Die Hochzeit mit Sonia Greene im März 1924 markiert einen entscheidenden Wendepunkt in Lovecrafts Leben. Dies gilt vor allem für den Umzug von Providence nach New York. Notgedrungen wird er 2 Jahre lang in der Stadt bleiben – um sie dann mit spürbarer Erleichterung wieder verlassen zu können.

Bis es soweit ist, werden noch viele Podcasts der Arkham Insiders vergehen. In dieser Folge werfen wir noch einmal einen Blick auf Lovecrafts literarisches Selbstverständnis zu Beginn der 1920er Jahre. T. S. Eliot, James Joyce oder James Branch Cabell waren Autoren, die den literarischen Zeitgeist repräsentierten. In der Auseinandersetzung mit ihnen musste Lovecraft über seinen Schatten springen und sein geliebtes 18. Jahrhundert überwinden. Dass er durchaus nicht nur rückwärtsgewandt war, zeigt die Beschäftigung mit Sigmund Freud oder Albert Einstein. Wissenschaftler, die auch ein H. P. Lovecraft nicht ignorieren konnte.

„Der Einsiedler aus Providence“ im Spannungsfeld der Moderne. Das von Mirko vorgetragene Zitat zu Beginn des Podcasts zeigt, dass hier Dinge in Bewegung geraten sind. Lovecraft löst sich von bisherigen Verhaltensweisen, öffnet sich neuen Ansichten und kommt bisweilen zu erstaunlichen Synthesen zwischen seinen Idealen und seiner Umgebung. Gleichwohl wird die New Yorker Zeit, mit der wir uns ab Episode 67 beschäftigen werden, zur persönlichen Zerreißprobe für ihn.

Download: Arkham Insiders Folge 66 – Lovecraft im Wandel