Kasten hatten. Freilich möchten wir sie Euch nicht vorenthalten – hier ist Jim Dyer's Mail vom 9.3.2016:

My name is Jim Dyer and the Eddy's are my Grandparents (my Mom's parents). Lovecraft did have contact with my Grandparents before 1923. They corresponded quite a bit even though they lived a few miles apart before they actually met face to face. One of the correspondences we have is a letter from Lovecraft dated September 21, 1918 to my Grandparents regarding the United Amateur Press Association which he signed as the Director.

Thank you for the kind words regarding my Grandmother's memoirs of Lovecraft. I remember my grandparents reminiscing about Lovecraft and Houdini quite a bit when I was younger.

Thank you once again for contacting me and your interest in my Grandparents.

All the best, Jim Dyer