Treue Hörer des Arkham Insiders-Podcasts wissen, dass Lovecraft jeden Cent zweimal (oder dreimal) umdrehen musste, bevor er ihn ausgab. Seine chronische Geldknappheit verschärfte sich in New York – fern der Tanten – zusätzlich. So haben wir ihn bereits bei der Suche nach einem neuen Anzug begleitet; ein Kauf, den er in dem dazugehörigen Brief ausführlich schildert.

Auch in der vorliegenden Episode widmen wir uns des Themas. Mirko berichtet von diversen Shopping-Touren Lovecrafts im Herbst und Winter 1925. Noch immer aktuell: seine Unzufriedenheit mit der Wohnung 169 Clinton Street. Stein des Anstoßes ist vor allem die Vermieterin Mrs. Burns, auch als „die Gorgone“ beschimpft. Sauberkeit und Heizung lassen unter ihrem Regime sehr zu wünschen übrig. Dazu ein Nachbar, der Lovecraft nicht ganz geheuer ist.

Bei all dem soll nicht verschwiegen sein, dass es im Schriftsteller Lovecraft bereits kräftig gärt. Immer wieder werden Ideen zu „The Call of Cthulhu“ erwähnt, daneben erblicken andere, heute allseits bekannte Erzählungen in jenen Tagen das Licht der Welt: „The Tomb“ (Weird Tales, Januar 1926) oder „In The Vault“ (Tryout, November 1925).

Wir verbleiben mit dem Ausblick, dass sich die New Yorker Periode dem Ende zuneigt. Dass heißt auch für unseren Podcast, dass wir uns vorerst von der intensiven Arbeit mit den Briefen Lovecrafts verabschieden werden.

Download: Arkham Insiders Folge 81 – Es wird kalt in New York

Shownote: Nate D. Sanders Auctions: H.P. Lovecraft Printing of “The Shunned House“ From 1928 — One of Only 100 Printed Copies Subsequently Printed by Arkham House, With “Canterbury“ Watermark