Tatsächlich fangen wir nun damit an, den Abgesang auf Lovecrafts Engagement als Amateurjournalist zu singen. Es ist das Jahr 1923, in dem große Veränderungen anstehen. Unser „Einsiedler aus Providence“ geht auf weitere Erkundungsreisen entlang der Küste von Massachusetts und vertieft seine Beziehung zum neuenglischen Heimatboden. Für den Amateurjournalismus will er sich in diesem Jahr eigentlich nicht engagieren – doch es kommt anders. Die NAPA (National Amateur Press Association) will ihn zum Präsidenten! Lovecraft zögert, doch wird – einmal mehr – von weiblichen Argumenten niedergerungen. So nimmt er die Wahl zum Präsidenten in einer denkwürdigen Stunde im Kreis der Jury an.

Ein letztes Mal ruft er in seinen insgesamt 5 präsidialen Mitteilungen wortreich dazu auf, für die Belange des Amateurjournalismus einzutreten. Zwist will er vermeiden, das allgemeine Niveau heben. Er selbst geht mit gutem Beispiel voran und legt die letzten beiden Ausgaben seiner eigenen Publikation „The Conservative“ vor.

1923 ist auch das Jahr, in dem Lovecrafts Name erstmals in einem „richtigen“, gebundenen Buch auftaucht. Für seinen Kollegen, den greisen Dichter Jonathan Ethan Hoag (1831 – 1927), besorgt er eine Sammlung von dessen Gedichten und gibt das Werk heraus: „The Poetical works of Jonathan E. Hoag. With portrait and autograph of the author. Biographical and critical preface by Howard P. Lovecraft.“ Zu Ruhm und Geld gelangt er dadurch allerdings nicht. Für das Honorar, das Hoag ihm zahlt, ersteht Lovecraft auf eigene Rechnung 20 Ausgaben des Buchs …

Download: Arkham Insiders Folge 52 – Goodbye Amateurjournalismus

Shownotes